Ist der jüngste AMD-Aktienrückgang Warnsignal oder Kaufchance?

Ist der jüngste AMD-Aktienrückgang Warnsignal oder Kaufchance?
Devesh Kumar
13. März 2026, 19:11 PM
  • AMD-Aktie fällt, da der Ölpreisanstieg und geopolitische Spannungen die Stimmung bei Technologieaktien belasten.
  • Ängste vor Exportkontrollen für KI-Chips setzen AMD- und Nvidia-Aktien unter Druck.
  • Analysten sehen weiterhin Aufwärtspotenzial mit einem Buy-Konsens und einem Kursziel von 265 $.

Advanced Micro Devices (NASDAQ: AMD) sackte am Freitagnachmittag um fast 2 % ab und verlängerte damit eine schwache Phase für Halbleiterwerte vor dem Hintergrund einer vorsichtigen Marktstimmung.

Obwohl die breiteren Indizes heute stabil blieben, wägen Anleger Ölpreise, geopolitische Spannungen und erneute Sorgen über Exporte von KI-Chips ab.

Der Rücksetzer der AMD-Aktie am Freitag ergänzte den Rückgang vom Donnerstag, als AMD mit einem Minus von 3,46 % bei 197,74 $ schloss und die Aktie damit anfällig für weitere Risikoverkäufe vor dem Wochenende wurde.

Ölschock und Marktstimmung

Der größte Stimmungsdämpfer am Freitag war Rohöl, das weiterhin nahe den Niveaus notierte, die die Wall Street die ganze Woche verunsichert hatten.

Brent notierte am Freitag über 101 $ pro Barrel, während West Texas Intermediate auf rund 96,30 $ stieg, nachdem der Iran die Angriffe in der Straße von Hormus intensivierte und die USA die Entsendung von Kriegsschiffen und zusätzlichen Marines in die Region vorbereiteten.

Obwohl das Öl kurzzeitig nachgab, nachdem Washington Ländern erlaubt hatte, sanktioniertes russisches Öl zu kaufen, das sich bereits auf dem Transportweg befand, blieben die Preise hoch genug, um Anleger nervös zu halten.

Dieses Umfeld war besonders schwierig für Chip-Aktien, die oft zu den Ersten gehören, die verkauft werden, wenn Anleger Risikoanlagen meiden.

AMD, bereits durch zuvor geäußerte unternehmensspezifische Bedenken unter Druck, wurde an diesem Freitag von dieser breiteren Bewegung erfasst.

AMD-Aktie: Warnsignal oder Kaufchance?

Abseits des makroökonomischen Ausverkaufs kämpft AMD weiterhin mit Sorgen, die sein KI-Geschäft und die Wachstumsaussichten direkt betreffen.

Die Aktien von Chip-Giganten wie AMD und Nvidia gerieten unter Druck, nachdem Berichte erschienen, wonach US-Beamte breitere Exportkontrollen für KI-Beschleuniger in Erwägung ziehen.

Der Plan könnte vorsehen, für alle derartigen Lieferungen Lizenzen zu verlangen, anstatt die Beschränkungen auf eine engere Liste von Ländern zu begrenzen.

Das ist relevant, weil sich AMD mitten in einer aggressiven Offensive befindet, den Verkauf seiner MI-Serie von KI-Prozessoren auszuweiten.

Trotz der breiteren Gegenwinde bleiben Analysten gegenüber der AMD-Aktie recht optimistisch.

Die Analystenübersicht von Public.com zeigt, dass AMD von 34 Analysten eine Konsens-Buy-Einstufung erhält, wobei 41 % als Strong Buy, 38 % als Buy und 21 % als Hold eingestuft sind.

Dasselbe Datenset setzt das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel bei etwa 265,18 $, was impliziert, dass Analysten gegenüber den jüngsten Kursniveaus weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial sehen.

Unter den einzelnen Instituten bekräftigte Wells Fargo im Januar ein Overweight-Rating und ein Kursziel von 345 $, wobei auf AMDs CPU-Führerschaft und die Roadmap für KI-Produkte verwiesen wurde.

Im Gegensatz dazu blieb Goldman Sachs mit einem Kursziel von 210 $ bei Neutral, während RBC Capital eine Sector-Perform-Einstufung und ein Kursziel von 230 $ beibehielt.

Dennoch ist der Optimismus nicht mehr uneingeschränkt.

Die Aktie bleibt unter Druck, insbesondere nach den jüngsten Quartalsergebnissen, da einige Investoren und Analysten Bedenken hinsichtlich der Aussichten von AMD äußerten.

Die Analysten verwiesen auf einen sequenziellen Umsatzrückgang und hoben hervor, wie schwierig es für AMD sein werde, den Rückstand gegenüber Nvidia bei KI-Chips zu schließen.