Microsoft übertrifft Q4-Erwartungen, Azure-Wachstum schlägt Prognosen
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Kaufen Sie Microsoft (MSFT). Das Quartal zeigt ein Azure‑Wachstum von 43% (über den ~40% Erwartungen), einen jährlichen Azure‑Umsatz, der $100B überschreitet, und Microsoft 365 Copilot zahlende Sitze, die auf über 30M steigen. Damit wird die zentrale Marktangst – dass KI‑Ausgaben sich nicht auszahlen – sowohl durch Cloud‑Wachstum als auch durch Monetarisierung widerlegt. Der vertraglich gebundene Cloud‑Auftragseingang von $678B stützt zudem die Sichtbarkeit künftiger Umsätze.
Kernrisiko: Die Kosten für KI‑Infrastruktur steigen schneller als die Monetarisierung von Copilot und Azure, drücken die Margen und untergraben die These, dass „Ausgaben in Wachstum konvertieren“.
Kaufen NVIDIA (NVDA). Der Capex‑Anstieg von Microsoft (+70% YoY auf $41B) und anhaltende Kapazitätsengpässe bis Ende 2026 bedeuten, dass mehr KI‑Rechenbedarf in die GPU‑Lieferkette fließen wird. Die Ausweitung von Microsofts KI‑Diensten (Copilot‑Sitze, Azure‑Wachstum) ist genau die Art von Workload, die NVDAs Rechenzentrumsumsätze antreibt.
Kernrisiko: Die Nachfrage nach KI‑Capex verlangsamt sich, weil Hyperscaler Haushaltsgrenzen erreichen oder zu günstigeren Alternativen wechseln, was zu geringeren zusätzlichen GPU‑Bestellungen führt.
- Microsoft übertrifft Q4‑Erwartungen, Azure‑Umsatz steigt um 43%.
- Azure überschreitet $100 billion Jahresumsatz; Copilot erreicht 30 million bezahlte Sitze.
- KI‑Nachfrage stützt Wachstum trotz Anstieg der Quartals‑Capex auf $41 billion
Microsoft übertraf die Erwartungen der Wall Street für das vierte Geschäftsquartal, da stärker als erwartetes Azure‑Wachstum und die zunehmende Verbreitung seiner KI‑Produkte dazu beitrugen, Anlegerbedenken über die massiven Ausgaben des Unternehmens für KI‑Infrastruktur zu dämpfen.
Die Aktien von Microsoft MSFT stiegen nach Veröffentlichung der Zahlen im nachbörslichen Handel um etwa 3.5%, da Anleger positiv auf die robuste Cloud‑Performance und die anhaltende Dynamik bei KI‑bezogenen Dienstleistungen reagierten.
Azure-Wachstum übertrifft Erwartungen, KI‑Nachfrage bleibt stark
Microsoft meldete, dass die Azure‑Cloud‑Umsätze im vierten Geschäftsquartal um 43% zulegten und damit die Analystenerwartungen von rund 40% übertrafen, so Visible Alpha.
Das Cloud‑Geschäft erzielte im Quartal $39.3 billion an Umsatz.
Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass Azures Jahresumsatz erstmals $100 billion überschritt, was die anhaltende Nachfrage der Unternehmen nach Cloud‑Infrastruktur und KI‑Diensten unterstreicht.
Chief Executive Officer Satya Nadella sagte: "Azure revenue surpassed $100 billion for the first time, and Microsoft 365 Copilot reached over 30 million paid seats, reflecting the confidence customers are placing in us to power their AI transformation."
Die Abonnements von Microsoft 365 Copilot lagen im vorherigen Quartal bei 20 million, und die Ergebnisse lagen über den Analystenerwartungen von 26.9 million, so Reuters‑Berechnungen auf Basis von Schätzungen mehrerer Broker.
Das Unternehmen meldete zudem einen vertraglich gebundenen Cloud‑Auftragseingang in Höhe von $678 billion zum Ende des Quartals, nach $627 billion im Vorquartal.
Umsatz und Gewinn übertreffen Wall‑Street‑Prognosen
Microsoft verzeichnete einen Quartalsumsatz von $90 billion, ein Plus von 18% gegenüber dem Vorjahr, und übertraf damit Analystenschätzungen von $87.42 billion.
Der Nettogewinn stieg im Quartal um 31% auf $35.8 billion.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei $4.81 und damit über den Konsenserwartungen von $4.2 je Aktie.
Die Zahlen stärkten das Vertrauen der Anleger, dass sich Microsofts KI‑Investitionen in eine stärkere finanzielle Leistung umsetzen lassen, trotz Bedenken hinsichtlich der hohen Branchenausgaben für Rechenzentren.
Microsoft bleibt eines der führenden Unternehmen des KI‑Booms durch die langjährige Partnerschaft mit OpenAI und baut gleichzeitig seine eigenen KI‑Fähigkeiten aus, indem es interne Modelle entwickelt und Technologien von Unternehmen wie Anthropic in sein Angebot integriert.
Ausgaben für KI‑Infrastruktur bleiben hoch
Microsoft setzte die aggressive Investition in KI‑Infrastruktur im Quartal fort.
Die Investitionsausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 70% auf $41 billion, was die anhaltenden Ausgaben für Rechenzentren und Hochleistungsrecheninfrastruktur zur Unterstützung von KI‑Diensten widerspiegelt.
Obwohl diese Zahl leicht unter den Markterwartungen von $42.37 billion lag, stellte sie einen deutlichen Anstieg gegenüber den $31.9 billion des Vorquartals dar.
Das Unternehmen prognostiziert rund $190 billion an Ausgaben im laufenden Kalenderjahr im Rahmen breiterer KI‑Infrastrukturinvestitionen der Technologiebranche.
Microsoft hat zuvor erklärt, dass das Cloud‑Wachstum durch begrenzte Rechenkapazität eingeschränkt bleibt, eine Situation, die voraussichtlich mindestens bis Ende 2026 anhalten wird.
Das Unternehmen erweitert die Kapazitäten auch durch Partnerschaften jenseits des eigenen Rechenzentrums‑Ausbaus, darunter eine kürzlich geschlossene Vereinbarung mit dem französischen KI‑Startup Mistral.
Trotz des Ergebnisüberraschung am Mittwoch liegen die Microsoft‑Aktien in diesem Jahr weiterhin etwa 18% im Minus.
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