Warum die Nvidia-Aktie heute um über 3 % steigt

Warum die Nvidia-Aktie heute um über 3 % steigt
Utkarsh Roshan
31. März 2026, 17:35 PM
  • Nvidia steigt um über 3 %, da die Märkte nachlassende Kriegsängste verzeichnen.
  • Unternehmen erweitert sein KI‑Ökosystem durch eine neue Investition in Höhe von $2 billion.
  • Die Aktie erholt sich trotz jüngster Belastungen durch makroökonomische und Bewertungsbedenken.

Nvidia-Aktien stiegen am Dienstag um mehr als 3 %, im Gefolge einer breiteren Erholung der Aktienmärkte, da sich die Anlegerstimmung verbesserte.

Der Dow Jones Industrial Average sprang um 533 Punkte bzw. 1.2%, während der S&P 500 um 1.5% zulegte.

Der Nasdaq Composite legte um 2% zu, angeführt von Stärke bei Technologieaktien.

Die Rally folgte auf Berichte, die auf eine mögliche Deeskalation im Konflikt zwischen den USA und Iran hindeuteten.

Laut The Wall Street Journal sagte Donald Trump seinen Beratern, er sei offen dafür, die Feindseligkeiten zu beenden, selbst wenn die Straße von Hormus teilweise geschlossen bliebe.

Technologieaktien führen die Gewinne an

Technologieaktien, die seit Beginn des Konflikts unter Druck geraten waren, erholten sich deutlich.

The Technology Select Sector SPDR Fund stieg um 1.5%, was breit angelegte Zuwächse im Sektor widerspiegelt.

Die Ölpreise blieben jedoch erhöht. Die Brent-Rohöl-Futures kletterten um 4% und notierten über $117 pro Barrel, während West Texas Intermediate-Futures um fast 1% auf über $103 pro Barrel zulegten.

Die Zuwächse folgten auf einen Bloomberg-Bericht, wonach Iran einen kuwaitischen Öltanker in Gewässern vor Dubai getroffen habe.

Die Behörden in Dubai teilten mit, dass keine Verletzten gemeldet worden seien, und bestätigten die Sicherheit aller Besatzungsmitglieder.

Nvidia setzt Investitionsoffensive fort

Begleitend zur Markt‑Rally skizzierte Nvidia weitere Schritte zur Ausweitung seines Ökosystems für künstliche Intelligenz.

Das Unternehmen gab an, $2 billion in Marvell Technology investieren zu wollen.

„Marvell is a marvellous investment“, sagte CEO Jensen Huang bei CNBC. „Been dying to say that.“

Er fügte hinzu, die Partnerschaft werde die Integration der beiden Unternehmen vertiefen und es Kunden erleichtern, KI‑Infrastruktur aufzubauen.

Die Zusammenarbeit werde sich zudem auf Siliziumphotonik und KI‑gesteuerte Telekommunikationssysteme konzentrieren.

Huang erklärte, der Deal erweitere den Zugang zu semi‑kundenspezifischen, anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreisen, sogenannten ASICs, die zunehmend von Hyperscalern zur Ausführung von KI‑Workloads genutzt werden.

„We’re also smart investors“, sagte er. „We’ve expanded the [total addressable market] for both of us as a result of this partnership, and we want to be an investor in that.”

Die Marvell‑Investition ist Teil einer breiteren Strategie.

Nvidia hat in den letzten Monaten mehrere $2 billion‑Investitionen getätigt, um sein Ökosystem zu stärken.

Dazu gehören Beteiligungen an Synopsys, CoreWeave, Coherent, Lumentum und Nebius Group.

Nebius hat kürzlich Pläne angekündigt, eines der größten Rechenzentren Europas zu bauen, was das Ausmaß der Investitionen in KI‑Infrastruktur weiter unterstreicht.

Huang bezeichnete diese Deals als „eine Erweiterung unseres Ökosystems“.

Aktie erholt sich nach jüngstem Druck

Die Gewinne am Dienstag folgen auf eine Phase der Schwäche für Nvidia.

Die Aktie ist seit ihrem Rekordhoch im Oktober um fast 20% gefallen und spiegelt einen breiteren Marktabverkauf wider.

Der Rückgang wurde durch geopolitische Spannungen und die Sorge befeuert, dass steigende Ölpreise die Inflation anheizen und zu höheren Zinsen führen könnten.

Anleger haben zudem bezweifelt, ob umfangreiche Ausgaben für KI‑Infrastruktur durch Großkunden wie Microsoft, Alphabet und Amazon kurzfristig Renditen bringen werden.

Diese Bedenken in Verbindung mit breiterer Marktvolatilität haben mehr als $700 billion aus Nvidias Marktwert getilgt, der nun bei rund $4.15 trillion liegt.