Apple-Aktie: UBS erklärt, warum das Q2-Ergebnis stark ausfallen dürfte

Apple-Aktie: UBS erklärt, warum das Q2-Ergebnis stark ausfallen dürfte
Wajeeh Khan
28. Apr. 2026, 19:02 PM

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Invezz
AAPL-Long

Apple (NASDAQ: AAPL) vor Q2 kaufen. UBS erwartet iPhone-Umsatzanstieg von etwa 20 % im Jahresvergleich aufgrund der Stärke der Lieferkette und anhaltender Nachfrage und hat das Kursziel auf 287 USD erhöht (etwa +7 %). Die Options-Skew ist bullisch (May 1 Put-to-Call ~0,38) und die Aktie notiert über wichtigen gleitenden Durchschnitten mit einem RSI im oberen Bereich der 50er, was das Momentum bis zur Veröffentlichung stützt.

Kernrisiko: Wenn die Q2-Prognose oder der Kommentar auf eine nachlassende Nachfrage in China oder Produktionsverzögerungen für die Feiertage hinweist, könnte dies trotz starker Schlagzeilen zu einer Abwertung nach den Zahlen führen.

AAPL Call-Spread

Kauf eines AAPL-Call-Spreads vor den Ergebnissen (z. B. Kauf der May 1-Calls um 280 USD und Verkauf von Calls mit höherem Strike). Das Setup geht laut Optionsbewertung von einer wahrscheinlichen Aufwärtsbewegung von >3 % unmittelbar nach den Zahlen aus, wobei die bullishe Skew darauf hindeutet, dass Calls im Verhältnis zur Pop-Wahrscheinlichkeit unterbewertet sind. Das begrenzt den Schaden, falls die Aktie weniger als erwartet aufgappt.

Kernrisiko: Ein „gut, aber nicht großartig“ ausfallendes Quartal, in dem das iPhone-Wachstum enttäuscht und das Management höhere Speicherpreise oder ein schwächeres China thematisiert, könnte zu einer seitwärts bis negativen Reaktion nach den Zahlen führen, die den kurzfristigen Wert der Calls zerstört.

  • UBS hebt Kursziel für Apple-Aktie vor den Q2-Zahlen am Apr. 30 an.
  • Analyst David Vogt erklärte die Gründe in einer Research-Notiz am Dienstagmorgen.
  • AAPL-Aktien sind diesen Monat bereits um rund 10 % gestiegen (April 2026).

Apple (NASDAQ: AAPL) steigt leicht an, während der mit Spannung erwartete Q2-Gewinnbericht ansteht, der für April 30th (nach Börsenschluss) geplant ist.

Der Konsens geht davon aus, dass der iPhone-Hersteller 1,92 USD je Aktie an Gewinn bei fast 110 Mrd. USD Umsatz ausweist. Das würde sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis einem Anstieg im mittleren zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr entsprechen.

Die Apple-Aktie ist diesen Monat bereits um rund 10 % gestiegen, doch UBS-Analysten unter der Leitung von David Vogt erwarten, dass sie nach der Quartalsveröffentlichung weiter zulegen wird.

UBS hebt Kursziel für Apple-Aktie an

UBS hat sein Kursziel für AAPL-Aktien im Vorfeld des Q2-Berichts des Konzerns angehoben.

Die Bank sieht nun 287 USD für dieses Jahr, was ein weiteres Potenzial von etwa 7 % gegenüber dem aktuellen Niveau signalisiert.

Laut Analyst David Vogt sollten die Stärke der Lieferkette und anhaltende Nachfrage dazu führen, dass die iPhone-Umsätze im zweiten Quartal im Jahresvergleich um rund 20 % zulegen.

Das wäre besonders beeindruckend angesichts des globalen Engpasses bei Speicherbausteinen, der viele von Apples Konkurrenten belastet.

In seiner Research-Notiz lobte Vogt Apples strategische Fähigkeit, kritische Komponenten wie RAM für das MacBook Neo und das iPhone 17 zu sichern, was seiner Ansicht nach dem Konzern hilft, Marktanteile auszubauen.

Der UBS-Analyst hob zudem seine Umsatzschätzung für Q3 an, was darauf hindeutet, dass das Momentum alles andere als ein Ein-Quartal-Effekt ist.

Wohin Optionsdaten die AAPL-Aktie weisen

Der Derivatemarkt scheint Vogts Optimismus in Bezug auf die Apple-Aktie vor der Q2-Zahl zu teilen.

Laut Barchart liegt das „put-to-call ratio“ bei Optionskontrakten mit Ablauf am May 1st – unmittelbar nach der Gewinnveröffentlichung – derzeit bei 0,38 und deutet damit auf eine starke bullishe Schieflage hin.

Die obere Preisgrenze dieser Kontrakte von rund 280 USD deutet darauf hin, dass AAPL unmittelbar nach dem Quartalsbericht mehr als 3 % über dem aktuellen Kurs notieren könnte.

Hinweis: Apple Inc liegt derzeit deutlich über seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten (MAs), und ein RSI im späten Bereich der 50er deutet auf Potenzial für anhaltende Aufwärtsdynamik hin.

Was Apple nach dem Q2-Ergebnis belasten könnte

Andererseits könnten negative Überraschungen in bestimmten Bereichen der Q2-Zahl die langfristige Perspektive der AAPL-Aktie trüben.

Beispielsweise dürften Anleger negativ reagieren, wenn das Management auf makroökonomische Schwäche in wichtigen Märkten wie China hinweist, wo die Verbrauchernachfrage historisch sensibel auf Handelsspannungen reagiert hat.

Außerdem könnte die Erwähnung von Produktionsverzögerungen für den bevorstehenden Feiertagszyklus oder ein Mangel an Innovationen bei der Integration von „Physical AI“ die Stimmung dämpfen.

Apple muss auch die steigenden Kosten für Speicherbausteine adressieren, damit der Aktienkurs seine Gewinne ausweiten kann.

Sollte eine dieser Sorgen einen Verkaufsdruck nach den Ergebnissen auslösen, wäre das eine Erinnerung für Anleger daran, dass selbst die wertvollsten Unternehmen der Welt nicht immun gegen globale wirtschaftliche Gegenwinde sind.