3 Gründe, warum Tesla-Aktie (TSLA) vor den Ergebnissen des vierten Quartals ein "Kauf" sein könnte

3 Gründe, warum Tesla-Aktie (TSLA) vor den Ergebnissen des vierten Quartals ein "Kauf" sein könnte
Devesh Kumar
13. Jan. 2026, 17:26 PM
  • Rekordverdächtige Energieeinsätze im vierten Quartal könnten die Margen stützen, selbst wenn die Lieferungen nachlassen.
  • Software-Aufwärtspotenzial durch FSD und Abonnements bleibt eine zentrale Bullen-These vor den Einnahmen.
  • Der Ausfall der Lieferung kann eingepreist sein, was eine Erleichterung ermöglicht, falls Margen oder Zinsen überraschen.

Die Tesla-Aktie (NASDAQ: TSLA) steht am 28. Januar vor einer entscheidenden Bewährungsprobe, wenn das Unternehmen die Ergebnisse des vierten Quartals veröffentlicht und Prognosen liefert, die die Erwartungen für 2026 neu gestalten könnten.

Trotz der jüngsten Lieferschwäche, die die Aktie unter Druck gesetzt hat, könnten konträre Investoren einen überzeugenden Werteintrittspunkt bei Aktien finden, die deutlich unter den Konsenskurszielen gehandelt werden.

Schauen wir uns drei Gründe an, warum die Tesla-Aktie vor den Gewinnen im vierten Quartal ein guter Kauf sein kann:

Margenwiderstandsfähigkeit und Energiepotenzial

Tesla meldete im vierten Quartal 2025 Rekordeinsätze von 14,2 Gigawattstunden, der höchste Quartalswert in der Unternehmensgeschichte, was ein Lichtblick sein könnte, wenn das Unternehmen am 28. Januar die vollständigen Finanzen veröffentlicht.

Während die Fahrzeuglieferungen im Jahresvergleich um 16 % auf 418.227 Einheiten zurückgingen, wächst das Energiegeschäft des Unternehmens mit dreistelligen Raten und könnte den kurzfristigen Druck auf die Automobilmarge ausgleichen.

Darüber hinaus stellen Full Self-Driving-Adoption und Premium-Konnektivitätsabonnements hohe Margen-Software-Einnahmequellen dar, die in den gemeldeten Fahrzeugzahlen nicht vollständig erfasst werden.

Wall-Street-Schätzungen deuten darauf hin, dass der FSD-Softwareumsatz im vierten Quartal auf 2 Milliarden US-Dollar oder mehr steigen könnte, wenn die Take-Rates weiter steigen.

Der Gegenpol ist, dass die Monetarisierung der Autonomie noch in den Anfängen ist und von regulatorischer Genehmigung abhängig ist, die bisher noch nicht in großem Umfang umgesetzt wurde.

Lieferungen im vierten Quartal sind bereits auf Schwäche ausgerechnet

Tesla lieferte im vierten Quartal 418.227 Fahrzeuge aus, etwas unter der vom Unternehmen erstellten Konsensschätzung von 422.850 und deutlich unter der Bloomberg-Schätzung von 440.907.

Doch die Reaktion der Analysten hat sich dahin verschoben, dass das Missglück als "besser als befürchtet" angesehen wird.

Die harte Reaktion der Aktie auf den Lieferbericht Anfang Januar könnte bereits einen Großteil der Abwärtsseite eingepreist haben, insbesondere da das Konsenskurs der Wall Street von etwa 408 $ auf begrenzte zusätzliche Abwärtskurse hindeutet.

Wenn Teslas Bruttomarge im vierten Quartal oder der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) stärker ist als die niedrigen Messlatte der jüngsten Prognosen, oder wenn das Management optimistische Prognosen für 2026 im Zusammenhang mit den Robotaxi-Einsätzen liefert, könnte die Aktie problemlos um 5 bis 10 % steigen.

Der Wedbush-Analyst Daniel Ives beschrieb die Ergebnisse im vierten Quartal als eine Positionierung für Tesla, um "2026 in einer starken Position zu starten", und hob die Energiestärke als wichtigen Rückenwind hervor.

Politische Unterstützung und Steuergutschriften-Rückwindbeseitigung

Der bundesstaatliche Steuergutschrift für Elektrofahrzeuge lief am 30. September 2025 aus, was die Nachfrage im vierten Quartal in den Vereinigten Staaten dämpfte und die Volumina in der gesamten Branche stark belastete.

Allerdings könnten staatliche Rückerstattungsprogramme, insbesondere die aufkommenden kalifornischen Anreizvorschläge, diesen Gegenwind teilweise ausgleichen.

Darüber hinaus könnten unter Trumps Regierung die regulatorischen Wege für die Zulassung des vollen Selbstfahrens beschleunigen, was laut Wedbush die Einführung von Robotaxi in mehr als 30 US-Städten im Jahr 2026 ermöglichen könnte.

Tesla-Aktie: Was Analysten sagen

Die Meinung an der Wall Street bleibt gemischt.

Die Konsensbewertung lautet "Halten", wobei 13 Analysten Tesla mit "Kaufen", 11 mit "Halten" und sieben mit "Verkaufen" bewerten.

Wedbush hält eine "Outperform"-Bewertung mit einem Preisziel von 600 US-Dollar bei, was 36 % Aufwärtspotenzial bedeutet, falls die Monetarisierung von Robotaxi sich beschleunigt.

Im Gegensatz dazu hält UBS eine "Verkaufen"-Bewertung von 247 US-Dollar bei und argumentiert, dass die Aktienkurse zu früh zu viel Autonomie-Optionalität gewähren.

Tesla bietet vor den Gewinnen des vierten Quartals ein risikoreiches, ertragreiches Szenario.

Die positiven Ergebnisse hängen von Margen-Widerstandsfähigkeit, Dienstleistungen und Überperformance im Energieumsatz sowie klaren Leitlinien für 2026 zu Autonomie und Robotik-Skalierung ab.

Die Abwärtsseite bleibt erheblich, wenn die Prognosen enttäuschen oder die Volumentrends weiter nachlassen.