Dow-Futures steigen um 150 Punkte: 5 Fakten vor Handelsbeginn

Dow-Futures steigen um 150 Punkte: 5 Fakten vor Handelsbeginn
Devesh Kumar
30. März 2026, 13:41 PM
  • US-Futures steigen, während Öl klettert und geopolitische Spannungen zunehmen.
  • Trumps Iran-Äußerungen treiben die Ölrallye und vergrößern die Marktunsicherheit.
  • Renditen von Staatsanleihen geben vor wichtigen Arbeitsmarktdaten und Fed-Ausblick nach.

US-Futurekurse gaben am Montag leicht nach, obwohl Anleger die steigenden Ölpreise und Bewegungen am Anleihenmarkt genau beobachteten.

Futures, die mit dem Dow Jones Industrial Average verbunden sind, stiegen um fast 150 Punkte, während S&P 500- und Nasdaq-Futures um 0,4 % bzw. 0,3 % zulegten.

Der Anstieg erfolgte trotz eines erneuten Anstiegs der Ölpreise, der für Händler, die sich wegen Inflation und konjunktureller Belastungen sorgen, ein zentrales Thema bleibt.

Dennoch schienen ein Mix aus überverkauften Bedingungen und veränderter geopolitischer Rhetorik kurzfristig Unterstützung für den Risikoappetit zu bieten.

5 Dinge vor Handelsbeginn an der Wall Street

1. Die allgemeine Unsicherheit an den Märkten blieb am Montag hoch, da US-Präsident Donald Trump die Rhetorik gegenüber Iran verschärft.

In seinen jüngsten Äußerungen deutete Trump an, die USA könnten „take the oil“ in Iran nehmen und brachte sogar die Idee ins Spiel, Schlüsselinfrastruktur wie die Kharg-Insel zu beschlagnahmen.

Die Kommentare fallen in eine Phase zunehmender regionaler Spannungen, in der Iran, Israel und US-nahe Kräfte anhaltende Angriffe führen.

2. Die Energiemärkte reagierten heftig auf Trumps Äußerungen: Brent-Öl stieg angesichts von Befürchtungen über Lieferunterbrechungen und einer möglichen Eskalation in der Nähe wichtiger Schifffahrtsrouten über 115 US-Dollar pro Barrel.

Händler konzentrieren sich zunehmend auf das Risiko für die globalen Ölströme, insbesondere durch Engpässe wie das Rote Meer und die Straße von Hormus.

Der Konflikt hat bereits deutliche Volatilität in den Energiemärkten ausgelöst, wobei die Ölpreise in den letzten Wochen um mehr als 50 % gestiegen sind.

3. Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben am Montag leicht nach, während Anleger auf eine dicht gepackte Woche mit Wirtschaftsdaten blickten.

Der monatliche Arbeitsmarktbericht steht diese Woche im Fokus.

Der Anleihemarkt war in den letzten Sitzungen volatil, wobei die Renditen nach einem starken Anstieg, der von Inflationssorgen und höheren Ölpreisen getrieben wurde, zurückgingen.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe notierte nahe der Marke von 4,4 %, während auch kurzfristigere Renditen leicht nachgaben — ein Zeichen für eine vorsichtige Neupositionierung.

Der Wirtschafts kalender dieser Woche dürfte eine entscheidende Rolle bei der Herausbildung der Erwartungen zur Geldpolitik der Federal Reserve spielen.

4. Die Aktien von Sysco fielen um rund 2 %, nachdem der Lebensmittelvertriebsriese Pläne bekanntgab, Jetro Restaurant Depot in einer Transaktion im Wert von 29,1 Mrd. US-Dollar zu übernehmen.

Der Schritt signalisiert Syscos Bestreben, seine Präsenz im Großhandels- und Cash-and-Carry-Segment zu vertiefen, insbesondere bei unabhängigen Restaurants und kleinen Unternehmen.

Das Unternehmen erklärte, die Transaktion werde voraussichtlich „sofort ertragssteigernd“ sein, was darauf hindeutet, dass der Kauf den Gewinn je Aktie kurz nach Abschluss steigern könnte.

5. Die globalen Märkte starteten die Woche stark divergierend, wobei Asien die Hauptlast der geopolitischen Spannungen trug, während Europa relative Widerstandsfähigkeit zeigte.

Der japanische Nikkei und Südkoreas Kospi fielen beide stark, was die Sorgen über mögliche Störungen der Energieversorgung in einer Region widerspiegelt, die stark von Ölimporten abhängig ist.

Im Gegensatz dazu zeigten sich die europäischen Märkte vergleichsweise stabil.

Der paneuropäische STOXX 600 zog nach jüngsten Verlusten leicht an, gestützt durch Gewinne bei Energiewerten angesichts des Ölpreisanstiegs.