Airbus-Gewinn halbiert sich, da Triebwerksverzögerungen Lieferungen drosseln
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Kaufen EADSY. Das Quartal zeigt Ergebnisdruck durch Triebwerksengpässe, doch Airbus bestätigte sein Liefersziel für 2026 (~870) und bekräftigte die Produktionshochfahrpläne (70–75 Flugzeuge der A320-Familie/Monat bis Ende 2027). Der Markt bewertet einen größeren, länger anhaltenden Einbruch als die eigene Unternehmensprognose nahelegt; sobald sich die Lieferungen von Pratt & Whitney normalisieren, sollten Auslieferungen und Margen schnell wieder anziehen, da die Nachfrage weiterhin stark ist und treibstoffeffiziente Jets bevorzugt werden.
Kernrisiko: Verzögerungen bei Pratt & Whitney ziehen sich bis 2026/2027 hin und zwingen Airbus, die Lieferziele erneut zu kürzen.
Verkaufen BA. Boeings Auslieferungsmomentum stützt die Stimmung, aber die Nachrichtenlage dreht sich hier um Airbus, das Lieferengpässe aufholt, während Boeings operative Verbesserungen weiterhin fragil sein können. Sollte Airbus Marktanteile zurückgewinnen, sobald die A320-Produktion sich stabilisiert, schmilzt Boeings kurzfristiger Vorteil; BA bleibt dagegen Ausführungsrisiken und Kostenüberschreitungen ausgesetzt, die die Ergebnisse belasten können, selbst bei besseren Auslieferungen.
Kernrisiko: Boeings operative Probleme treten erneut auf (Qualitäts-/Lieferprobleme) und Auslieferungen oder Margen verschlechtern sich schneller als vom Markt erwartet.
- Airbus-Gewinn sinkt um 52 %, da Triebwerksverzögerungen Lieferungen treffen.
- Lieferprobleme drosseln die Produktion; Boeing liegt im Q1 vorn.
- Airbus hält an den Zielen für 2026 fest, trotz anhaltender Herausforderungen.
Airbus meldete am Dienstag einen starken Rückgang der Ergebniszahlen für das erste Quartal, da Störungen in der Lieferkette – insbesondere Triebwerksengpässe – die Flugzeuglieferungen bremsten und die Profitabilität belasteten.
Das bereinigte Betriebsergebnis sank im Jahresvergleich um 52 % auf 300 Millionen Euro und lag damit deutlich unter den Analystenerwartungen von 348 Millionen Euro.
Der Umsatz ging in den drei Monaten bis zum 31. März um 7 % auf 12,65 Milliarden Euro zurück, lag damit aber leicht über dem Konsens von 12,39 Milliarden Euro.
Der Nettogewinn fiel ebenfalls um 26 % auf 586 Millionen Euro.
Der weltweit größte Flugzeugbauer lieferte im Quartal 114 Verkehrsflugzeuge aus, ein Rückgang von 16 % gegenüber 136 ein Jahr zuvor, und blieb damit hinter Boeing zurück, das im gleichen Zeitraum 143 Flugzeuge auslieferte.
Trotz der schwächeren Entwicklung bestätigte Airbus sein Jahreslieferziel von rund 870 Flugzeugen für 2026 gegenüber 793 Auslieferungen in 2025.
Triebwerksengpässe und Lieferprobleme halten an
Ein zentraler Faktor für die Verlangsamung sind anhaltende Verzögerungen bei Triebwerkslieferungen von Pratt & Whitney, einer Tochtergesellschaft der RTX Corporation.
Airbus erklärte, der Engpass habe das Unternehmen gezwungen, die Produktion der meistverkauften A320-Jets zu drosseln, obwohl die Nachfrage weiterhin stark sei.
Airbus-Chef Guillaume Faury räumte den anhaltenden Streit mit dem Zulieferer ein und sagte:
"Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem wir eine Einigung haben", sagte Faury, "aber wir arbeiten auf beiden Ebenen weiter — auf der einen Seite der Streit und auf der anderen Seite Verhandlungen, um die bestehende Meinungsverschiedenheit konstruktiv zu lösen."
Das Unternehmen hatte bereits Anfang des Jahres Schritte eingeleitet, um seine vertraglichen Rechte gegenüber dem Triebwerkshersteller aufgrund von Lieferengpässen durchzusetzen.
Weitere Herausforderungen in der Lieferkette, darunter Verzögerungen bei der Beschaffung von Komponenten wie Sitzen und Toiletten, haben die Produktionszeitpläne zusätzlich erschwert.
Aufgrund dieser anhaltenden Engpässe hatte Airbus in mehreren Jahren bereits Lieferziele gekürzt.
Eine administrative Verzögerung, die fast 20 für chinesische Kunden bestimmte Flugzeuge betraf, trug ebenfalls zum Lieferdefizit im ersten Quartal bei, wobei das Problem inzwischen behoben ist.
Ausblick trotz Herausforderungen stabil
Trotz kurzfristiger Gegenwinde bekräftigte Airbus seine Produktions- und Finanzziele und signalisierte Vertrauen in die Fähigkeit, mit Lieferengpässen umzugehen.
Das Unternehmen strebt weiterhin an, bis Ende 2027 zwischen 70 und 75 Flugzeuge der A320-Familie pro Monat zu produzieren.
Zudem bestätigte es Pläne, die Produktion auch bei anderen Modellen wie A220, A330 und A350 in den kommenden Jahren hochzufahren.
Für 2026 erwartet Airbus ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro und einen Free Cashflow vor Kundenfinanzierung von etwa 4,5 Milliarden Euro.
Faury wies darauf hin, dass geopolitische Risiken weiterhin eine Rolle spielen, insbesondere im Nahen Osten, betonte jedoch, dass die Nachfrage stabil geblieben sei.
"Das operative Umfeld bleibt dynamisch und komplex. Wir beobachten das potenzielle Risiko durch die sich schnell verändernde Lage im Nahen Osten genau", sagte Faury. "Im Bereich der Verkehrsflugzeuge fahren wir unsere Produktion gemäß Plan hoch und produzieren weiter, während wir mit dem Mangel an Pratt & Whitney-Triebwerken umgehen."
Hohe Kerosinpreise stützen zudem die Nachfrage nach treibstoffeffizienten Flugzeugen, auch wenn einige Airlines die Flugfrequenzen anpassen.
Anhaltende Störungen in der Lieferkette haben jedoch die Anlegerstimmung belastet; die Airbus-Aktie liegt seit Jahresbeginn mehr als 16 % im Minus.
Unterdessen hat Boeing wieder an Schwung gewonnen, gestützt durch verbesserte Abläufe und eine stärkere Auslieferungsleistung.
Airbus steht nun vor der Herausforderung, die Produktion in den verbleibenden Quartalen des Jahres zu beschleunigen, um seine Lieferziele zu erreichen und gleichzeitig die anhaltenden Lieferengpässe zu lösen.
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