In China gefertigte Tesla-E-Auto-Verkäufe steigen im März um 8,7 %

In China gefertigte Tesla-E-Auto-Verkäufe steigen im März um 8,7 %
Utkarsh Roshan
02. Apr. 2026, 12:45 PM
  • In China gefertigte Tesla-E-Auto-Verkäufe steigen im zweiten Quartal in Folge.
  • Erholung der Nachfrage in Europa stützt das Wachstum trotz Wettbewerbsdruck.
  • Investoren erwarten die Q1-Auslieferungszahlen nach schwacher Performance im Vorjahresquartal.

Tesla meldete steigende Verkäufe in China gefertigter Elektrofahrzeuge und verzeichnet damit trotz zunehmender Konkurrenz ein zweites Quartal in Folge mit Wachstum.

Die Verkäufe von Model 3 und Model Y, die in Teslas Werk in Shanghai produziert wurden, einschließlich Exporten, stiegen im März laut Daten der China Passenger Car Association im Jahresvergleich um 8,7 % auf 85.670 Einheiten.

Dies war der fünfte Monat in Folge mit steigenden Verkäufen. Die Zunahme wurde durch eine sich erholende Nachfrage in Europa gestützt.

Höhere Ölpreise im Zusammenhang mit der Iran-Krise könnten ebenfalls Elektrofahrzeugherstellern zugutekommen.

Für den Zeitraum Januar bis März stiegen die in China hergestellten Tesla-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 23,5 %.

Das stellt eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Wachstum von 1,9 % im vorangegangenen Quartal dar.

Globale Auslieferungen dürften sich erholen

Tesla wird am Donnerstag seine globalen Auslieferungszahlen für das erste Quartal bekannt geben.

Die Wall Street rechnet mit rund 366.000 verkauften Fahrzeugen, nach etwa 337.000 ein Jahr zuvor.

Die erwartete Erholung folgt auf ein schwaches erstes Quartal 2025, als Tesla deutlich unter den Erwartungen liegende Auslieferungen meldete.

Damals hatten Analysten etwa 378.000 Einheiten prognostiziert, doch die tatsächlichen Auslieferungen verfehlten den Konsens um mehr als 10 % und gingen im Jahresvergleich um 13 % zurück.

Der frühere Rückgang wurde teilweise auf Verbraucherreaktionen im Zusammenhang mit den politischen Ansichten von CEO Elon Musk zurückgeführt.

Wettbewerbsdruck bleibt bestehen

Trotz des jüngsten Wachstums sieht sich Tesla weiterhin starker Konkurrenz gegenüber, insbesondere in China und Europa.

Der Marktanteil des Unternehmens am chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge ist auf 8 % gesunken, nach 10 % im Jahr 2024.

In Europa verlor Tesla im vergangenen Jahr fast die Hälfte seines Marktanteils, da die Konkurrenz durch lokale und chinesische Hersteller zunahm.

BYD bleibt Teslas größter chinesischer Rivale und setzt das Unternehmen in Auslandsmärkten, darunter Europa, weiterhin unter Druck.

Zulassungen in Europa deuten auf Nachfragenerholung hin

Aktuelle Zulassungsdaten deuten auf eine anziehende Nachfrage in mehreren europäischen Märkten hin.

In Frankreich stiegen die Tesla-Zulassungen im März im Jahresvergleich um 203 % auf 9.569 Fahrzeuge, so der Branchenverband PFA. Das lag nur knapp unter dem Rekord von 9.572 Einheiten aus dem Dezember 2023.

Die Zulassungen stiegen auch in anderen Ländern deutlich: Norwegen verzeichnete einen Anstieg um 178 % auf 6.150 Fahrzeuge, während Schweden und Dänemark Zuwächse von 144 % bzw. 96 % auf 1.447 bzw. 1.784 Einheiten verzeichneten.

In weiteren Märkten stiegen die Zulassungen in den Niederlanden um 72 % auf 1.819 Fahrzeuge und in Spanien um 25 % auf 2.477, basierend auf Daten von RAI und ANFAC.

Für das gesamte Quartal erhöhten sich die Zulassungen in Frankreich um 108 %, in Norwegen um 95 %, in Schweden um 48 %, in Dänemark um 50 % und in Spanien um 43 %, während sie in den Niederlanden um 23 % zurückgingen.

Tesla teilte in einem Schreiben an britische Medien letzten Monat mit, dass Zulassungstrends aufgrund der Versandmuster häufig gegen Ende jedes Quartals verzerrt seien.

Strategie geht über Elektrofahrzeuge hinaus

Gleichzeitig erweitert Tesla seinen Fokus über Elektrofahrzeuge hinaus.

Das Unternehmen positioniert Solarenergie, humanoide Roboter und autonome Robotaxis als künftige Wachstumsbereiche.

Während die Verkäufe in China hergestellter Fahrzeuge und die europäische Nachfrage Anzeichen einer Erholung zeigen, wird Teslas kurzfristige Entwicklung weiterhin eng an den bevorstehenden Auslieferungsbericht und an die Fähigkeit des Unternehmens gebunden sein, sich in den wichtigsten Märkten gegen zunehmenden Wettbewerb durchzusetzen.