Der KI-Boom wird laut Jensen Huang von Nvidia 'sechsstellige Gehälter' für Fachkräfte schaffen

Der KI-Boom wird laut Jensen Huang von Nvidia 'sechsstellige Gehälter' für Fachkräfte schaffen
Sayantan Sarkar
22. Jan. 2026, 15:58 PM
  • Nvidia-CEO Huang prognostiziert "sechsstellige Gehälter" aus dem Ausbau der KI-Infrastruktur.
  • Eine Microsoft-Studie besagt, dass Arbeiterberufe, wie Techniker und Fachkräfte, am widerstandsfähigsten sind.
  • Die Generation Z fühlt sich zunehmend zu Fachkräften hingezogen und macht 2024 fast 25 % der Neueinstellungen in diesem Sektor aus.

Nvidia-CEO Jensen Huang ist der jüngste Technologieführer, der qualifizierte Handwerke gegenüber traditionellen Bürokarrieren bevorzugt und suggeriert, dass der KI-Boom "sechsstellige Gehälter" für die Arbeiter schaffen wird, die die Infrastruktur dafür aufbauen.

Huang, eine führende Persönlichkeit auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am Mittwoch, äußerte laut CNBC Optimismus hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt.

"Dies ist der größte Infrastrukturbau in der Menschheitsgeschichte, der viele Arbeitsplätze schaffen wird", sagte Huang.

Huang stellte außerdem einen "ziemlich deutlichen Boom" in diesem Sektor fest und berichtete, dass sich die Gehälter fast verdoppelt haben.

Er fuhr fort, dass die Personen, die Chip-, Computer- oder KI-Fabriken bauen, "sechsstellige Gehälter" verlangen.

KI-Infrastruktur treibt einen Boom im Bereich der Fachkräfte an

Das Thema Arbeitsplatzverlust durch KI stand diese Woche ein zentraler Fokus auf der WEF.

Dies folgt auf Daten der Beratungsfirma Challenger, Gray und Christmas, die zeigten, dass die Technologie laut ihrem Dezemberbericht mit fast 55.000 Entlassungen in den USA im Jahr 2025 in Verbindung stand.

Im Jahr 2025 führten Unternehmen wie Amazon, Salesforce, Accenture und Lufthansa Entlassungen auf Fortschritte im Bereich KI zurück.

KI beeinflusst den Arbeitsmarkt "wie ein Tsunami", und laut Kristalina Georgieva, der Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds, sind die meisten Länder und Unternehmen darauf nicht vorbereitet.

Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass Automatisierung überproportional körperliche Arbeit betrifft, lieferte eine Microsoft-Studie aus dem Jahr 2025 überraschende Ergebnisse.

Ihre Forschung zeigte, dass Arbeiterjobs tatsächlich am widerstandsfähigsten gegen Automatisierung waren und daher am wenigsten anfällig für Arbeitsplatzverluste und Entlassungen waren.

Die als sicherer eingestuften Rollen waren sehr unterschiedlich und umfassten spezialisierte medizinische Techniker wie Phlebotomisten, verschiedene Fachgewerbe wie Maler und Stuckateure, allgemeine Arbeiter oder Helfer sowie technische Positionen wie Schiffsingenieure.

Dies legt nahe, dass die menschlichen Elemente wie Geschicklichkeit, unvorhersehbare Umgebungen und spezialisierte körperliche Aufgaben in diesen Berufen einen Puffer gegen aktuelle Automatisierungstechnologien bieten.

Die Studie analysierte zwischen Januar und September 2024 200.000 Interaktionen mit Microsoft Bing Copilot und untersuchte, inwieweit Nutzer für die Aufgabenerledigung auf den Chatbot angewiesen waren.

Die Ergebnisse zeigten, dass Fachkräfte, die körperliche Arbeit verrichten, entweder mit Menschen oder Maschinen, am wenigsten von KI-Unterstützung abhängig waren.

Einschreibung in die Berufsausbildung

Roxana Mînzatu, EVP für soziale Rechte und Qualifikationen, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze und Vorbereitung bei der Europäischen Kommission, riet jungen Menschen, eine berufliche Ausbildung zu absolvieren, um Arbeiterjobs zu erhalten.

Sie fügte hinzu, dass sie nach 75.000 beruflich ausgebildeten Personen suchen, darunter Techniker und solche mit unterschiedlichen Abschlüssen.

Sie äußerte ihr Vertrauen in die Fähigkeit der jüngeren Generation, die notwendigen Fähigkeiten zu erwerben, und erklärte: "Ich mache mir nicht so viele Sorgen um die Fähigkeit der jungen Generation, die richtigen Fähigkeiten dafür zu haben", als sie die Sorge ansprach, dass KI Einstiegspositionen ausschließen und somit den Einstieg in den Arbeitsmarkt erschweren könnte.

Die Generation Z (Personen, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden) fühlt sich laut Bericht zunehmend zu Arbeiterberufen hingezogen, vor allem aufgrund der steigenden Kosten für den Bachelorabschluss in den Vereinigten Staaten.

Während die Generation Z im ersten Quartal 2024 laut Arbeitsministerium 18 % der Arbeitskräfte ausmachte, stellten sie im selben Jahr laut Daten von Gusto einen unverhältnismäßig großen Anteil – fast 25 % – der Neueinstellungen im Fachhandwerk.