Wall Street fällt: Öl-Anstieg und Iran-Sorgen drücken Dow um 470 Punkte

Wall Street fällt: Öl-Anstieg und Iran-Sorgen drücken Dow um 470 Punkte
Ananthu C U
26. März 2026, 21:33 PM
  • Nasdaq in Korrektur, da Öl-Anstieg und Kriegsängste Aktien belasten.
  • Steigende Ölpreise und stockende Diplomatie befeuern den Ausverkauf an der Wall Street.
  • Technologieaktien fallen, Energiewerte gewinnen durch höhere Rohölpreise.

Die wichtigsten Indizes an der Wall Street gaben am Donnerstag deutlich nach, wobei der Nasdaq Composite eine Korrektur bestätigte, da eskalierende Spannungen im Nahen Osten die Anlegerstimmung verunsicherten.

Bedenken wegen des anhaltenden Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran trieben die Ölpreise nach oben und verstärkten Inflationssorgen, was einen breit angelegten Ausverkauf bei Aktien auslöste.

Der S&P 500 verlor 1,74 %, während der Nasdaq Composite um 2,38 % nachgab.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um 1,01 % und gab 470 Punkte ab.

Der technologiegeprägte Nasdaq liegt nun mehr als 10 % unter seinem Rekordhoch vom 29. Oktober und befindet sich damit in Korrekturterritorium.

Die Ölpreise schnellten im Zuge der Unsicherheit über mögliche Angebotsunterbrechungen, insbesondere rund um die Straße von Hormus, nach oben.

US-Rohöl-Futures schlossen 4,6 % höher, Brent-Rohöl stieg um 5,7 %.

Steigende Renditen der zehnjährigen und zweijährigen US-Staatsanleihen setzten Aktien zusätzlich unter Druck.

Die Rallye beim Rohöl kam, als die geopolitische Unsicherheit zunahm.

Präsident Donald Trump sagte, Iran müsse eine Einigung mit den USA erzielen oder anhaltendem militärischem Druck ausgesetzt sein, und warnte, die Kontrolle über Irans Öl bleibe eine Option.

Gleichzeitig bezeichnete ein ranghoher iranischer Beamter den US-Vorschlag zur Beendigung des Konflikts als „einseitig und unfair“ und hob den Mangel an Fortschritten in den diplomatischen Bemühungen hervor.

Unsicherheit steigt, da Diplomatie stockt und wirtschaftliche Risiken zunehmen

Die Märkte kehrten die Gewinne vom Mittwoch um, als Anleger auf eine mögliche Deeskalation der Spannungen gesetzt hatten.

Stattdessen verstärkten widersprüchliche Signale und das Ausbleiben konkreter diplomatischer Fortschritte die Unsicherheit.

Zur vorsichtigen Stimmung trug zudem die OECD bei, die warnte, der Konflikt habe die Weltwirtschaft von einem stärkeren Wachstumspfad abgebracht, und die beinahe Schließung der Straße von Hormus drohe, die Inflation deutlich nach oben zu treiben.

Händler haben zudem ihre Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve in diesem Jahr zurückgeschraubt; laut dem FedWatch Tool der CME Group sind derzeit keine Lockerungen eingepreist.

Technologie- und Kommunikationswerte führen die Verluste an

Verluste waren branchenübergreifend, wobei die meisten der 11 wichtigen S&P 500-Sektoren im Minus schlossen.

Energieaktien waren die einzigen größeren Gewinner und profitierten vom kräftigen Anstieg der Ölpreise.

Technologie- und Kommunikationswerte führten die Verluste an.

Der Philadelphia Semiconductor Index fiel nach drei Gewinnsitzungen und zog Chiphersteller wie NVIDIA mit nach unten.

Der Kommunikationssektor geriet ebenfalls unter Druck, nachdem Geschworene Meta und Alphabet in frühen Prozessen für haftbar befunden hatten; die Verfahren stehen im Zusammenhang mit Klagen, die Social‑Media-Unternehmen vorwerfen, Kindern zu schaden.

Trotz einer leichten Zunahme der wöchentlichen US-Arbeitslosenanträge blieb der Arbeitsmarkt stabil, was der Federal Reserve Spielraum gibt, die Zinsen stabil zu halten, während sie die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts beobachtet.

Unterdessen beeinflusste die politische Rhetorik weiterhin die Marktstimmung.

Trump sagte, die jüngsten Ölpreisgewinne und der Marktdruck seien nicht so schwerwiegend wie erwartet, und fügte hinzu: „Alles wird wieder dorthin zurückkehren, wo es war, und wahrscheinlich noch niedriger.“

In einer separaten Erklärung warnte er Iran, es solle sich bald ernsthaft zeigen, bevor es zu spät sei, denn wenn das passiert, gibt es KEIN ZURÜCK, und es werde nicht schön.

Da die geopolitische Unsicherheit anhält und die Ölpreise erhöht bleiben, dürften die Märkte volatil bleiben, wobei Anleger die Entwicklungen im Nahen Osten genau beobachten, um klarere Orientierung zu erhalten.