Terra Quantum peilt Bewertung von $3.25 billion mit Nasdaq-SPAC-Deal an

Terra Quantum peilt Bewertung von $3.25 billion mit Nasdaq-SPAC-Deal an
Rivanshi Rakhrai
09. Apr. 2026, 16:16 PM
  • Terra Quantum plant Notierung an der Nasdaq via SPAC.
  • CEO nennt die USA als wichtigen Wachstumsmarkt und regulatorischen Vorreiter
  • Mittel zur Unterstützung von Expansion, Produktentwicklung und Akquisitionen.

Das deutsch-schweizerische Quanten­technologie-Unternehmen Terra Quantum kündigte am Donnerstag Pläne an, noch in diesem Jahr durch eine Fusion mit einer US-amerikanischen Special Purpose Acquisition Company (SPAC) an die Nasdaq zu gehen.

Der Deal soll das Unternehmen mit $3.25 billion bewerten und stellt einen bedeutenden Schritt in seiner Wachstumsstrategie dar.

Das Unternehmen hat ein unverbindliches Absichtsschreiben mit Mountain Lake Acquisition Corp. II unterzeichnet, um die Transaktion zu verfolgen.

Der Zeitplan ist zwar vorläufig, doch Terra Quantum strebt an, die Notierung noch in diesem Jahr abzuschließen.

US-Markt gilt als strategischer Wachstumsmotor

Die Entscheidung von Terra Quantum, eine Notierung in den USA anzustreben, spiegelt den strategischen Fokus auf den amerikanischen Markt wider.

Gründer, Vorsitzender und CEO Markus Pflitsch sagte Reuters, dass die Vereinigten Staaten eine zentrale Rolle bei der Expansion des Sektors und dessen regulatorischem Rahmen spielen.

"Die USA sind hier die treibende Kraft und der Maßstab.

Und wir wollen in der Champions League spielen", sagte Pflitsch und hob damit die Ambition des Unternehmens hervor, im Bereich der Quantentechnologie auf höchstem Niveau zu konkurrieren.

Pflitsch, der sich selbst als "halb Quantenphysiker, halb Banker" bezeichnet, betonte zudem die Bedeutung, sich am globalen Epizentrum technologischer und finanzieller Innovation auszurichten.

SPAC-Weg bietet Stabilität inmitten von Marktschwankungen

Nach Angaben von Pflitsch bietet eine SPAC-Notierung Terra Quantum gegenüber einem traditionellen Börsengang bestimmte Vorteile.

Er erklärte, dass dieser Weg die Anfälligkeit gegenüber Marktturbulenzen verringere und direkte Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Anleger mit anderen IPOs im Sektor vermeide.

Der CEO bestätigte, dass er nach der Transaktion weiterhin Großaktionär bleiben werde.

Die Erlöse aus dem Deal sollen voraussichtlich in die Beschleunigung von Wachstumsinitiativen fließen, darunter Produktentwicklung und mögliche Akquisitionen.

Anwendungen branchenübergreifend ausbauen

Terra Quantum, 2019 gegründet und mit Hauptsitz in St. Gallen (Schweiz), konzentriert sich darauf, die Quantenmechanik zu nutzen, um Technologien zu entwickeln, die klassische Systeme übertreffen.

Zum Angebot des Unternehmens gehören Algorithmen, Software und Sicherheitslösungen für eine breite Palette von Branchen.

Terra Quantum erklärte, die geplante Notierung spiegele das Vertrauen in die eigene Technologie und deren wachsende Relevanz in Sektoren wie Verteidigung, Finanzen, Pharma und Logistik wider.

Das Unternehmen hat mit mehreren globalen Konzernen zusammengearbeitet, darunter Siemens, Unilever, HSBC und BBVA.

In diesen Partnerschaften wurden Anwendungen untersucht, die von Drohnendesign bis zur Bewertung von Derivaten reichen.

Obwohl Terra Quantum keine detaillierten Finanzzahlen offengelegt hat, bezeichnete Pflitsch die Umsätze des Unternehmens als "erheblich".

Er fügte hinzu, dass das Unternehmen von wiederkehrenden Einnahmequellen profitiere, insbesondere durch die Lizenzierung seines geistigen Eigentums.

Das Unternehmen unterhält ein umfangreiches Portfolio an IP-geschützten Algorithmen, die voraussichtlich ein zentraler Treiber künftiger Einnahmen bleiben werden.

Während Terra Quantum seinen geplanten Nasdaq-Start vorantreibt, wird die Notierung als Meilenstein in den Bestrebungen angesehen, die Aktivitäten zu skalieren und die Präsenz in dem sich schnell entwickelnden Bereich der Quantentechnologie zu stärken.