S&P- und Dow-Futures im Plus, Öl fällt nach Trumps Hinweis auf Ende des Iran-Konflikts

S&P- und Dow-Futures im Plus, Öl fällt nach Trumps Hinweis auf Ende des Iran-Konflikts
Ananthu C U
10. März 2026, 13:04 PM
  • US-Futures steigen, da Öl fällt in der Hoffnung, der Iran-Konflikt könnte enden.
  • Brent und WTI geben nach, nachdem Trump auf ein baldiges Ende des Krieges hingewiesen hat.
  • Reise- und Kryptowerte legen zu, während Energiewerte nachgeben.

Die Futures auf US-Aktienindizes notierten am Dienstag im Plus, da die Ölpreise nachgaben und Anleger auf Anzeichen reagierten, dass der Konflikt mit Iran einem Ende näherkommen könnte.

Die Erholung folgte auf Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, die darauf hindeuteten, dass die Militäroperation schneller voranschreite als erwartet und einige Befürchtungen über anhaltende Störungen der weltweiten Energieversorgung linderten.

Die auf den Dow Jones Industrial Average bezogenen Futures gewannen rund 17 Punkte bzw. etwa 0,03%, während S&P-500-Futures um 0,02% zulegten.

Nasdaq-100-Futures stiegen um etwa 0,07%, da Anleger vorsichtig zu risikoreicheren Anlagen zurückkehrten.

Die Marktrichtung blieb eng mit den Entwicklungen in den Energiemärkten verknüpft, nachdem die Ölpreise in den vergangenen Sitzungen stark angezogen hatten, weil Befürchtungen bestanden, der Nahostkonflikt könne die globale Versorgung stören.

Ölpreise fallen nach Trumps Äußerungen zum Iran-Konflikt

Die Ölpreise gaben am Dienstag nach, nachdem der Handel am Vortag volatil gewesen war.

Futures für West Texas Intermediate fielen um etwa 6,8% auf rund 88,43 $ pro Barrel, während Brent-Rohöl um 7,5% auf etwa 91,5 $ pro Barrel nachgab.

Die Preise waren zuvor nahe 120 $ pro Barrel gestiegen, da Befürchtungen zunahmen, dass Störungen bei Durchfahrten durch die Straße von Hormus, einer wichtigen Route für den weltweiten Energiefluss, auftreten könnten.

Der Rückgang folgte auf Kommentare von Präsident Trump, die darauf hindeuteten, dass der Konflikt früher enden könnte als anfänglich erwartet.

„Wir erzielen erhebliche Fortschritte bei der Erreichung unseres militärischen Ziels“, sagte Trump und bekräftigte frühere Äußerungen, dass die Militäroperation bald abgeschlossen sein könne.

Bei einer Pressekonferenz betonte der Präsident außerdem die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Energieversorgung.

„Wir konzentrieren uns auch darauf, Energie und Öl für die Welt fließen zu lassen.“

Die Märkte waren bereits am späten Montag gestiegen, nachdem Trump gegenüber CBS News gesagt hatte: „Der Krieg ist so gut wie vollständig beendet.“

Der Präsident erklärte zudem, dass die Vereinigten Staaten „weit“ vor dem zuvor genannten Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen lägen.

Anleger beobachten Energiemärkte und Inflationsrisiken

Trotz der Erholung der Aktien bleibt die Unsicherheit über die Energiemärkte ein prägender Faktor für die Anlegerstimmung.

Iran hat angekündigt, seine Ölsperre in der Region fortzusetzen, während Energieproduzenten im gesamten Nahen Osten die Produktion noch nicht vollständig wieder aufgenommen haben. Die Transportkosten dürften ebenfalls für einige Zeit erhöht bleiben.

Die Energieminister der G7 werden planmäßig virtuell zusammenkommen, um die Möglichkeit der Freigabe strategischer Ölreserven zur Stabilisierung der Märkte zu erörtern.

Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, erklärte, der Konflikt schaffe „erhebliche und wachsende Risiken für den Markt“ und wies darauf hin, dass Optionen einschließlich der Freigabe von Notölreserven diskutiert worden seien.

Experten warnten, dass die Ölmärkte weiterhin empfindlich auf weitere Störungen reagieren könnten.

Amin Nasser, Chief Executive von Saudi-Ölriese Aramco, warnte ebenfalls vor „katastrophalen Folgen für den weltweiten Ölmarkt.“

Reiseaktien erholen sich, Energiewerte geben nach

Sinkende Ölpreise unterstützten Sektoren, die zuvor durch steigende Treibstoffkosten unter Druck geraten waren.

Fluggesellschaftsaktien wie American Airlines und Delta Air Lines legten im vorbörslichen Handel zu.

Energieunternehmen hingegen gaben nach, als die Rohölpreise fielen.

Die Aktien von Occidental Petroleum fielen um rund 3,4%, während Exxon Mobil und ConocoPhillips leicht tiefer handelten.

Technologiewerte zeigten weiterhin Widerstandskraft und trugen dazu bei, die Verluste am breiteren Markt während der jüngsten Volatilität zu begrenzen.

Nvidia verlor etwa 0,2%, während Speicherfirmen SanDisk und Western Digital um rund 1% zulegten.

Hewlett Packard Enterprise gewann hinzu, nachdem das Unternehmen einen für das zweite Quartal über den Erwartungen liegenden Umsatz prognostiziert hatte.

Das Unternehmenssoftwareunternehmen Oracle legte ebenfalls um rund 1% zu, vor den nach Börsenschluss anstehenden Zahlen.

Kryptowährungsnahe Aktien zogen ebenfalls an.

Strategy und Coinbase stiegen jeweils um etwa 2% und folgten damit einem rund 4%igen Anstieg von Bitcoin.

Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf die später in dieser Woche anstehenden Inflationsdaten, die weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve liefern könnten, da die Volatilität der Energiepreise weiterhin den Konjunkturausblick beeinflusst.