Könnte Ihre britische Energierechnung durch die Nahostkrise auf £2.000 steigen?

Könnte Ihre britische Energierechnung durch die Nahostkrise auf £2.000 steigen?
Devesh Kumar
20. März 2026, 14:34 PM
  • Prognose: Preisdeckel im Juli nahe £1,973, ein Anstieg von 20% gegenüber dem aktuellen Niveau.
  • Gas- und Ölpreise steigen nach Eskalation im Nahen Osten sprunghaft an.
  • Regierung könnte gezielte Unterstützung für schutzbedürftige Haushalte prüfen.

Die Energierechnungen britischer Haushalte werden voraussichtlich ab Juli deutlich steigen, da die Großhandelspreise für Gas nach dem Krieg im Iran anziehen, wobei die typische Jahresrechnung sich £2,000 nähert.

Ofgem wird den Preisdeckel für den Sommer am 27. Mai bekanntgeben, und aktuelle Schätzungen deuten auf einen starken Anstieg hin, ausgelöst durch volatile globale Energiemärkte.

Was die jüngste Prognose nahelegt

Ein typischer Haushalt mit zwei Energieträgern wird voraussichtlich ab Juli rund £1,973 pro Jahr zahlen, verglichen mit £1,641 unter dem aktuellen Deckel.

Das entspricht einem Anstieg von über £330, also einem Sprung von etwa 20% bei den Haushaltsenergiekosten im Vergleich zum derzeitigen Niveau.

Warum die Preise jetzt steigen

Die Entwicklung spiegelt einen deutlichen Anstieg der Öl- und Gaspreise nach der Eskalation im Nahen Osten wider.

Die europäischen Gaspreise sprangen um 30%, nachdem Raketenangriffe erhebliche Schäden an einer wichtigen qatarischen Gasverarbeitungsanlage verursacht hatten; Reparaturen könnten Jahre dauern.

Während die britischen Gaspreise sich am Freitag leicht auf 153p pro Therm von 180p erholten, liegen sie weiterhin fast doppelt so hoch wie vor dem Krieg.

Brent-Rohöl wird bei rund $107 pro Barrel gehandelt, damit unter den jüngsten Höchstständen von $119, aber immer noch etwa 50% über dem Niveau vor dem Konflikt.

Wie der Preisdeckel funktioniert

Ofgem setzt den Preisdeckel alle drei Monate neu, basierend auf den jüngsten Großhandelspreistrends. Der Deckel für Juli wird unter Verwendung der Daten von März bis Mai ermittelt.

Der Deckel begrenzt den Einheitspreis, den Anbieter bei Standardtarifen verlangen dürfen.

Tatsächliche Rechnungen variieren je nach Verbrauch, doch der Deckel wird als jährliche Kostenangabe für einen typischen Haushalt ausgewiesen. Rund 19 Millionen Haushalte in England, Wales und Schottland fallen unter dieses System.

Politische Reaktion in Prüfung

Steigende Kosten erhöhen den Druck auf die Regierung, vor Juli einzugreifen.

Der derzeit in Prüfung befindliche Ansatz tendiert zu gezielten Hilfen für schutzbedürftige und einkommensschwache Haushalte statt zu breiten, universellen Subventionen.

Frühere Unterstützungsmaßnahmen überstiegen £35bn, während eine im November eingeführte Reduzierung um £150 dazu beitrug, die aktuellen Rechnungen unterhalb dessen zu halten, was sonst die £2,000-Marke überschritten hätte.

Forderungen zur Senkung der Energienachfrage

Da ein anhaltender Versorgungsdruck erwartet wird, werden Regierungen aufgefordert, Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs zu ergreifen.

Vorgeschlagen werden unter anderem die Senkung von Autobahn-Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Förderung von Homeoffice, eine stärkere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Carsharing.

Weitere Maßnahmen konzentrieren sich auf die Verringerung des Gasverbrauchs im Haushalt und die verstärkte Umstellung auf Elektrokochen, wo möglich.

Der Straßenverkehr bleibt ein wesentlicher Faktor und macht etwa 45% der globalen Ölnachfrage aus.

Was das für Haushalte bedeutet

Der aktuelle Deckel von £1,641 für April bis Juni liegt bereits unter dem des vorherigen Quartals, doch diese Entlastung könnte ab Sommer zurückgenommen werden, sollten die Großhandelspreise erhöht bleiben.

Die endgültigen Ergebnisse hängen von der Marktentwicklung im Mai und der Entscheidung der Regulierungsbehörde zum Monatsende ab.

Gleichzeitig stehen Haushalte weiterhin unter breiteren finanziellen Belastungen, mit einem Zinssatz von 3.75% und der Möglichkeit weiterer Erhöhungen.

Energieverbrauch, Budgetentscheidungen und jede politische Unterstützung werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie sich die Kosten in den kommenden Monaten entwickeln.