Morgenbrief: Trumps Iran‑Signal, Öl steigt, Oracle streicht Stellen

Morgenbrief: Trumps Iran‑Signal, Öl steigt, Oracle streicht Stellen
Devesh Kumar
01. Apr. 2026, 07:42 AM
  • Trump signalisiert Endspiel im Iran‑Krieg, plant Ansprache an die Nation.
  • Öl bleibt volatil, Brent über $100 angesichts von Versorgungsängsten.
  • Asiatische Märkte erholen sich dank nachlassender Kriegsbefürchtungen und starker Daten.

Weltweite Märkte und Geopolitik stehen am Mittwoch weiter im Fokus, da die Spannungen im Iran-Konflikt die Anlegerstimmung prägen.

US-Präsident Donald Trump hat auf ein mögliches Ende des Krieges hingedeutet, während sich Washington auf seine formelle Ansprache an die Nation vorbereitet.

Die Ölpreise bleiben volatil, während Stellenstreichungen in der Tech-Branche die Prioritätsverlagerung hin zu künstlicher Intelligenz unterstreichen.

Asiatische Märkte erholen sich mit vorsichtigem Optimismus und heben eine Woche hervor, die von Unsicherheit und schnellen Verschiebungen in den Volkswirtschaften geprägt ist.

Trump wird zur Nation über Iran sprechen

US-Präsident Donald Trump signalisierte ein mögliches Endspiel im andauernden Konflikt mit dem Iran.

Er sagte, Washington könne seine militärische Kampagne binnen Wochen beenden, selbst ohne eine formelle Vereinbarung mit Teheran.

Das Weiße Haus teilte mit, der US-Präsident werde eine Ansprache „an die Nation halten, um ein wichtiges Update zum Iran zu geben.“

Der Krieg, der sich nun in der fünften Woche befindet, hat intensive US- und alliierte Angriffe auf iranische Militär- und nuklearnahe Infrastruktur gesehen.

Trump deutete an, das Ziel sei es, Irans Fähigkeiten zu lähmen, insbesondere dessen Fähigkeit zur Entwicklung von Kernwaffen.

Ölpreise legen zu

Die Ölpreise blieben am Mittwoch volatil, da Anleger Anzeichen für eine mögliche Deeskalation im Iran-Konflikt abwogen.

Brent-Öl notierte über der Marke von $100 pro Barrel, während US West Texas Intermediate (WTI) ebenfalls Gewinne verzeichnete und eine starke Rallye aus dem März ausweitete.

Die Märkte reagierten vorsichtig auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach der Konflikt binnen Wochen abklingen könnte.

Die Unsicherheit rund um Schifffahrtsrouten und Produktion hält die Preise weiter erhöht. Der jüngste Anstieg verdeutlicht, wie empfindlich die Ölmärkte gegenüber geopolitischen Spannungen bleiben.

Oracle-Entlassungen treffen Tausende

Oracle hat begonnen, weltweit Tausende von Mitarbeitern zu entlassen, während der Softwarekonzern seine Ausgaben für Infrastruktur zur künstlichen Intelligenz hochfährt.

Der Schritt unterstreicht die wachsende Spannung zwischen Kostenkürzungen und Expansion der Big-Tech-Unternehmen.

Das Unternehmen bestätigte mindestens 491 Stellenstreichungen im Bundesstaat Washington, obwohl das größere Ausmaß als deutlich größer eingeschätzt wird.

Die Entlassungen sind Teil eines umfassenderen Umstrukturierungsplans, der im Fiskaljahr 2026 bis zu $2.1 billion kosten könnte, hauptsächlich bedingt durch Abfindungen und damit verbundene Aufwendungen.

Der Schritt erfolgt, während Oracle Milliarden in Rechenzentren und KI-Fähigkeiten investiert, um mit Cloud-Konkurrenten zu konkurrieren.

Asiatische Märkte erholen sich

Asiatische Märkte erholten sich am Mittwoch deutlich, wobei Japans Nikkei und Südkoreas Kospi die Gewinne anführten, da Anleger Anzeichen für eine mögliche Entspannung im Iran-Konflikt begrüßten.

Die Rally folgte auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump, wonach sich der Krieg binnen Wochen abschwächen könnte, und stärkte die globale Risikoneigung.

Die Aktien wurden zudem von positiven regionalen Daten gestützt.

Südkoreas Exporte stiegen deutlich stärker als erwartet, während Japans jüngste Tankan-Umfrage der Bank of Japan eine verbesserte Geschäftsstimmung unter großen Herstellern zeigte.

Dennoch bleibt Unsicherheit bestehen.

Steigende Ölpreise und anhaltende Spannungen im Nahen Osten trüben weiterhin den Ausblick, wobei Anleger sowohl geopolitische Entwicklungen als auch Signale der Zentralbanken genau beobachten.