AMD-Aktie fällt um 5 %: Ist das der Einstiegspunkt, von dem UBS spricht?

AMD-Aktie fällt um 5 %: Ist das der Einstiegspunkt, von dem UBS spricht?
Devesh Kumar
03. März 2026, 17:33 PM

Advanced Micro Devices (NASDAQ: AMD stock) fiel am Dienstag um rund 5 % und setzte damit eine schwierige Phase fort, die den Großteil der Rallye des Chipherstellers nach 2025 ausgelöscht hat.

UBS stuft die Aktie weiterhin mit "Buy" ein und sieht den eigentlichen Wendepunkt erst in der zweiten Hälfte 2026, doch der Ausverkauf zeigt, dass Anleger sich über die kurzfristige Nachfrage weiterhin unsicher sind.

Zudem beobachten Anleger angesichts des anhaltenden US-Iran-Konflikts genau, inwiefern AMDs KI-Potenzial geopolitischen Risiken ausgesetzt ist.

Warum fällt die AMD‑Aktie wieder?

Ein Druckfaktor ist schlicht die Stimmung im Sektor.

Chips-Aktien waren seit der Berichtssaison volatil, wobei Anleger je nach Risikoneigung, Zöllen und der Frage, ob die Ausgaben der Big Tech sich in sichtbare Erträge auszahlen, zwischen "KI-Gewinnern" hin- und herrotieren.

Der zweite Druckfaktor ist China, und er ist neuerdings konkreter geworden.

US-Beamte erwägen Obergrenzen, die begrenzen würden, wie viele Nvidia H200-Chips an einen einzelnen chinesischen Kunden exportiert werden dürfen – etwa 75.000 pro Käufer – und weisen darauf hin, dass ähnliche MI325-Chips von AMD ebenfalls auf diese pro-Kunden-Obergrenze angerechnet würden.

Würde das umgesetzt, wäre das kein generelles Verbot, aber es würde faktisch eine Obergrenze dafür setzen, wie groß ein einzelner KI‑Deal in China werden kann, und Märkte mögen keine Umsatzobergrenzen, die sie nicht modellieren können.

Der dritte Druckpunkt ist das Vertrauen nach dem Ausverkauf im Februar nach den Quartalszahlen.

Die AMD-Aktie stürzte nach den Zahlen um mehr als 17 % ab, obwohl CEO Lisa Su gegenüber CNBC sagte, die Nachfrage sei „on fire“, und das unterstreicht, wie sensibel Anleger auf jeden Hinweis reagieren, dass AMDs KI‑Hochlauf nicht den Nvidia‑artigen Erwartungen entspricht.

Die Prognose von AMD wies außerdem auf einen „unerwarteten Schub" durch KI‑Chipverkäufe nach China hin, was Fragen zur zugrunde liegenden Nachfrage aufwarf, sobald dieser Einmaleffekt nachlässt.

In der Gesamtschau wirkt der Rückgang am Dienstag also weniger wie „etwas ist kaputt gegangen“ und mehr wie „die Messlatte ist hoch, der Markt ist nervös und die China-Regeln könnten sich erneut ändern“.

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UBS sagt "Buy": Die These dahinter

UBS-Analyst Timothy Arcuri ist eine der konstruktiveren Stimmen zu AMD.

Ende Januar bestätigte UBS das "Buy"-Rating und hob das Kursziel von $300 auf $330 an.

UBS hat jedoch auch gezeigt, dass es bereit ist, Zahlen anzupassen, wenn sich Produkt-Timing und Mix entwickeln: Die Analysten senkten später ihr Ziel auf $310, behielten dabei aber das "Buy"-Rating und nannten Ausgleichsfaktoren wie eine Kürzung der Gaming‑Prognose für 2026, während die langfristige KI‑Geschichte intakt bleibt.

Das Kernargument von UBS betrifft das Timing.

UBS erwartet, dass sich die nächste echte Chance für eine nennenswerte Aufwärtsüberraschung bei AMD möglicherweise erst später im Jahr 2026 ergibt, wenn die MI455x‑Chips im vierten Quartal deutlich hochgefahren werden.

UBS sagte außerdem, man sehe einen "klaren Weg" zu einem Ergebnis je Aktie von über $11 in 2027 und $15 in 2028: Zahlen, die nur aufgehen, wenn AMDs KI‑Beschleuniger über Pilotprojekte hinaus in eine breite Umsetzung skaliert werden.