US-Mittagsmarktbriefing: SandP 500 steigt um 0,7 %, da die Arbeitsmarktdaten die Stimmung steigern

US-Mittagsmarktbriefing: SandP 500 steigt um 0,7 %, da die Arbeitsmarktdaten die Stimmung steigern
Devesh Kumar
09. Jan. 2026, 20:42 PM
  • SandP 500 steigt 0,7 % auf ein neues Intraday-Hoch; Der Nasdaq gewinnt um 0,9 %, der Dow legt 213 Punkte hinzu.
  • Die Lohnabrechnungen im Dezember verfehlen die Erwartungen, aber die Arbeitslosigkeit ist niedriger und das Lohnwachstum ist stabil.
  • Die wichtigsten Indizes beenden die erste volle Woche des Jahres 2026 mit soliden Gewinnen und unterstreichen damit die Risikoperspektive.

Der SandP 500 stieg am Freitag um 0,7 % auf ein neues Intraday-Hoch, nachdem der Beschäftigungsbericht vom Dezember veröffentlicht wurde, der ein gemischtes Arbeitsmarktbild zeigte, was die Angst vor einer Rezession beruhigte.

Der Nasdaq Composite legte 0,9 % zu, während der Dow Jones Industrial Average um 213,52 Punkte bzw. 0,43 % zulegte und zum Mittagshandel bei 49.480,41 schloss.

Die Gewinne krönen die erste volle Handelswoche 2026 mit soliden wöchentlichen Anstiegen: Der SandP 500 ist in der bisherigen Woche um etwa 0,9 % gestiegen, während Dow und Nasdaq jeweils um etwa 1,8 % bzw. 1,2 % gestiegen sind.

Die Beschäftigungsdaten bestätigten eine Erzählung, die die Wall Street seit Ende 2025 annimmt: Die Federal Reserve wird voraussichtlich im Januar weiterhin auf Eis gelegt werden.

Diese Gewissheit verringerte die Volatilität und signalisierte die Bereitschaft des Marktes, Aktien während der Berichtssaison des ersten Quartals zu halten – ein entscheidender psychologischer Wandel für den Markt.

Marktübersicht: Indizes, Breite und Sektorbewegungen

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im Dezember nur um 50.000 und lag damit deutlich hinter der von den Dow-Jones-Konsens-Ökonomen prognostizierten 73.000 und markierte eine deutliche Verlangsamung gegenüber der im November revidierten Zahl von 56.000.

Entscheidend ist, dass die Vormonate Abwärtsrevisionen mit insgesamt 76.000 Arbeitsplätzen verzeichneten: 68.000 im Oktober, weniger als ursprünglich 105.000, und 8.000 im November, was auf einen angespannteren Arbeitsmarkt hindeutet als die Prognosen vermuteten.

Die Arbeitslosenquote sank auf 4,4 %, etwas besser als die erwarteten 4,5 %, während das Lohnwachstum auf jährliche 3,8 % stieg, was die Erwartungen von 3,6 % übertraf.

Dieses gemischte Signal, schwache Arbeitsplatzschaffung in Verbindung mit sinkender Arbeitslosigkeit und schneller steigenden Löhnen, ließ Bullen Raum, um zu behaupten, der Arbeitsmarkt bleibe widerstandsfähig.

Freizeit- und Gastgewerbe, die größten Stellengewinner, schufen 47.000 Stellen, während das Gesundheitswesen um 21.000 zunahm.

Im Gegensatz dazu sank die Beschäftigung im Einzelhandel um 25.000, und die Regierung schuf nur 2.000 Arbeitsplätze.

Die Breite der Gewinne neigte sich zu defensiven Sektoren und zyklischen Werten, wobei Finanz- und Industriesektoren besser abschneideten.

Auch Small-Cap-Aktien erholten sich, wobei der Russell 2000 an den Gewinnen der Woche teilnahm.

Die Renditen der Staatsanleihen blieben sprunghaft, stiegen aber letztlich nach oben, nachdem sie zunächst aufgrund der schwachen Zahl der Lohnvermögen gefallen waren.

Die 10-Jahres-Rendite stieg auf 4,187 %, während die 2-jährige Rendite um 1 Basispunkt auf 3,505 % stieg, da die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinssenkung Ende Januar auf nur 5 % neu bewerteten, nach 12 % am Freitag.

Der Dollarindex erreichte mit 99,091 ein vierwöchiges Hoch, was das erneute Vertrauen in die Beständigkeit der US-Wirtschaft widerspiegelt.

Fahrer und Aussicht

Zukunftsorientierte Katalysatoren sind die Geldpolitikentscheidung der Federal Reserve vom 28. Januar, die Daten zu Einzelhandelsumsätzen und Inflation der nächsten Woche sowie der Beginn der Ergebnissaison.

Der Markt hat nun eine Wahrscheinlichkeit von 71 % von 50 Basispunkten für die Gesamtzinssenkungen im Jahr 2026 eingepreist, wobei der Zeitpunkt jedoch ungewiss bleibt.

Solange die Fed keinen duivhaften Kurs anzeigt oder die Wirtschaftsdaten sich stark verschlechtern, scheint die Risikobereitschaft eindeutig zugunsten der Aktien zu sein.

Die Gewinne spiegeln einen Markt wider, der sich mit neuer Überzeugung in die erste vollständige Handelswoche 2026 einpendelt: keine bevorstehenden Zinssenkungen, aber auch keine Rezession.

Die Händler werden voraussichtlich nächste Woche die Fed-Redner und regionale Wirtschaftsdaten genau beobachten, um diese These zu testen.