Morgenbrief: RBA erhöht auf 4,1 %, Öl zieht an, Samsung‑Nvidia vertiefen AI‑Kooperation

Morgenbrief: RBA erhöht auf 4,1 %, Öl zieht an, Samsung‑Nvidia vertiefen AI‑Kooperation
Devesh Kumar
17. März 2026, 07:28 AM
  • RBA erhöht Zinsen auf 4,1 %, da Inflationsrisiken anhalten.
  • Ölpreise steigen wegen Spannungen in der Straße von Hormuz und Versorgungsbedenken.
  • Samsung und Nvidia vertiefen Partnerschaft in der Herstellung von KI‑Chips.

Die globalen Märkte eröffneten den Dienstag und reagierten auf eine Mischung aus geldpolitischer Straffung, geopolitischen Spannungen und schnellen Fortschritten im Bereich der KI.

Die australische Zentralbank hob die Zinsen an, da Inflationsrisiken anhalten, während die Ölpreise angesichts von Unsicherheit rund um den Konflikt USA–Iran sprunghaft anstiegen.

Im Technologiesektor signalisierten Samsung und Nvidia eine vertiefte Zusammenarbeit in der Herstellung von KI‑Chips.

Unterdessen eskalierten die geopolitischen Spannungen, da die USA Berichten zufolge auf Führungswechsel in Kuba drängten.

RBA erhöht Zinsen auf 4,1 %

Die australische Zentralbank erhöhte ihren Leitzins am Dienstag um 25 Basispunkte auf 4,1 %.

Es ist die zweite Erhöhung in Folge und bringt die Kreditkosten auf das höchste Niveau seit April 2025.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) erklärte, die Inflation sei zwar deutlich vom Höchststand 2022 gefallen, habe sich in der zweiten Hälfte 2025 jedoch merklich beschleunigt und werde voraussichtlich weiterhin über ihrem Zielbereich von 2 bis 3 % liegen.

Die Geldpolitiker verwiesen zudem auf den Nahost‑Konflikt als neues Inflationsrisiko, da höhere Ölpreise wahrscheinlich zusätzlichen Preisdruck erzeugen.

Der australische S&P/ASX 200 stieg nach der Entscheidung um 0,11 %.

Öl steigt wegen Spannungen in der Straße von Hormuz

Die Ölpreise stiegen am Dienstag angesichts von Unsicherheit über eine von den USA angeführte Mission zum Schutz der Schifffahrt durch die Straße von Hormuz.

Brent kletterte um 2,45 % auf 102 Dollar je Barrel, während US West Texas Intermediate um 2,7 % auf 95,84 Dollar zulegte.

Die Rally folgte auf Äußerungen von Finanzminister Scott Bessent, wonach iranische Tanker durch die Straße gelassen würden.

Die Entwicklung ereignet sich, während Washington eine Koalition zur Eskorte von Schiffen durch den strategisch wichtigen Engpass vorbereitete.

Analysten sagten, widersprüchliche Signale aus Washington und eskalierende Kämpfe hielten die Märkte nervös.

Samsung und Nvidia vertiefen Zusammenarbeit bei KI‑Chips

Samsung Electronics präsentierte Nvidias neuen Inferenzchip für künstliche Intelligenz auf der GTC‑Entwicklerkonferenz von Nvidia in Kalifornien.

Der Schritt unterstreicht eine vertiefte Fertigungskooperation zwischen den beiden Unternehmen.

Nvidia‑CEO Jensen Huang sagte, der Prozessor werde von Samsung mit dessen 4‑Nanometer‑Verfahren gefertigt und basiere auf Technologie des Chip‑Startups Groq.

Die Ankündigung hebt Samsungs Bemühungen hervor, seine Position in der fortgeschrittenen KI‑Chipherstellung zu stärken, während der Wettbewerb intensiver wird.

Sie erfolgt zudem, während Nvidia verstärkt auf Inferenz setzt, das schnell wachsende Segment der KI‑Computingbranche, das sich mit Modellantworten nach dem Training befasst.

USA fordern Führungswechsel in Kuba

Die Trump‑Administration hat kubanischen Beamten mitgeteilt, dass bedeutende Fortschritte in bilateralen Gesprächen voraussetzten, dass Präsident Miguel Díaz‑Canel zurücktritt.

Nach Angaben von mit den Verhandlungen vertrauten Personen streben US‑Beamte Berichten zufolge einen Führungswechsel an, ohne das kommunistische System Kubas abzubauen.

Die Trump‑Administration drängt außerdem auf die Freilassung politischer Gefangener und die Entfernung weiterer Hardliner, die mit der alten Castro‑Ordnung verbunden sind.

Die berichtete Forderung erfolgt, während Washington den Druck auf Havanna durch eine Ölblockade verschärft hat, die die Wirtschafts‑ und Energiekrise der Insel vertieft hat.

Díaz‑Canel bestätigte kürzlich Gespräche mit den Vereinigten Staaten, ohne viele Details zu nennen.