Die ASML-Aktie schlägt heute um über 6 % an: Hier ist, was die Rallye antreibt

Die ASML-Aktie schlägt heute um über 6 % an: Hier ist, was die Rallye antreibt
Devesh Kumar
15. Jan. 2026, 15:34 PM
  • ASML erreichte einen Marktkapitalisierungsmeilenstein von 500 Milliarden US-Dollar, als die Aktie im Amsterdamer Handel einen Rekordwert von 1.167 € erreichte.
  • TSMC steuerte die Investitionskosten 2026 auf 52–56 Milliarden US-Dollar und verstärkte die Nachfrage nach fortschrittlicher Chipkapazität und EUV-Werkzeugen.
  • JPMorgan, Bernstein, RBC und Aletheia erhöhten Ziele und erhöhten ASML aufgrund stärkerer Zykluserwartungen.

Die ASML-Aktie (AMS: ASML) überschritt am Donnerstag einen historischen Marktkapitalisierungsmeilenstein von 500 Milliarden US-Dollar, als eine Welle positiver Katalysatoren durch die Aktien von Halbleitergeräten fegte.

Der niederländische Hersteller von Chipherstellungsgeräten stieg im Amsterdamer Handel über 6 % und erreichte mit 1.167 Euro einen Allzeithöchststand.

Die explosive Rallye der Aktie wurde durch die Blockbuster-Ergebnisse von TSMC und einen aggressiven Investitionsplan ausgelöst, der massive Aufträge für ASMLs lithografische Werkzeuge ankündigt.

TSMCs Investitionsboom: Warum es für ASML-Aktien wichtig ist

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, die einen bedeutenden Teil des ASML-Auftragsportfolios ausmacht, überraschte die Investoren mit einem mutigen Investitionsplan für 2026.

TSMC kündigte an, im nächsten Jahr zwischen 52 und 56 Milliarden US-Dollar auszugeben, ein Anstieg von bis zu 37 % gegenüber den 40,9 Milliarden im Jahr 2025.

Der Wall-Street-Konsens hatte mit etwa 46 bis 50 Milliarden Dollar gerechnet.

Die positive Überraschung ist wichtig, denn TSMC sagt im Grunde, dass es eine anhaltende und starke Nachfrage nach fortschrittlicher Chipfertigungskapazität bis weit ins Jahr 2026 und darüber hinaus erwartet.

TSMC ist der größte Kunde von ASML, und wenn der Chip-Riese in neue Fertigungsanlagen investiert und bestehende modernisiert, kauft er ASMLs Extrem-Ultraviolett-(EUV)-Lithografie-Tools.

Die Maschinen kosten zig Millionen Dollar und sind für die Herstellung der fortschrittlichsten Chips unerlässlich.

Von den von TSMC prognostizierten Investitionen von 52–56 Milliarden US-Dollar werden etwa 70–80 % auf modernste Prozesstechnologien abzielen.

Das bedeutet in den nächsten 12 bis 24 Monaten einen großen Schub an Bestellungen für ASML, da TSMC seine Kapazitäten ausbaut, um die boomende Nachfrage nach künstlichen Intelligenz-Chips von Kunden wie Nvidia und Apple zu bedienen.

Analysten-Upgrades treiben die Bewertung nach oben

Die Wall Street hat es durchgesehen. Am Mittwoch erhöhte JPMorgan sein ASML-Kursziel von 1.275 US-Dollar auf 1.518 US-Dollar, ein Anstieg von 19 %.

Am selben Tag erhöhte Bernstein ASML von "Market Perform" auf "Outperform" und verdoppelte das Ziel fast von 935 $ auf 1.300 € (etwa 1.528 $).

RBC Capital begann die Berichterstattung mit einer "Outperform"-Bewertung und einem Ziel von 1.550 US-Dollar. Aletheia Capital ging noch aggressiver vor, stieg von "Verkaufen" auf "Kaufen" auf und verdoppelte sein Ziel auf 1.500 US-Dollar.

Das sind keine kleinen Anpassungen; es handelt sich um erhebliche Neubewertungen, die die wachsende Überzeugung der Wall Street widerspiegeln, dass ASML in einen mehrjährigen Zyklus erhöhter Gerätenachfrage eintritt.

Die Risiken sind real. Die Ausgaben für Halbleiterausrüstung sind zyklisch, und jede Verlangsamung der KI-Einführung oder ein Rückgang der Kundeninvestitionen könnten den Schwung entgleisen.

Darüber hinaus ist ASML einem Konzentrationsrisiko ausgesetzt, da sein größter Kunde die Bestellpipeline dominiert. Geopolitische Spannungen um Taiwan und China könnten die Aussicht ebenfalls verkomplizieren.

Im April könnte das Technologie-Symposium von TSMC einen weiteren Katalysator liefern, falls das Unternehmen seinen High-NA-EUV-Einführungszeitraum beschleunigt.

Der Splurge von TSMC signalisiert, dass der Halbleiter-Upcycle Fortschritte hat. Für ASML bedeutet das Wachstum der Ordnung und eine Erweiterung der Margen bis weit ins Jahr 2026.