Palantir-Aktie seit Jahresbeginn 20 % im Minus: Analysten erwarten Kehrtwende

Palantir-Aktie seit Jahresbeginn 20 % im Minus: Analysten erwarten Kehrtwende
Utkarsh Roshan
27. Feb. 2026, 19:07 PM

Die Aktien von Palantir Technologies stiegen im morgendlichen Handel nach einer neuen Runde positiver Analystenkommentare, gaben jedoch bis zur Mittagszeit einen Großteil ihrer frühen Gewinne wieder ab, als breitere Marktschwäche einsetzte.

Zum Zeitpunkt der Niederschrift am Freitag lag die Palantir-Aktie rund 0,6 % im Minus. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 20 % im Minus.

Der breitere Markt stand unter Druck, wobei der Dow Jones Industrial Average um 535 Punkte bzw. 1,1 % fiel.

Der S&P 500 fiel um 0,6 %, während der Nasdaq Composite um 0,9 % nachgab.

Alle drei großen Indizes stehen im Februar im Minus, was auf wachsende Anlegerängste hinsichtlich der wirtschaftlichen und branchenspezifischen Auswirkungen der künstlichen Intelligenz hindeutet.

Rosenblatt beginnt Coverage mit Kaufempfehlung

Rosenblatt Securities nahm die Coverage für Palantir mit einer Kaufempfehlung ("Buy") und einem Kursziel von 150 US-Dollar auf.

Das Unternehmen beschrieb Palantir als marktdisruptiven KI-Softwareführer mit einer ausgeprägten Wettbewerbsposition.

Rosenblatt nannte eine nachhaltige Wachstumsdynamik und einen operativen Hebel als wesentliche Faktoren, die seinen positiven Ausblick stützen.

Der Analyst verwies auf ein Umsatzwachstum von 56 % in den letzten 12 Monaten und eine Bruttogewinnmarge von 82 % als Beleg für starke Fundamentaldaten.

Die Palantir-Aktie ist seit ihrem Höchststand im Oktober um rund 33 % gefallen, und Rosenblatt sagte, das aktuelle Niveau stelle einen attraktiven Einstiegspunkt dar.

UBS-Upgrade hebt „führende Wachstumsstory“ hervor

Separat stufte UBS Palantir von "Neutral" auf "Buy" hoch und argumentierte, dass der jüngste Rückgang um 30 % vom Höchststand eine überzeugende Gelegenheit geschaffen habe.

„Wir empfehlen Anlegern, diese -35%-Bewegung vom Höchststand für die führende Wachstumsstory im Softwarebereich zu nutzen und in ein Unternehmen zu investieren, das im Schnittpunkt der beiden stärksten Ausgabetrends steht – KI und Data“, schrieben die Analysten unter der Leitung von Karl Keirstead.

Das Unternehmen sagte, Palantir werde nun mit dem 50-Fachen seiner geschätzten freien Cashflows für 2027 gehandelt, was es angesichts seiner Projektion von 70 % Umsatzwachstum in 2026 und stabilen Margen im mittleren 50%-Bereich als attraktiv erachte.

UBS verwies zudem auf anhaltend starke Nachfragesignale und stellte fest, dass Abfragen bei Partnern und Kunden darauf hindeuten, dass Unternehmen die KI-Einführung beschleunigen.

Eine zentrale Debatte unter Anlegern betrifft die Nachhaltigkeit des über 50 % liegenden Wachstums von Palantir und die Frage, ob der Wettbewerb durch Hyperscaler, Databricks oder Anbieter von KI-Modellen zunehmen könnte.

UBS erklärte, seine jüngsten Abfragen hätten „keine nennenswerte aufkommende Konkurrenz“ ergeben, was darauf hindeute, dass Palantirs Positionierung vorerst intakt bleibe.

Die positiven Einschätzungen folgen einer ähnlichen Heraufstufung in der vergangenen Woche durch Mizuho Securities.

Mizuho sieht verbessertes Chance-Risiko-Verhältnis

In einer Research-Notiz stufte Mizuho-Analyst Gregg Moskowitz Palantir von "Neutral" auf "Outperform" hoch und setzte ein Kursziel von 195 US-Dollar.

„Monatelang hatten wir die Sorge geäußert, dass PLTR-Aktien irgendwann plötzlich einer bedeutenden Multiplen-Umkehrung unterliegen könnten“, schrieb Moskowitz.

Er sagte, der jüngste Rückgang habe das Bewertungsrisiko reduziert und das Chance-Risiko-Profil der Aktie verbessert.

Laut Moskowitz platziere die Kombination aus Umsatzwachstum und Margenausweitung Palantir „in einer eigenen Kategorie“ im Softwaresektor.

Trotz der Welle von Heraufstufungen blieben die Gewinne von Palantir begrenzt, da der breitere Markt weiterhin unter Druck stand.

Der Februar war von Volatilität geprägt, insbesondere bei Technologie- und Softwareaktien, da Anleger die langfristigen wirtschaftlichen Implikationen der KI-getriebenen Disruption abwägen.