Nvidia-Aktie nervös am Donnerstag, da Amazon die Konkurrenz verstärken könnte

Nvidia-Aktie nervös am Donnerstag, da Amazon die Konkurrenz verstärken könnte
Utkarsh Roshan
09. Apr. 2026, 18:40 PM
  • Nvidia-Aktie nervös, da Unsicherheit über Waffenstillstand mit Iran die Märkte belastet.
  • Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben und Nachfrage der Hyperscaler im Fokus.
  • Amazon signalisiert wachsenden Wettbewerb durch eigene KI-Chips.

Die Nvidia-Aktie zeigte sich am Donnerstag nervös, da Anleger daran zweifelten, ob der zweiwöchige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran halten würde. Konkurrenz

Die Aktie stieg um 0.7% auf $183.75, nachdem sie in der vorherigen Sitzung um 2.2% höher geschlossen hatte.

Der S&P 500 blieb weitgehend unverändert.

Geopolitische Unsicherheit drückt weiterhin auf die Risikobereitschaft, wobei die Dauerhaftigkeit des Waffenstillstands als entscheidend für eine anhaltende Markterholung angesehen wird.

Nvidia gehörte in den letzten Jahren zu den größten Profiteuren der Rallye rund um künstliche Intelligenz.

Die Aktie schwankt jedoch seit mehreren Monaten in einer engen Spanne zwischen $165 und $195.

Anleger suchen zunehmend nach Katalysatoren, die die Aktie aus dieser Spanne herausbewegen könnten.

Stabilität in geopolitischen Verhältnissen gilt als ein solcher Auslöser, da anhaltende Spannungen die Nachfrage nach Risikoanlagen gedämpft haben.

Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben im Fokus

Ein zentrales Anliegen der Anleger ist die Dauerhaftigkeit der KI-bezogenen Investitionsausgaben.

Große Technologieunternehmen, oft als Hyperscaler bezeichnet, haben die Nachfrage nach Nvidias Chips durch umfangreiche Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur angetrieben.

Es stellen sich jedoch Fragen, wie lange dieses Ausgabentempo anhalten kann und wann es sich in nennenswerte Renditen umsetzen wird.

Zentrale Kunden wie Microsoft, Alphabet und Amazon investieren weiterhin aggressiv, doch das Vertrauen der Anleger in das Timing der Monetarisierung hat nachgelassen.

Gleichzeitig geraten Softwarewerte unter Druck, da Befürchtungen bestehen, KI könnte traditionelle Geschäftsmodelle stören und die Margen drücken.

Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, Fragen zu KI-Ausgaben und zunehmendem Wettbewerb prägt die Stimmung gegenüber Nvidia.

Obwohl die Nachfrage stark bleibt, richten Anleger ihren Fokus zunehmend auf langfristige Renditen und die Wettbewerbsdynamik im Markt für KI-Hardware.

Amazon signalisiert zunehmenden Wettbewerb

Aktuelle Äußerungen von Amazon haben die Sorgen über wachsenden Wettbewerb im Bereich KI-Chips verstärkt.

Andy Jassy schrieb in seinem jährlichen Aktionärsbrief, das Unternehmen erwäge den Verkauf eigener KI-Prozessoren an Dritte, was den Wettbewerb mit Nvidia und Advanced Micro Devices potenziell verstärken könnte.

Jassy sagte, KI sei keine Blase und Renditen sollten „attraktiv“ sein, und verwies dabei auf starke Akzeptanz und rasantes Wachstum bei Amazon Web Services.

Er hob außerdem die Nachfrage nach Amazons eigenen Chips hervor.

Der Trainium2-Chip ist ausverkauft, während Trainium3 kurz nach seinem frühen Start 2026 „nahezu vollständig ausgebucht“ ist.

„Einen stark nachgefragten eigenen KI-Chip zu haben, eröffnet viele Möglichkeiten, aber vielleicht keine größere als die Fähigkeit, die Kosten für Kunden zu senken und bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für AWS zu sichern“, sagte Jassy.

„Im großen Maßstab erwarten wir, dass Trainium uns jährlich mehrere zehn Milliarden Dollar an capex einsparen wird und mehrere hundert Basispunkte operativer Margenvorteile bietet, verglichen mit der Nutzung fremder Chips für Inferenz.“

Laut Jassy erzielen Amazons Chip-Geschäfte derzeit rund $20 billion an Jahresumsatz und wachsen mit dreistelligen Raten.

Er fügte hinzu, dass, würde das Geschäft unabhängig betrieben, es eine Run-Rate von etwa $50 billion erreichen könnte, da die aktuellen Zahlen nur die Monetarisierung über AWS-Dienste abbilden.