Palantir-Aktie steigt um 6 % im US‑Iran-Konflikt: kaufen, verkaufen oder halten?

Palantir-Aktie steigt um 6 % im US‑Iran-Konflikt: kaufen, verkaufen oder halten?
Utkarsh Roshan
02. März 2026, 17:50 PM

Die Aktien von Palantir Technologies kletterten am Montag, da Verteidigungswerte im Zuge der sich zuspitzenden Spannungen im Zusammenhang mit dem US‑Iran-Konflikt zulegten.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte die Palantir‑Aktie rund 6 % höher bei einem Kurs von 145 $.

Der breitere Verteidigungssektor zog an, nachdem israelische Streitkräfte und Hisbollah‑Kämpfer im Libanon Raketen abgefeuert hatten und das US‑Militär ankündigte, zusätzliche Truppen in den Nahen Osten zu entsenden.

Die Aussicht auf einen länger andauernden Konflikt beflügelte traditionelle Rüstungsunternehmen wie Lockheed Martin und RTX.

Palantir, das staatlichen Kunden Datenanalyse‑Tools für Nachrichtengewinnung, Überwachung, Anti‑Terror‑Einsätze und militärische Zwecke bereitstellt, profitierte von der Verschiebung der Anlegerstimmung hin zu verteidigungsnahen Werten.

Das Unternehmen setzt einen bedeutenden Teil der künstlichen Intelligenz im Pentagon um.

Im vergangenen Jahr sicherte sich Palantir einen Vertrag mit der US‑Army über 10 Milliarden US‑Dollar, der 75 Verträge zu einer einzigen Vereinbarung konsolidierte, sowie einen 448‑Millionen‑Dollar‑Vertrag mit der Navy.

Die Kursbewegung spiegelt eine ähnliche Reaktion zu Beginn des Jahres wider, als die Aktien nach dem US‑Einsatz in Venezuela im Januar und dem Sturz des Staatschefs Nicolás Maduro sprangen, obwohl diese Rallye sich als kurzlebig erwies.

Doppelte Ausrichtung auf Verteidigung und KI

Palantir nimmt eine einzigartige Marktposition ein, indem das Unternehmen sowohl als Rüstungsauftragnehmer als auch als Profiteur des Booms der künstlichen Intelligenz fungiert.

Neben seinen auf Regierungen ausgerichteten Geschäften expandiert das Unternehmen in den US‑kommerziellen Sektor und nutzt generative KI, um in Branchen wie Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen Wachstum zu antreiben.

Diese doppelte Ausrichtung könnte gegenüber großen Technologie‑Konkur­renten in Zeiten geopolitischer Instabilität einen Vorteil bieten, da Anleger Unternehmen mit Verteidigungsbezug suchen, während sie gleichzeitig an KI‑getriebenem Wachstum partizipieren wollen.

Rosenblatt nimmt Coverage mit Buy auf

Letzte Woche nahm Rosenblatt Securities die Coverage für Palantir mit einer Buy‑Einschätzung und einem Kursziel von 150 $ auf .

Das Unternehmen beschrieb Palantir als einen marktverändernden Anbieter von KI‑Software mit einer ausgeprägten Wettbewerbsposition.

Rosenblatt nannte eine nachhaltige Wachstumsentwicklung und operativen Hebel als wesentliche Gründe für seine positive Einschätzung.

Der Analyst hob ein Umsatzwachstum von 56 % in den vergangenen 12 Monaten und eine Bruttogewinnmarge von 82 % als Indikatoren für solide Fundamentaldaten hervor.

Da die Aktien deutlich von ihrem Oktoberhoch abgesackt sind, bezeichnete Rosenblatt das aktuelle Niveau als einen attraktiven Einstiegspunkt.

UBS sieht nach Rücksetzer attraktive Chance

Separat wertete UBS Palantir von Neutral auf Buy hoch und argumentierte, dass der jüngste Rücksetzer vom Hoch eine überzeugende Gelegenheit darstelle.

„Wir empfehlen Anlegern, diesen Rückgang vom Hoch zu nutzen für die führende Wachstumsstory im Softwarebereich und ein Unternehmen, das am Schnittpunkt der beiden stärksten Ausgaben‑Trends steht – KI und Daten“, schrieben die von Karl Keirstead geleiteten Analysten in einer Notiz vergangene Woche.

UBS erklärte, Palantir werde zu ungefähr dem 50‑fachen seiner Free‑Cash‑Flow‑Schätzungen für 2027 gehandelt, eine Bewertung, die man angesichts der Projektion eines Umsatzwachstums von 70 % für 2026 und stabiler Margen im mittleren 50‑%‑Bereich als attraktiv erachte.

Das Unternehmen verwies zudem auf weiterhin starke Nachfragesignale.

Auf Basis von Prüfungen bei Partnern und Kunden sagte UBS, Unternehmen beschleunigten die Einführung von KI, und man habe „keine nennenswerte aufkommende Konkurrenz“ identifiziert.

Da sich geopolitische Spannungen und KI‑getriebene Ausgabentrends überschneiden, wird Palantirs Fähigkeit, rasantes Wachstum aufrechtzuerhalten und gleichzeitig von Verteidigungsnachfrage zu profitieren, in den kommenden Monaten voraussichtlich ein zentraler Fokus für Anleger bleiben.