US-Aktien sind nach Arbeitsmarktdaten nach Arbeitsmarktdaten unruhig: SandP steigt um 0,2 %, Nasdaq stabil

US-Aktien sind nach Arbeitsmarktdaten nach Arbeitsmarktdaten unruhig: SandP steigt um 0,2 %, Nasdaq stabil
Utkarsh Roshan
09. Jan. 2026, 15:41 PM
  • Die Aktien stabilisieren sich nach einem Bericht über schwächere Beschäftigungen, eine Zollregelung wartet.
  • Das Wachstum der Lohnsummen verlangsamt sich, aber die Arbeitslosenquote sinkt.
  • Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs könnte die Tarifaussichten und Einnahmen neu gestalten.

Die US-Aktien änderten sich am Freitag kaum, da Investoren einen weicheren als erwarteten Arbeitsmarktbericht verarbeiteten und auf ein mögliches Urteil des Obersten Gerichtshofs warteten, das erhebliche Auswirkungen auf die Handelspolitik haben könnte.

Der SandP 500 stieg um 0,2 %, während der Nasdaq Composite um die Flatline schwebte.

Der Dow Jones Industrial Average schnitt besser ab und legte um 184 Punkte bzw. 0,4 % zu.

Die Märkte blieben auf Kurs für wöchentliche Gewinne, wobei der SandP 500 in der bisherigen Woche etwa 0,9 % zulegte, während der Dow und der Nasdaq etwa 1,8 % bzw. 1,1 % zulegten.

Arbeitsmarktbericht zeichnet ein gemischtes Bild des Arbeitsmarktes

Der Beschäftigungsbericht vom Dezember zeigte, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im vergangenen Monat um 50.000 gestiegen ist, laut am Freitag vom Bureau of Labor Statistics veröffentlichten Daten.

Die Zahl lag unter der Dow-Jones-Schätzung von 73.000 und lag zudem hinter dem nach unten korrigierten Anstieg von 56.000 im November zurück.

Trotz der schwächeren Beschäftigungsschaffung sank die Arbeitslosenquote auf 4,4 %, verglichen mit den Erwartungen der Ökonomen von 4,5 %.

Investoren sahen den Rückgang als Zeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt zwar abkühlt, aber weiterhin widerstandsfähig genug ist, um die weitere wirtschaftliche Expansion zu unterstützen.

Ein umfassenderes Maß zur Unterauslastung von Arbeitskräften, zu dem entmutigte Arbeitnehmer und Teilzeitbeschäftigte aus wirtschaftlichen Gründen gehören, fiel auf 8,4 %, ein Rückgang von 0,3 Prozentpunkten gegenüber November.

Die Haushaltsbefragung zeigte, dass die Beschäftigung um 232.000 zunahm, obwohl die Erwerbsbeteiligung auf 62,4 % sank.

Die Zollregelung hält Anleger auf Trab

Über die wirtschaftlichen Daten hinaus richtet sich die Aufmerksamkeit auf ein mögliches Urteil des Obersten Gerichtshofs über die Rechtmäßigkeit der weitreichenden globalen Zölle von Präsident Donald Trump.

Das Gericht hat angedeutet, dass der Freitag ein Tag der Stellungnahme ist, an dem in der Regel Entscheidungen in verhandelten Fällen veröffentlicht werden, obwohl keine Gewissheit besteht, dass der Zollfall behandelt wird.

Der Fall betrifft Trumps sogenannte "Liberation Day"-Zölle und stellt die erste Gelegenheit dar, dass das Oberste Gericht über die Befugnis des Präsidenten zur Durchsetzung dieser Maßnahmen entscheiden kann.

Die Unsicherheit hat die Anleger vorsichtig gehalten, angesichts der möglichen Auswirkungen auf die Handelspolitik, die Unternehmenskosten und den weiteren fiskalischen Ausblick.

Prognosemarkt Kalshi setzt derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 28 % zu, dass der Oberste Gerichtshof die Tarife vollständig bestätigt.

Rechtsexperten warnen jedoch, dass das Urteil nicht binär sein muss.

Das Gericht könnte den Umfang der präsidialen Befugnisse einschränken, einige Tarife bestehen lassen, während andere aufgehoben werden, oder die Anwendung des Gesetzes in zukünftigen Fällen einschränken.

Die Analysten von Morgan Stanley, Ariana Salvatore und Bradley Tian, sagten, es gebe "erheblichen Spielraum für Nuancen" in der Entscheidung.

Sie stellten fest, dass das Gericht zwar die Zölle vollständig unterstützen oder vollständig aufheben könnte, aber auch großen Spielraum hat, eine gezieltere Entscheidung zu fällen.

Trump hat wiederholt gewarnt, dass der Verlust der Möglichkeit, Zölle zu erheben, ein "schrecklicher Schlag" für die USA wäre, was unterstreicht, wie zentral die Handelspolitik zu seiner Wirtschaftsagenda geworden ist.

Die Aussicht auf ein Urteil hat Erinnerungen an den vergangenen April wieder aufleben lassen, als eine Zollankündigung einen starken Ausverkauf auslöste, US-Aktien fast 5 % fallen ließ und die Renditen der Staatsanleihen senkten, da Anleger Sicherheit suchten.

Seitdem haben sich die Märkte stark erholt, mit US-Aktien, die im Jahr 2025 um mehr als 16 % gestiegen sind und Rekordhochs erreichten.

Dennoch sagen Analysten, dass eine klare Entscheidung als Katalysator in beide Richtungen wirken könnte.

Ohsung Kwon, Chefstratege für Aktien bei Wells Fargo, schätzt, dass die Aufhebung der Zölle die Gewinne des SandP 500 vor Zinsen und Steuern im Jahr 2026 um etwa 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr erhöhen könnte – ein Ergebnis, das Investoren wahrscheinlich dazu veranlassen würde, Aktien höher zu bewerten.