Volatilitätsfonds am Ende der Verkaufswelle — Nomura erwartet Aktienerholung
KI-Sentiment: 72/100 Bullisch
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- Systematische Verkäufer könnten bald zu Käufern werden, wenn sich die Marktschwankungen beruhigen.
- Nomura sieht bis Anfang Mai bis zu $20 billion of equity buying.
- Der Verlauf der Volatilität bleibt entscheidend dafür, ob der Verkaufsdruck zurückkehrt.
Volatilitätsgetriebene Investoren, die größten Verkäufer von US-Aktien im März, könnten laut Nomura kurz davorstehen, die schärfste Phase ihres Risikoabbaus zu erschöpfen.
Die Bank sagte, systematische Strategien, die an die realisierte Volatilität gekoppelt sind, darunter Commodity-Trading-Advisers und Volatilitätssteuerungsfonds, hätten während der jüngsten Marktturbulenzen bereits einen großen Teil der Aktienexponierung reduziert.
Wenn die Volatilität nun nachlässt, könnten diese Anleger sich von einer Druckquelle für Aktien zu einer moderaten Unterstützungsquelle wandeln.
Verkaufsdruck beginnt nachzulassen
Nomura erklärte, die Märkte könnten nach den starken Verkäufen im März in eine von der Bank als "neutrale Zone" bezeichnete Phase eingetreten sein.
Das deutet darauf hin, dass die aggressivste Phase des Risikoabbaus bereits vorbei sein könnte, auch wenn die Positionierungen weiterhin vorsichtig sind und gegenüber einem neuen Schock verwundbar bleiben.
Wichtig ist, dass die Exponierung bereits deutlich reduziert wurde.
Da viele systematische Investoren nun Aktienallokationen unterhalb historischer Durchschnitte fahren, könnte der Spielraum für eine weitere Welle erzwungener Verkäufe kleiner sein, als viele Anleger annehmen.
Das schließt Abwärtsrisiken nicht aus, verändert jedoch das Verhältnis der Wahrscheinlichkeiten, falls sich die Marktbedingungen stabilisieren.
Nomura schätzt, dass Volatilitätssteuerungsstrategien, CTA-ähnliche Fonds und verwandte Produkte jetzt deutlich mehr als 1 Billionen USD (ca. 872,3 Milliarden €) an Vermögenswerten darstellen, wodurch sie zu einem wichtigen Schwenkfaktor für kurzfristige Marktflüsse werden.
Obwohl diese Strategien in der Schlagzeile kleiner sind als das traditionelle Long-only-Universum, kann ihre Neigung, Exponierungen schnell anzupassen, dazu führen, dass sie in Stressphasen überproportionalen Einfluss haben.
Volatilität treibt weiterhin das Geschäft
Die zentrale Variable bleibt die realisierte Volatilität, die misst, wie stark sich der Markt tatsächlich über einen jüngeren Zeitraum bewegt hat, statt wie stark Investoren erwarten, dass er sich künftig bewegen wird.
Solange die realisierte Volatilität erhöht bleibt, werden systematische Strategien wahrscheinlich defensiv bleiben und die Aktienexponierung gering halten.
Das erklärt, warum die Geldflüsse in den letzten Wochen so negativ gewesen sind.
Die Volatilität im S&P 500 blieb hoch und spiegelt die Verunsicherung der Investoren über den Konflikt zwischen den USA und dem Iran, den Sprung der Ölpreise und die breite Unsicherheit über den makroökonomischen Ausblick wider.
Ein vielbeachteter Volatilitätsindikator, der CBOE S&P 500 3-Month Volatility Index, lag am 6. April bei 24,77 und deutet darauf hin, dass der Marktstress auch nach leichter Beruhigung weiterhin erhöht bleibt.
Nomura sagte, die systematische Aktienexponierung liege jetzt etwa 5 % unter dem historischen Durchschnitt.
Praktisch bedeutet das, dass Anleger bereits einen erheblichen Teil des Risikos entfernt haben und nicht unbedingt im gleichen Tempo weiterverkaufen müssen, es sei denn, die Volatilität steigt erneut.
Eine mögliche Wende bei den Zuflüssen
Vorausgesetzt, die aktuellen Bedingungen bleiben bestehen und die Volatilität setzt ihren Abwärtstrend fort, schätzt Nomura, dass die drei Hauptkohorten systematischer Anleger, die sie verfolgt, bis Anfang Mai Netto-Käufer von rund 20 Milliarden USD (ca. 17,4 Milliarden €) an Aktien werden könnten.
Das würde eine bemerkenswerte Umkehr gegenüber dem März darstellen, als diese Investoren als bedeutender Gegenwind für den Markt wirkten.
Das Kaufargument ist jedoch eher bedingt als sicher.
Ein neuer Volatilitätssprung könnte dennoch eine weitere Verkaufsrunde auslösen; Nomura schätzt, dass ein abruptes Ansteigen der Marktschwankungen bis Ende April zu rund 48 Milliarden USD (ca. 41,9 Milliarden €) zusätzlicher Aktienverkäufe führen könnte.
Das hinterlässt Anlegern einen recht klaren kurzfristigen Rahmen.
Fällt die realisierte Volatilität, sollten systematische Geldflüsse weniger feindlich werden und den Markt zu unterstützen beginnen.
Steigt die Volatilität erneut, könnte der Risikoabbau-Zyklus schnell wieder starten.
Worauf es ankommt
Für den Moment lautet Nomuras Botschaft, dass der steilste Teil des systematischen Verkaufszyklus möglicherweise hinter dem Markt liegt.
Die kommenden Wochen werden weniger von Bewertungen oder Gewinnzahlen abhängen als vielmehr davon, ob die Volatilität weiter nachlässt.
Das macht den Verlauf der Marktschwankungen wichtiger denn je. Kehrt Ruhe ein, könnten volatilitätsgebundene Fonds zu sukzessiven Käufern von US-Aktien werden.
Wenn nicht, muss der Markt möglicherweise noch eine weitere Welle mechanischer Verkäufe verkraften, bevor sich die Bedingungen wirklich stabilisieren.
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