Die Aktie von American Express ist gut positioniert, um Trumps Kreditkartenobergrenze zu überstehen

Die Aktie von American Express ist gut positioniert, um Trumps Kreditkartenobergrenze zu überstehen
Wajeeh Khan
12. Jan. 2026, 17:32 PM
  • Präsident Trump hat eine Obergrenze von 10 % für die Kreditkartenzinssätze signalisiert.
  • Die Änderung der Richtlinie wäre für AMEX nicht besonders bedeutend.
  • Deshalb lohnt sich American Express-Aktien auch 2026 noch zu besitzen.

American Express (NYSE: AXP) sinkt heute Morgen, nachdem Präsident Donald Trump einen einjährigen Zinsstopp für Kreditkartenzinsen angekündigt hat – mit einem Vorschlag für eine 10%ige Obergrenze ab dem 20. Januar.

Die Ankündigung erschütterte die Anleger, da eine derart seismische politische Veränderung die Gewinne der Kartenausgebenden aus revolvierenden Salden – dem lukrativen Anteil der monatlich getragenen Schulden – beeinträchtigen könnte.

Mit Beginn der Erfolgssaison und bevorstehenden Inflationsdaten sind Händler derzeit überempfindlich gegenüber politischen Schlagzeilen.

Dennoch reicht Trumps Social-Media-Beitrag bei weitem nicht aus, um eine sofortige Kürzung der American Express-Aktien zu rechtfertigen, die im Vergleich zu ihrem 52-Wochen-Tief um beeindruckende 55 % gestiegen sind.

Warum Trumps Beitrag für American Express-Aktien keine Bedeutung hat

Die reflexartige Reaktion des Marktes übersieht eine entscheidende Tatsache – Trumps Beitrag wurde auf Truth Social veröffentlicht, nicht in einem formellen politischen Kontext.

Die Umsetzung einer solchen Obergrenze würde Maßnahmen des Kongresses erfordern, und es gibt Grund zu der Annahme, dass die US-Gesetzgeber eine solche politische Änderung nicht billigen würden.

Warum? Denn wenn der Vorschlag des Präsidenten Gesetz werden würde, würden Unternehmen wie American Express einfach die Kreditlinien reduzieren.

Dies wird die Kreditverfügbarkeit verringern und Kreditnehmer im Grunde zu "weniger regulierten – teureren" Alternativen führen, wie die Consumer Bankers Association am Montag in einer Erklärung hervorhob.

Kurz gesagt: Was Trump hier umsetzen will, wird die Amerikaner gefährden – ein ausreichender Grund für den Kongress, seinen Vorschlag abzulehnen.

Was kann man von AXP-Aktien erwarten, falls die Kreditkartenobergrenze Gesetz wird

Die Aktien von American Express bleiben attraktiv positioniert, selbst wenn Trumps Vorschlag Gesetz wird. Warum? Weil sich die in New York ansässige Kanzlei mehr auf wohlhabende Kunden konzentriert.

Während eine Obergrenze von 10 % Banken zerstören kann, sind AMEX-Karteninhaber bei Subprime- oder Revolvierungsgruppen – die hohe Salden zu 25 % Zinsen haben – in erster Linie Transaktoren.

Sie nutzen hauptsächlich Kreditkarten wegen der Belohnungen und Vorteile und zahlen oft vollständig zurück – wodurch AXP viel weniger von hochverzinsten revolvierenden Schulden abhängig ist als Konkurrenten wie Capital One.

Das ist ein Teil des Grundes, warum Wall-Street-Analysten bei American Express so "bullish" bleiben wie eh und je. Die Konsensbewertung für das Fintech bleibt bei "übergewichtet" mit Preiszielen von bis zu 462 US-Dollar.

Beachten Sie, dass AMEX derzeit eine Dividendenrendite von 0,91 % zahlt, was es für einkommensorientierte Investoren noch attraktiver macht.

Was könnte AMEX kurzfristig höher treiben

Über Washingtons Gespräche hinaus starten American Express-Aktien mit "mehreren" strukturellen Rückenwinden ins neue Jahr.

Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank 2026 ihren Leitzins weiter senkt – eine geldpolitische Haltung, die tendenziell Nettozinsmargen unterstützt.

Zudem begünstigt die steilere Zinsstrukturkurve die Kreditgeber, während die Nachfrage nach Konsumentendarlehen trotz Inflationsbedenken widerstandsfähig bleibt.

Auch die Ausgabentrends bleiben stabil, insbesondere bei wohlhabenden Karteninhabern, die das Premium-Geschäftsmodell von AMEX vorantreiben.

Am 30. Januar soll American Express seine Ergebnisse für das vierte Quartal veröffentlichen. Konsens ist, dass es in diesem Quartal 3,55 US-Dollar pro Aktie verdienen wird – ein Anstieg von fast 17 % gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres.

Darüber hinaus nimmt der Kreditkartenspezialist nächsten Monat an der UBS Financial Services Conference teil, die zusammen mit der Ergebnisveröffentlichung den Anlegern mehr Klarheit über das zukünftige Wachstum bieten wird und die Fintech-Aktie kurzfristig deutlich nach oben treiben kann.