Alphabet-Aktie vor Q1-Zahlen kaufen? Warum Sie zweimal überlegen sollten
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Kaufen Sie einen GOOG-Put-Spread mit Laufzeit kurz nach den Zahlen (z. B. Kauf von 1–2 OTM-Puts und Verkauf eines weiter außen liegenden OTM-Puts). Damit wird direkt auf die wahrscheinliche Neubewertung nach den Ergebnissen gesetzt, falls die Margen enttäuschen oder der Ausblick mehr Capex/Abschreibungsbelastung andeutet. Die These ist die gleiche wie beim Fade: Momentum ist bereits eingepreist, die Margenunsicherheit ist enorm und der Markt warnt ausdrücklich davor, Schwäche zu ignorieren.
Kernrisiko: Der Ergebnisbericht und der Ausblick könnten den Druck auf KI-Margen deutlich entschärfen und eine starke Aufwärtsbewegung auslösen, die den Put-Spread zunichte macht.
Verkaufen Sie NASDAQ:GOOG im Umfeld der Q1-Zahlen. Die Aktie ist in 30 Tagen um 21 % gestiegen und gilt als „fair bewertet“, während die EPS-Erwartungen geteilt sind ($2.63 vs $2.73) und die Prognosen für die Cloud-Marge 11.6%–34% reichen — ein klassisches Setup für ein Margen-Fehlschlag, selbst wenn der Umsatz wächst. Bei Capex von $91.4B und Abschreibungen, die um 38 % auf $21.1B gestiegen sind, dürften KI-Ausgaben die kurzfristige Ergebnisqualität belasten. Die erwartete Ereignisbewegung liegt bei etwa ~5.6 % in beide Richtungen, sodass eine Abwärtsschieflage von einer hohen Messlatte attraktiv erscheint.
Kernrisiko: Die Cloud-Margen liegen am oberen Ende (nahe dem Maximum der 11.6%–34% Spanne) und die KI-Infrastrukturausgaben drücken das EPS nicht.
- Starker Kursanstieg erhöht die Messlatte vor den Zahlen.
- Umsatzwachstum solide, Margenaussichten bleiben unsicher.
- Optionsdaten signalisieren erhöhte Volatilität und Event-Risiko.
Die Alphabet-Aktie (NASDAQ: GOOG) geht heute Abend mit bereits stark eingepreister Dynamik in den Bericht zu den Ergebnissen des ersten Quartals 2026.
Die Aktie ist in den letzten 30 Tagen um 21 % gestiegen, und eine kürzlich erschienene Vorschau warnte, dass „Investoren nicht erwarten sollten, dass der Markt jegliche Schwäche nach diesem Anstieg ignoriert“.
Das ist wichtig, weil die Messlatte hoch liegt: Aktuelle Schätzungen sehen den Umsatz bei rund $106.9 billion, während die Gewinnerwartungen im unteren bis mittleren Bereich von $2.60 pro Aktie liegen, wobei einige Modelle näher bei $2.73 liegen.
Das Gewinnparadoxon
Auf den ersten Blick wirkt Alphabet weiterhin wie eine Wachstumsstory.
Dem aktuellen Konsens zufolge wird erwartet, dass der Umsatz im Jahresvergleich um etwa 19 % steigt.
Das Gewinnbild ist jedoch deutlich undurchsichtiger: MEXC taxiert das EPS auf $2.63, was einem Rückgang von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde, während S&P Global angibt, dass der Visible Alpha-Konsens von $2.46 im Herbst auf $2.73 gestiegen ist.
Diese Spannbreite allein zeigt, dass der Markt noch damit ringt, wie stark sich die KI-Ausgaben in den Margen gegenüber dem Wachstum niederschlagen werden.
S&P Global zufolge reichen die Margenprognosen für Google Cloud für das Quartal von 11.6% bis 34% – eine gewaltige Spanne für ein Geschäft, das Investoren als primären Hebel für die Gewinne betrachten.
Diese Unsicherheit ist nicht nur theoretisch: Im Jahresbericht 2025 gibt Alphabet an, im vergangenen Jahr $91.4 billion für Kapitalausgaben ausgegeben zu haben und erwartet, die Investitionen 2026 deutlich zu erhöhen.
Der deutliche Anstieg der Capex erfolgt, während Abschreibungen und andere technische Infrastrukturkosten mit der Ausweitung von KI-Workloads steigen werden.
Die Abschreibungen sind bereits um 38 % auf $21.1 billion in 2025 gestiegen und sollen in diesem Jahr erneut „erheblich zunehmen“.
Zacks formuliert es unverblümt und bezeichnet Alphabet als „riskant für Anleger vor den Ergebnissen des ersten Quartals 2026“ und legt nahe, dass Geduld mit „einem günstigeren Einstiegspunkt“ belohnt werden könnte.
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Alphabet-Aktie: Die Falle der KI-Ausgaben
Die KI-Erzählung von Alphabet ist unbestreitbar überzeugend.
Im Update zum vierten Quartal sagte das Unternehmen, Google Cloud laufe mit einer annualisierten Rate von über $70 billion, und der Auftragsbestand sei auf $240 billion gestiegen.
Dieser Auftragsbestand klingt nach Sichtbarkeit, unterstreicht aber zugleich, wie viel von Alphabets kurzfristigem Cashflow in Infrastruktur umgeleitet wird, bevor sich die Erträge vollständig niederschlagen.
Deshalb ist die Bewertung hier wichtig.
Morningstar bezeichnet Alphabet auf dem aktuellen Niveau als „fair bewertet“ und nennt einen Fair-Value-Schätzwert von $340, was weit entfernt von Schnäppchenstatus ist.
Und selbst optimistische Analysten ignorieren den Druck nicht.
Mark Mahaney von Evercore ISI behält ein Outperform-Rating und ein Kursziel von $400 bei, weist aber weiterhin auf die KI-Infrastrukturausgaben als den ausschlaggebenden Faktor hin.
Was Optionsdaten offenbaren?
Optionshändler rechnen nach dem Bericht mit einer Bewegung von rund 5.6% in beide Richtungen.
Das ist eine Erinnerung daran, dass Käufe vor den Zahlen bedeuten, ein erhebliches Event-Risiko ohne Informationsvorsprung zu akzeptieren.
Alphabet notiert bereits nahe Rekordhöhen, sodass selbst eine moderate Enttäuschung die kurzfristige Stimmung stärker eintrüben könnte, als Anleger erwarten.
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