Trumps Rede zur Lage der Nation: Was zu erwarten ist

Trumps Rede zur Lage der Nation: Was zu erwarten ist
Devesh Kumar
24. Feb. 2026, 21:44 PM

Präsident Donald Trump hält am Dienstagabend seine erste Rede zur Lage der Nation seiner zweiten Amtszeit, während Washington noch eine umfassende Neuausrichtung der Handelspolitik und ein volatileres globales Umfeld verarbeitet.

Tage nachdem der Oberste Gerichtshof den Großteil seiner weitreichenden Notfallzölle aufgehoben hatte, wird erwartet, dass Trump die Rede nutzen wird, um zu argumentieren, das Land sei stärker, härter und wieder siegreich, und zugleich die Grundlagen für das Weitere zu legen. ​

Für Märkte und Wähler gleichermaßen ist die unterschwellige Frage einfach: Wohin steuert er von hier aus?

Die Wirtschaft: Eine Prahlerei mit Sternchen

Trump wird wahrscheinlich Arbeitsplätze, Investitionen und die Vorstellung hervorheben, dass das US-Wachstum robust bleibt, obwohl viele Haushalte nach wie vor durch die Preise unter Druck stehen.

Er wird nahezu sicher versuchen, die Wirtschaft als Beweis dafür darzustellen, dass sein Politikmix funktioniert, und dass verbleibende Härten die Nachwirkungen früherer Jahre seien.

Das Risiko für das Weiße Haus ist, dass der Ton der Rede zu jubilierend klingt, während die Wähler weiterhin auf Erschwinglichkeit achten; sie könnte dann als weltfremd statt als souverän wahrgenommen werden.

Zölle: Der Elefant im Raum

Der Handel wird der heikelste Teil des Abends sein, weil sich der rechtliche Boden unter Trumps charakteristischem Instrument verschoben hat.

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, seine Befugnis einzuschränken, unter Notstandsbefugnissen weitreichende Zölle zu verhängen, war ein klarer Rückschlag, und es wird erwartet, dass Trump sie angreift.

Komplizierend für die Außendarstellung, trat kurz nach Mitternacht am Dienstag ein neuer globaler 10%-Zoll in Kraft, was bedeutet, dass die Rede vor dem Hintergrund stattfinden wird, dass Unternehmen und Handelspartner bereits die Kosten neu kalkulieren.

Er könnte den Moment auch nutzen, um alternative Wege zu Zöllen anzudeuten.

Das Weiße Haus erwägt nach dem Gerichtsurteil neue Zölle mit Bezug auf die „nationale Sicherheit“, wodurch Anleger auf eine zweite Welle politischer Überraschungen vorbereitet bleiben, selbst wenn der ursprüngliche rechtliche Weg eingeschränkt ist.​

Einwanderung: Bekannte Botschaften, höhere Einsätze

Erwarten Sie, dass Trump zu seinem zuverlässigsten politischen Drehbuch zurückkehrt: Grenzsicherheit, Durchsetzung und sehr konkrete Anekdoten, die das Thema greifbar machen sollen.

Bei der Einwanderung ist seine Rhetorik meist am diszipliniertesten: kurze, wiederholbare Sätze, die sich für Ausschnitte und Wahlwerbung eignen.

Was diesmal anders ist, ist der politische Kontext: Da politische Kehrtwendungen bereits ein Marktfaktor sind, wird das Weiße Haus Kontrolle statt Chaos ausstrahlen wollen.

Iran und nationale Sicherheit: Druck ohne Details

Die Außenpolitik wird sich wahrscheinlich um Abschreckung und Hebelwirkung drehen, insbesondere gegenüber Iran.

Trump sagte kürzlich, er erwäge einen begrenzten Militärschlag gegen Iran, bot aber wenige Details.

Berichten zufolge näherte sich ein zweiter US-Flugzeugträger der Region, während Trump vor „schlechten Dingen“ warnte, falls Iran kein Abkommen schließe.

Wenn Trump Iran anspricht, ist zu beobachten, ob er die Schwelle für ein Eingreifen präzisiert oder sie absichtlich vage lässt, um den Druck zu maximieren.

Was Reden zur Lage der Nation selten tun, ist, Meinungen über Nacht zu ändern.

Was sie oft tun, ist Prioritäten offenlegen, und diese Rede sollte zeigen, wie Trump plant, durch eine nach dem Gerichtsurteil veränderte Zolllandschaft zu navigieren, während er versucht, seine Basis zu mobilisieren und Anleger rätseln zu lassen.