Warsh passiert wichtige Senatsabstimmung und ebnet Weg für Fed-Führungswechsel
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Die Bestätigungswahrscheinlichkeit für Warsh steigt, nachdem der Ausschuss ihn durchgewinkt hat, während Trump schnellere Zinssenkungen signalisiert. Wenn der Markt eine zinslockerndere, politisch beeinflusste Fed einpreist, sollte das kurze Ende eine Rally zeigen (Renditen fallen). Kaufen: 2Y Treasury-Futures (oder 2Y-Calls kaufen).
Kernrisiko: Die Inflation beschleunigt sich erneut oder die Fed signalisiert, sie werde restriktiv bleiben, sodass die Renditen wieder steigen.
Eine von Warsh geführte Fed, die schneller als Powell senkt, würde normalerweise den USD schwächen. Entscheidend ist jedoch das Risiko für die politische Unabhängigkeit: Märkte könnten eine höhere Risiko- beziehungsweise Vertrauensprämie für die Glaubwürdigkeit der US-Politik verlangen. Das kann den Dollar durch relative Safe-Haven-Zuflüsse und straffere globale Finanzbedingungen stützen. Kaufen: DXY-Exposure (z. B. long USD/JPY oder long DXY-Futures).
Kernrisiko: Warshs Haltung wird als glaubwürdig und inflationsbekämpfend wahrgenommen, was zu einer klaren Erzählung schneller zinslockernder Maßnahmen führen würde, die den Dollar schwächt.
- Warsh passiert Senatsausschuss und rückt näher an die Leitung der Fed heran.
- DOJ stellt Untersuchung ein, was den Weg für Warshs Nominierung erleichtert.
- Demokraten warnen vor Risiken für die Unabhängigkeit der Fed unter Warsh.
Die Nominierung von Kevin Warsh zum Leiter der Federal Reserve kam am Mittwoch voran, nachdem der Senatsbankenausschuss seine Kandidatur in einer scharf geteilten Abstimmung gebilligt hatte und damit den Weg für eine endgültige Bestätigung im von Republikanern kontrollierten Senat ebnete.
Der Ausschuss unterstützte Warsh mit 13–11 Stimmen entlang der Parteilinien, wobei alle Republikaner dafür und alle Demokraten dagegen stimmten.
Die Entscheidung bringt Präsident Donald Trump’s Kandidaten dem Ersatz des amtierenden Fed-Vorsitzenden Jerome Powell näher, dessen Amtszeit am May 15 endet.
Abstimmung im Ausschuss ebnet Weg für Bestätigung
Warshs Nominierung war unsicher, da der Republikaner Thom Tillis gedroht hatte, den Prozess wegen einer Untersuchung des Department of Justice zu Kostenüberschreitungen im Zusammenhang mit der Renovierung der Fed-Zentrale in Washington zu blockieren.
Die Untersuchung, die Powell als politisch motiviert bezeichnete, wurde letzte Woche eingestellt, nachdem die US-Staatsanwältin Jeanine Pirro sie zuvor verfolgt hatte.
Tillis, der die Untersuchung als „bogus“ und als Bedrohung der Unabhängigkeit der Fed bezeichnet hatte, zog seinen Widerstand zurück, nachdem ihm zugesichert worden war, dass der Fall ohne eine Überweisung des Inspector General der Fed nicht wiederaufgenommen würde.
Der Schritt räumte effektiv den Weg für die weitere Behandlung von Warshs Nominierung.
Der Zeitpunkt der Abstimmung fiel zudem mit der jüngsten Zinsentscheidung der Fed zusammen, die eine von Powells letzten politischen Ankündigungen als Vorsitzender sein könnte.
Politikausblick und politische Spannungen im Fokus
Es wird allgemein erwartet, dass die Fed ihren abwartenden Kurs bei den Zinsen beibehält, während die Entscheidungsträger mit anhaltender Inflation, einem stabilen Arbeitsmarkt und preisdruck infolge des Iran-Konflikts umgehen.
Die Spannungen zwischen Trump und Powell haben sich in den letzten Monaten verschärft, wobei der Präsident die Zurückhaltung der Fed, die Zinsen stärker zu senken, wiederholt kritisierte.
Trump hat zudem Erwartungen an die künftige Politik unter Warsh geäußert und in einem CNBC-Interview gesagt, er wäre enttäuscht, wenn die Zinsen nicht umgehend gesenkt würden.
Warsh seinerseits hat zugesichert, die Unabhängigkeit der Zentralbank zu schützen, während er gleichzeitig mögliche Änderungen der geldpolitischen Strategie skizzierte.
Während seines Bestätigungsverfahrens kritisierte er den Umgang der Fed mit der postpandemischen Inflation und sprach sich für einen neuen Rahmen zur Bewältigung anhaltender Preisdrucke aus, lieferte dabei jedoch nur begrenzte Details.
Er hat außerdem vorgeschlagen, die $6.7 trillion schwere Bilanz der Fed zu verkleinern und die Kommunikationsweise der Institution gegenüber den Finanzmärkten zu überdenken.
Demokraten äußern Bedenken hinsichtlich Unabhängigkeit und Transparenz
Demokratische Abgeordnete haben starke Opposition gegen Warshs Nominierung geäußert und davor gewarnt, dass seine Ernennung den politischen Einfluss auf die Geldpolitik verstärken könnte.
Senatorin Elizabeth Warren sagte: „Der Gestank der Stagflation liegt in der Luft“, und fügte hinzu, dass die Bestätigung Warshs Trump helfen würde, die Richtung der Fed-Politik zu dominieren. „Trump hat seine Übernahme nicht verschleiert“, sagte sie.
Es wurden auch Bedenken bezüglich Warshs finanzieller Offenlegungen geäußert.
Er und seine Ehefrau, Jane Lauder, gaben Vermögenswerte von mindestens $192 million an, obwohl Schätzungen darauf hindeuten, dass ihr Gesamtvermögen deutlich höher ist. Warsh hat sich verpflichtet, bestimmte Beteiligungen zu veräußern, deren Details nicht öffentlich offengelegt sind.
Ökonomen haben sich ebenfalls zu den möglichen Auswirkungen seiner Führung geäußert. Gregory Daco von EY-Parthenon sagte in einem Bloomberg-Bericht: „In der Summe deutet das auf einen zentralisierteren, weniger transparenten und potenziell stärker politisch exponierten Politikrahmen hin.“
Mit Abschluss der Ausschussabstimmung scheint Warsh nun auf Kurs für eine Bestätigung durch den gesamten Senat zu sein, was den Rahmen für einen der bedeutendsten Führungswechsel bei der Federal Reserve seit Jahren setzt.
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