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Die Nvidia-Aktie fällt heute um über 3 %: Deshalb denken Analysten, dass die 'Flitterwochen' der KI vorbei ist

Die Nvidia-Aktie fällt heute um über 3 %: Deshalb denken Analysten, dass die 'Flitterwochen' der KI vorbei ist
Devesh Kumar
20. Jan. 2026, 16:21 PM
  • NVDA fällt um 3 %, da die Zölle aus Grönland riskante Verkäufe auslösen.
  • Analysten warnen, dass das Wachstum der KI-Investitionen 2026 stark abnehmen könnte.
  • Monetarisierungszweifel nehmen zu, da Hyperscaler Milliarden für KI ausgeben.

Die Nvidia-Aktie (NASDAQ: NVDA) fiel am Dienstag um über 3 %, da der Technologiesektor unsicher über Präsident Trumps eskalierende Übernahmeoffensive für Grönland herrschte, was eine breite Risiko-Off-Phase auslöste.

Gleichzeitig warnten einflussreiche Analysten, dass 2026 das Jahr sein könnte, in dem das Wachstum der KI-Infrastrukturausgaben endlich abnimmt, was dazu führt, ob Hyperscaler Hunderte Milliarden an Investitionsausgaben monetarisieren können.

Nvidia-Aktie: Geopolitischer Auslöser und Handelskriegsangst

Der unmittelbare Auslöser ist Trumps Zollerhöhung wegen des Pattes in Grönland.

Ab dem 1. Februar stehen Großbritannien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, Finnland und die Niederlande vor 10 % Zöllen auf alle Exporte in die USA, die bis zum 1. Juni auf 25 % steigen, sofern kein territoriales Abkommen zustande kommt.

Märkte sehen dies anders als bei transaktionalen Handelsstreitigkeiten.

Händler bewerten territoriale Ambitionen, die mit nationaler Sicherheit verbunden sind, als weniger verhandelbar und anfälliger für Eskalationen.

Speziell bei der Nvidia-Aktie ist die Sorge tief.

Der Markt bewertet die Wahrscheinlichkeit neu, dass Trumps aggressive Haltung über Grönland hinausreicht und sich auf umfassendere China-Exportbeschränkungen, Chaos in der Lieferkette und europäische Vergeltungsmaßnahmen erstreckt, die die US-Tech-Margen direkt komprimieren würden.

Nvidia sieht sich bereits bei den Verkäufen in China mit Gegenwinden konfrontiert, und neue Zollunsicherheiten sorgen für Unvorhersehbarkeit in die Prognosen.

Die Herausforderung der strukturellen KI: Wenn die Flitterwochen enden

Die Deutsche Bank-Analysten Adrian Cox und Stefan Abrudan veröffentlichten am Dienstag eine Mitteilung mit dem Titel "Die Flitterwochen ist vorbei für KI", in der sie die Annahme hinter Nvidias Bullen-Fall in Frage stellt.

Die Arbeit besagt, dass 2026 härter wird, weil die Erwartungen mit Lieferengpässen, Infrastrukturbeschränkungen kollidieren und Unternehmen beweisen, dass KI-Investitionen tatsächlich Gewinne steigern.

Die Zahlen offenbaren das eigentliche Problem.

Goldman Sachs prognostiziert, dass das Wachstum der Cloud-Capex im Jahr 2026 auf nur 19–26 % gegenüber 54 % im Jahr 2025 zurückgehen wird, was einer Verlangsamung von 50 bis 65 % entspricht.

Während Hyperscaler für 2026 mit 527 Milliarden Dollar an KI-Investitionskosten rechnen, stößt die Wachstumsrate an eine Grenze.

Amazon und Google ziehen sich am stärksten zurück (etwa 11 % Wachstum), während Meta mit 42 % aggressiv bleibt.

Das ist die Nachfrage, die die Marktbeobachter befürchteten, da das Investitionswachstum sich verlangsamt, ebenso die Nachfrage nach Chips.

Darüber hinaus verfolgt die Frage der Monetarisierung auch die Investoren.

Es wird erwartet, dass OpenAI 2026 17 Milliarden Dollar an Bargeld verbrennt, gegenüber 9 Milliarden Dollar im Jahr 2025, wobei die Verluste bis 2028 andauern, bevor 2030 überhaupt eine Ausgleichschance besteht.

Wenn der größte KI-Kunde ohne klares Geschäftsmodell Geld verbrennt, werden die Fragen danach, ob Capex in proportionalem Umsatzwachstum umgesetzt wird, immer intensiver.

Allerdings präsentieren auch die bullischen Analysten ein starkes Argument.

Chris Caso von Wolfe Research bleibt optimistisch und bemerkt, dass Nvidia mit 23-fachen erwarteten Gewinnen gehandelt wird, gegenüber einem Fünfjahresdurchschnitt von 35-fachen, was auf eine "attraktive" Bewertung mit einem Umsatzanstieg von 40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 durch Blackwell und Rubins fünffache Inferenzsteigerung hindeutet.

Wall Street unterstützt die Nvidia-Aktie, aber strukturelle Investitionsverlangsamung, kombiniert mit geopolitischer Unsicherheit und Zweifeln an der KI-Monetarisierung, deuten darauf hin, dass der Chipriese 2026 vor einer Abrechnung steht.

Für Investoren spiegelt der Ausverkauf am Dienstag eine Reprising wider, einen Test, ob die Investitionen in der KI-Infrastruktur das Wachstum in den aktuellen Bewertungen aufrechterhalten können oder ob 2026 das Jahr wird, in dem ROI-Skepsis einen Neustart erzwingt.