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TotalEnergies sieht vor, dass die EU die Vorschriften für Flugbenzin nach einer Kehrtwende zum Autoverbot lockert

TotalEnergies sieht vor, dass die EU die Vorschriften für Flugbenzin nach einer Kehrtwende zum Autoverbot lockert
Sayantan Sarkar
21. Jan. 2026, 18:45 PM
  • Der CEO von TotalEnergies prognostiziert, dass die EU das Mandat der SAF verwässern wird.
  • Das Unternehmen stoppt SAF-Investitionen wegen geringer Nachfrage über die Einhaltung hinaus.
  • Die hohen Kosten von SAF (3-4x Flugbenzin) schrecken eine breitere Marktakzeptanz ab.

TotalEnergies-CEO Patrick Pouyanne sagte am Mittwoch einen möglichen Rückzug der Europäischen Union bei ihrem Mandat für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) voraus und deutete darauf hin, dass der Block die Anforderung verwässern könnte, was seiner jüngsten Entscheidung ähnelt, das vorgeschlagene Verbot neuer Verbrennungsmotorautos im Jahr 2035 aufzugeben.

Die Europäische Union hat einen bedeutenden Schritt zur Dekarbonisierung des Luftfahrtsektors unternommen, indem sie eine verpflichtende Mischungspflicht für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) eingeführt hat.

Im Rahmen der Initiative "RefuelEU Aviation" hat die EU vorgeschrieben, dass ab dem letzten Jahr mindestens 2 % des an ihren Flughäfen verfügbaren Flugbenzins als SAF benötigt werden müssen.

Das engagierte SAF-Mandat der EU

Diese Anforderung ist nicht statisch, sondern soll im Laufe der Zeit aggressiv zunehmen und spiegelt die Dringlichkeit der Klimakrise und den Bedarf an technologischer Einführung wider.

Konkret wird sich der vorgeschriebene Anteil von SAF bis 2030 mehr als verdreifachen und auf 6 % steigen, was einen wichtigen Meilenstein für die Mittelfrist darstellt.

Die Entwicklung steigt weiter, wobei die Anforderung bis 2035 deutlich 20 % erreichen soll.

Dieser progressive Anstieg soll Investitionen in die SAF-Produktionskapazität antreiben, die Abhängigkeit der Luftfahrtindustrie von fossilen Brennstoffen verringern und einen nachhaltigen Weg für den europäischen Luftverkehr sichern, wodurch die EU als globaler Vorreiter in der Luftfahrtnachhaltigkeitspolitik positioniert wird.

Bei einer Podiumsdiskussion des Weltwirtschaftsforums über saubere Kraftstoffe sagte Pouyanne voraus, dass die europäische SAF-Regulierung denselben Weg wie die Auto-Regulierung einschlagen würde.

Pouyanne setzt auf regulatorische Rückführung

Pouyanne wurde in einem Reuters-Bericht mit den Worten zitiert:

TotalEnergies hat die Produktion von SAF in mehreren seiner Raffinerien etabliert und Pläne für eine weitere Kapazitätserweiterung in diesem Bereich formuliert.

Das Unternehmen hat jedoch kürzlich geplante Investitionen pausiert, die darauf abzielen, diese SAF-Produktionskapazität deutlich zu erhöhen.

Diese Entscheidung beruht auf Marktrückmeldungen, die auf eine mangelnde Nachfrage ihrer Kundenbasis hindeutet, welche Volumina übersteigen, um aktuelle und zukünftige regulatorische Verpflichtungen innerhalb der Europäischen Union zu erfüllen.

Im Wesentlichen scheint die unmittelbare Nachfrage nach SAF eher durch die Einhaltung der EU-Vorgaben als durch eine breite, freiwillige Verlagerung von Kraftstoffen mit geringeren Emissionen durch Fluggesellschaften und andere Kunden zu beruhen.

Preis und Compliance gegenüber Nachfrage

Diese Situation deutet auf eine größere Herausforderung im entstehenden SAF-Markt hin: Der derzeitige Preisaufschlag für SAF, der typischerweise höher ist als der herkömmlichen Flugbenzin, erweist sich als Abschreckung für eine breitere Verbreitung in Ermangelung strenger regulatorischer Anforderungen.

Infolgedessen richtet TotalEnergies seine Investitionsstrategie neu an, um sich an die konservativere Nachfrageaussicht anzupassen, die vor allem durch die EU-Mischmandate und Quoten bestimmt wird, anstatt eine aggressive Marktdurchdringung auf Basis erwarteter freiwilliger Verpflichtungen zu erreichen.

SAF kostet drei- bis viermal so viel wie herkömmlicher ölraffinierter Flugbenzin.

Während Fluggesellschaften unzureichende Produktionsmengen für ihre langsame Einführung von SAF anführen, hat Pouyanne diese Erklärung zurückgewiesen.

Pouyanne erklärte, dass er mit Kunden konfrontiert sei, insbesondere mit seinen Fluggesellschaften in Europa, die eine große Lobbyarbeit unternahmen und ihnen vorwarfen, nicht genug zu investieren – ein Vorwurf, den er als völlig falsch bezeichnete.

Aufgrund der Unsicherheit bezüglich der Vorschriften deutete der CEO an, dass er wahrscheinlich Investitionen in kohlenstoffarme Kraftstoffe reduzieren würde.