Warum fällt die SK Hynix-Aktie trotz Rekordgewinn im ersten Quartal?

Warum fällt die SK Hynix-Aktie trotz Rekordgewinn im ersten Quartal?
Devesh Kumar
23. Apr. 2026, 07:39 AM

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Invezz
SK Hynix (Hynix)

SK Hynix kaufen. Der Rekordgewinn im Q1 plus die explizite Aussage, dass die HBM-Kundenanfragen die Kapazität für die nächsten drei Jahre übersteigen, bedeutet, dass die Nachfrageseite weiterhin angespannt ist. Die verhaltene Reaktion der Aktie spiegelt größtenteils bereits eingepreiste Stärke wider, nicht einen Nachfragerückgang. Der nächste Katalysator ist eine durch höhere Capex getriebene Kapazitätserhöhung, die sich in mehr Lieferungen und anhaltender Preissetzungsmacht niederschlägt, solange der Ausbau von KI-Rechenzentren anhält.

Kernrisiko: Die HBM-Nachfrage kühlt schneller ab, als SK Hynix die Produktion hochfahren kann, was die Preise nach unten drückt und die "Kapazitätsknappheit"-Story in Überangebot verwandelt.

ASML (EUV tools)

ASML kaufen. SK Hynix erweitert die Kapazitäten und kauft fortschrittliche EUV-Lithographieanlagen, was direkt auf anhaltende Nachfrage nach Wafern und führender Ausrüstung hinweist. Wenn die KI-Speicherengpässe anhalten, finanzieren Kunden weiterhin Capex, auch wenn die Kursreaktionen flach aussehen – das stützt ASMLs Auftragslage und Auftragsbestand.

Kernrisiko: KI-getriebene Investitionspausen oder Verzögerungen bei den Speicherherstellern reduzieren neue Bestellungen für EUV-Anlagen und das Wachstum des Auftragsbestands.

  • Rekordgewinn im Q1 getrieben durch stark steigende KI-Speicher-Nachfrage.
  • Aktien stiegen vor den Quartalszahlen um 90%, wodurch die Aufwärtsreaktion begrenzt wurde.
  • HBM-Nachfrage übersteigt das Angebot für die nächsten drei Jahre.

Der Rekordgewinn von SK Hynix im ersten Quartal verhalf der Aktie am Donnerstag nicht zu einem stärkeren Anstieg, da Anleger abwägen, ob der KI-getriebene Speicherboom das gleiche Tempo halten kann.

Der südkoreanische Chiphersteller meldete für den Zeitraum Januar-März einen Betriebsgewinn von 37.6 trillion won ($25.4 billion).

Die Zahl stieg damit mehr als fünffach gegenüber dem Vorjahr, bei einem Umsatz von 52.6 trillion won.

Trotzdem fiel die Marktreaktion verhalten aus, weil die Erwartungen durch die Serie herausragender Ergebnisse des Unternehmens bereits sehr hoch geschraubt worden waren.

Die Erwartungen waren bereits extrem hoch

Der erste Grund, warum die Aktie nicht stärker belohnt wurde, ist einfach: Anleger waren bereits auf Stärke positioniert.

Die SK Hynix-Aktie war vor der Gewinnmitteilung in diesem Jahr bereits um fast 90% gestiegen, sodass das jüngste Quartal eher eine Bestätigung als eine neue Überraschung darstellte.

Die Aktie notierte nach der Bekanntgabe am Morgen 2.1% tiefer.

Analysten werteten die Reaktion klar und sagten, die Ergebnisse hätten Anleger nicht vollständig beeindruckt, die bezweifeln, wie lange die boomenden KI-Speicherverkäufe anhalten können.

Bei einer Aktie, die bereits so stark gestiegen ist, kann selbst ein Rekordquartal so aussehen, als bekomme der Markt lediglich das, was er erwartet hatte.

Das gilt besonders, wenn die Gewinne des Unternehmens von einem so dominanten Thema wie der KI getrieben werden, bei dem der Optimismus den kurzfristigen Fundamentaldaten vorauslaufen kann.

SK Hynix ist zu einem der deutlichsten Nutznießer des weltweiten Ausbaus von Rechenzentren geworden, was jedoch auch bedeutet, dass der Aktienkurs nun sehr sensibel reagiert.

Die eigentliche Debatte betrifft die Nachhaltigkeit, nicht die Richtung

Das tiefere Problem hinter der verhaltenen Reaktion der Aktie ist nicht, ob die Nachfrage heute stark ist, sondern ob sie so bleiben kann.

SK Hynix erklärte, die Kundenanfragen nach High-Bandwidth Memory (HBM) überstiegen bereits die Produktionskapazität für die nächsten drei Jahre.

Das ist ein starkes Zeichen für die Nachfrage, unterstreicht aber auch das Lieferengpassproblem, das das Unternehmen überwinden muss, bevor der Markt die Aktie weiter nach oben schiebt.

Vorsitzender Chey Tae-won warnte zudem, dass der umfassendere Mangel an Halbleiterwafern sich bis 2030 hinziehen könnte, weil die KI-Nachfrage dem Angebot vorausläuft.

Diese Aussage erklärt mit, warum Anleger die Ergebnisse eher als Beleg für einen starken Zyklus denn als Ende der Bewertungsdebatte betrachten.

Der Markt fragt, wie lange die Preissetzungsmacht anhalten kann, wenn Kunden bereits eilig Kapazitäten für mehrere Jahre im Voraus sichern.

Capex könnte steigen, doch Wachstum braucht Zeit

SK Hynix versucht, diese Frage durch verstärkte Investitionen zu beantworten.

Das Unternehmen plant, die Investitionsausgaben über die 30.2 trillion won des Vorjahres hinaus zu erhöhen und die Kapazität durch ein neues Chipwerk in Südkorea sowie den Kauf fortschrittlicher EUV-Lithographieanlagen von ASML auszubauen.

Die Investitionsausgaben dürften in diesem Jahr deutlich steigen.

Die Strategie ist logisch, bringt jedoch auch Verzögerungen mit sich: Neue Wafer-Starts, Verpackungslinien und Anlagen brauchen Zeit, bis sie sich in Umsätzen niederschlagen.