AMD-Aktie steigt 10 % nach Meta unterzeichnet KI‑Chip‑Megadeal über 60 Mrd. Dollar

AMD-Aktie steigt 10 % nach Meta unterzeichnet KI‑Chip‑Megadeal über 60 Mrd. Dollar
Devesh Kumar
24. Feb. 2026, 15:41 PM

Advanced Micro Devices (NASDAQ: AMD-Aktie) stieg am Dienstag um mehr als 10 % nachdem der Chiphersteller eine massive, mehrjährige Vereinbarung geschlossen hatte, Meta Platforms mit Chips für künstliche Intelligenz zu beliefern.

Die Vereinbarung hat einen Wert von bis zu 60 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre.

Die Ankündigung untermauert AMDs Bestreben, ein in großem Maßstab verfügbarer alternativer Anbieter von KI‑Rechenleistung zu werden — also der GPUs und Systeme, die große Sprachmodelle antreiben.

Sie signalisiert auch Metas zunehmende Dringlichkeit, Kapazitäten zu sichern, selbst während das Unternehmen weiterhin stark bei Nvidia einkauft.

Was im Meta-Deal steckt

AMD und Meta erklärten, sie hätten eine „definitive, mehrjährige und mehrere Generationen umfassende“ Partnerschaft vereinbart, um bis zu 6 Gigawatt AMD Instinct GPUs in Metas KI‑Infrastruktur der nächsten Generation einzusetzen.

Die erste Implementierung wird eine kundenspezifische AMD Instinct GPU auf Basis der MI450‑Architektur nutzen, wobei die Auslieferungen für das erste Gigawatt in der zweiten Hälfte 2026 beginnen sollen.

AMD erklärte, der anfängliche Aufbau beinhalte außerdem seine EPYC‑CPUs der 6. Generation mit dem Codenamen „Venice“, die ROCm‑Software auf der AMD‑Helios Rack‑Scale‑Architektur ausführen.

In ihrer Unternehmenskommunikation griffen beide CEOs das Thema „Skalierung und Diversifikation“ auf.

AMD‑CEO Lisa Su sagte, die Partnerschaft „stellt AMD ins Zentrum des globalen KI‑Aufbaus“, während Meta‑CEO Mark Zuckerberg sie als „einen wichtigen Schritt für Meta, da wir unsere Rechenkapazitäten diversifizieren“ bezeichnete.

AMD‑Finanzchefin Jean Hu sagte, AMD erwarte, dass die Partnerschaft „einen erheblichen mehrjährigen Umsatzanstieg“ bewirken und sich positiv auf das non‑GAAP‑EPS auswirken werde.

Das ungewöhnlichste Element ist der Aktienanreiz.

AMD erklärte, es habe Meta einen leistungsabhängigen Warrant für bis zu 160 Millionen AMD‑Aktien ausgestellt, dessen Vesting an Liefermeilensteine gebunden ist, während Metas Käufe vom anfänglichen 1 Gigawatt auf 6 Gigawatt skalieren.

Der Warrant hat einen Ausübungspreis von 0,01 US‑Dollar pro Aktie und könnte Meta den Erwerb von bis zu 10 % an AMD ermöglichen.

Das Vesting ist an steigende Aktienkursziele bis zu 600 US‑Dollar sowie an technische und kommerzielle Meilensteine gekoppelt.

AMD-Aktie: Von Warrants befeuerter KI‑Wettlauf

Diese Struktur beginnt wie eine Vorlage für AMDs KI‑Dealmaking auszusehen.

Im Oktober 2025 kündigte AMD eine ähnliche 6‑Gigawatt‑Vereinbarung mit OpenAI an, inklusive eines Warrants für bis zu 160 Millionen Aktien, der in Tranchen freigegeben wird und an Einsatzmeilensteine sowie Kursziele gebunden ist.

Damals beschrieb Barclays‑Analyst Tom O’Malley die Partnerschaft mit OpenAI als „so gestaltet, dass sie für beide Seiten vorteilhaft ist … und gezielt den Aktienkurs nach oben treibt.“

Metas Schritt steht außerdem neben seiner anhaltenden Abhängigkeit von Nvidia.

Nvidia hat kürzlich einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben, um Meta „Millionen“ von KI‑Chips zu verkaufen, einschließlich zukünftiger Produkte, was unterstreicht, dass Meta bewusst mehr als einen Lieferanten einplant, statt auf einen einzigen Anbieter zu setzen.

Für die Aktie war die unmittelbare Marktreaktion eindeutig: Investoren begrüßten eine langfristige Umsatzverpflichtung mit einem eingebetteten Performance‑Anreiz.