Nvidia-Aktie heute im Minus: Was beim GTC zu erwarten ist

Nvidia-Aktie heute im Minus: Was beim GTC zu erwarten ist
Utkarsh Roshan
13. März 2026, 16:18 PM
  • Die Nvidia-Aktie notierte zum Zeitpunkt der Berichterstattung niedriger.
  • Anleger erwarten Produktupdates auf der GTC-2026-Konferenz.
  • Der Wandel von KI-Training zur Inferenz prägt die künftige Chipnachfrage.

Die Aktie von Nvidia hat sich in den vergangenen Monaten nach Jahren außergewöhnlicher Gewinne abgekühlt.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notierte die Aktie niedriger, nachdem sie zu Beginn der Sitzung höher eröffnet hatte.

Breitere US-Indizes lagen am Freitag ebenfalls im Minus, während Anleger die Entwicklungen rund um den Krieg mit Iran beobachteten.

Der S&P 500 legte um etwa 0.1%, während der Nasdaq Composite nahe der Nulllinie pendelte.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 173 Punkte bzw. rund 0.4%.

Trotz der moderaten Gewinne lag der S&P 500 auf Kurs für einen Wochenverlust von etwa 0.9%, was seine erste Dreiwochen-Verlustserie seit ungefähr einem Jahr bedeuten würde.

Der Dow steuerte auf einen Wochenverlust von etwa 1.4% zu, während der Nasdaq im bisherigen Wochenverlauf etwa 0.4% verloren hatte.

GTC-Konferenz gilt als zentraler Katalysator

Das Interesse der Investoren richtet sich nun auf Nvidia GTC, die jährliche Entwicklerkonferenz des Unternehmens, die von Montag bis Donnerstag stattfinden soll.

Die Konferenz beginnt mit einer Keynote des Nvidia-Mitgründers und CEO Jensen Huang.

Analysten erwarten, dass die Veranstaltung Aktualisierungen zu Lieferbedingungen für Schlüsselkomponenten wie Halbleiterwafer, Speicher und optische Netzwerktechnologien bietet.

Anleger werden auch auf Kommentare dazu achten, wie geopolitische Spannungen, einschließlich des Konflikts mit Iran, Energiepreise und die Nachfrage staatlicher Abnehmer beeinflussen könnten.

Die am sorgfältigsten beobachteten Ankündigungen werden voraussichtlich zukünftige Chip-Architekturen und Produkt-Roadmaps betreffen.

KI-Ausgaben verlagern sich in Richtung Inferenz

Ein zentrales Thema der KI-Branche ist der Übergang vom Modelltraining zur Inferenz.

Historisch lag der Schwerpunkt bei Ausgaben für künstliche Intelligenz stark auf dem Training großer Modelle.

Trainings-Workloads profitieren von massiv parallelisierter Rechenleistung, einer Stärke von Grafikprozessoren (GPUs), die Nvidia geholfen hat, den KI-Hardwaremarkt zu dominieren.

2019 machten Zentralprozessoren etwa 87% der Rechenzentrums-Compute-Ausgaben aus, während GPUs und andere Beschleuniger laut BofA Securities nur 13% repräsentierten.

Dieses Verhältnis hat sich dramatisch umgekehrt. Im vergangenen Jahr machten KI-Beschleuniger etwa 88% der Ausgaben aus.

Beim Übergang der Branche zu Inferenz-Workloads werden die Anforderungen an die Rechenleistung jedoch vielseitiger.

Um diese veränderten Anforderungen zu adressieren, hat Nvidia seine Hardware-Strategie erweitert.

Das Unternehmen lizenzierte im vergangenen Jahr Technologie und stellte Talente vom privat gehaltenen Chipentwickler Groq ein, der spezialisierte Prozessoren baut, die als Language Processing Units, oder LPUs, bekannt sind.

Diese Chips sind darauf ausgelegt, bestimmte Inferenz-Workloads effizienter zu verarbeiten als traditionelle GPU-Architekturen.

Analysten erwarten, dass Nvidia erörtert, wie LPUs seine bestehenden Chips ergänzen und sein Produktportfolio erweitern könnten, um mehrere Phasen der KI-Verarbeitung abzudecken, einschließlich Training, Prefill und Decodierung.

Wettbewerb und Versorgungsfragen

Gleichzeitig bleibt die globale Nachfrage nach Nvidias Chips robust.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal baut das chinesische Technologieunternehmen ByteDance außerhalb Chinas KI-Infrastruktur unter Verwendung von Nvidias High-End-Blackwell-Chips auf.

Dem Bericht zufolge umfasst das Projekt offenbar mindestens 500 Blackwell-Server in Malaysia, insgesamt rund 36,000 B200-Chips.

Die Infrastruktur wird gemeinsam mit dem Cloud-Anbieter Aolani Cloud entwickelt, die Server werden von Aivres montiert.

US-Exportbeschränkungen verhindern, dass Nvidia seine fortschrittlichsten KI-Chips direkt an chinesische Kunden verkauft.

Infolgedessen haben einige chinesische Unternehmen versucht, Rechenzentren außerhalb des Landes zu errichten, um auf die Hardware zugreifen zu können.

Berichte Anfang dieses Jahres deuteten darauf hin, dass ByteDance Nvidia-Chips auch in Einrichtungen in Indonesien eingesetzt hatte.