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Rolls-Royce-Aktie zeigt seltenes bullisches Muster – steht ein Sprung bevor?

Rolls-Royce-Aktie zeigt seltenes bullisches Muster – steht ein Sprung bevor?
Crispus Nyaga
05. Mai 2026, 12:01 PM

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Rolls-Royce (RR.L)

Kauf RR.L. Das Unternehmen bestätigte seine Ziele und zeigte, dass die Triebwerk‑Flugstunden (LFH) stabil bleiben, mit einer Erholung der EFH im Nahen Osten für den Trent XWB über dem Vorkonfliktniveau. Das stützt unmittelbar das „pro Flugstunde bezahlte“ Modell, sodass die Marktängste hinsichtlich Treibstoff-/Verkehrsbelastungen übertrieben erscheinen. Auch die technischen Indikatoren unterstützen dies: Doppelboden nahe 1,093p, Nackenlinie ~1,322p und ein RSI, der versucht, die 50 zu überschreiten – damit ist ein Anstieg auf 1,322p und anschließend 1,413p angelegt.

Kernrisiko: Ein erneuter Schock durch Reise‑/Treibstoffprobleme führt zu weiteren Stornierungen, drückt die Flugstunden wieder nach unten und untergräbt das Vertrauen des Managements in die Zielerreichung.

Rolls‑Royce Triebwerksservices (Exponierung pro Flugstunde)

Kauf RR.L. Aufgrund des Hebels im Geschäft mit Triebwerksservices: Falls sich die EFH stabilisiert, während Stornierungen sich auf Narrow‑Body konzentrieren, sollte RR den Umsatz pro Flugstunde besser halten als Wettbewerber, die stärker an die Passagiernachfrage gekoppelt sind. Der entscheidende Katalysator ist anhaltender Orderfluss (Lieferungen des Trent 1000 XE; mögliche Flugzeugbestellungen aus China) sowie ein steigender Auftragsbestand im Energiesektor (£7,3 Milliarden), der die Zyklizität abfedert.

Kernrisiko: Bestellungen bleiben aus oder die Umwandlung des Auftragsbestands verlangsamt sich, und der Markt bewertet die ‚Service‑Resilienz‘ als temporär statt dauerhaft.

  • Der Kurs der Rolls‑Royce‑Aktie hat sich in den letzten zwei Tagen erholt.
  • Die Aktie hat ein Doppelboden‑Muster ausgebildet.
  • Das Management ist der Ansicht, dass das Unternehmen sein Ziel trotz zunehmender Gegenwinde erreichen wird.

Der Kurs der Rolls-Royce-Aktie hat sich in den letzten zwei Tagen stabil gehalten, gestützt durch die Zusicherung des Unternehmens, dass das Geschäft trotz der anhaltenden Schwäche weiterhin rundläuft. RR stieg am Montag auf 1,200p, nach dem Monatstief von 1.093p.

Rolls-Royce Holdings profitiert von Diversifikation und Umsetzung

Rolls-Royce Holdings und andere Unternehmen der zivilen Luftfahrtbranche sehen sich in diesem Jahr erheblichen Gegenwinden gegenüber, unter anderem durch den kürzlichen Zusammenbruch von Spirit Airlines, einem führenden Anbieter im Low-Cost-Segment.

Die Jet-Kraftstoffpreise sind massiv gestiegen, und der Verkehr in einigen Regionen, insbesondere im Nahen Osten, hat sich angesichts des andauernden US‑Iran-Kriegs dramatisch verlangsamt.

Rolls-Royce ist von dieser Schwäche betroffen, vor allem falls die Krise eskaliert und Treibstoffknappheit in Europa seine Aktivitäten beeinträchtigt. Ein gutes Beispiel ist Lufthansa, die 20.000 Kurzstreckenflüge gestrichen hat.

In einer Erklärung auf der Hauptversammlung letzte Woche hielt das Management fest, dass das Jahr gut begonnen habe und man auf Kurs sei, das Ziel zu erreichen, das ein zugrundeliegendes Ergebnis von £4–£4,2 Milliarden und einen freien Cashflow von £3,6–£3,8 Milliarden umfasst.

Das Management stellte fest, dass die Large-Engine-Flugstunden (LFH) im ersten Quartal um 5% gestiegen und auf 115% des Niveaus von 2019 angestiegen seien. Es erwartet, dass die LFH zwischen 115% und 120% des Niveaus von 2019 liegen werden.

Diese Zahlen sind wichtig wegen des Geschäftsmodells des Unternehmens, das Dienstleistungen für Fluggesellschaften anbietet, die seine Triebwerke nutzen. Diese Airlines zahlen pro Triebwerk-Flugstunde, das heißt das Unternehmen verdient nur, wenn das Triebwerk im Einsatz ist.

Bemerkenswert sei laut Management die deutliche Erholung der EFH im Nahen Osten, wobei die EFH des Trent XWB über dem Vorkonfliktniveau liege. Die EFH sei in anderen Regionen weiterhin robust, wobei das Management anmerkt, dass die meisten Flugstreichungen im Segment der Narrow-Body-Flugzeuge erfolgt seien.

Zudem verzeichnet Rolls-Royce trotz der anhaltenden Herausforderungen in der Branche starke Bestellungen für seine Triebwerke. So erhielt das Unternehmen Bestellungen für den Trent 1000 XE, der im April auf acht Boeing-Flugzeugen eingesetzt wird. Außerdem könnte das Unternehmen profitieren, wenn Trump China besucht, wo von Fluggesellschaften Bestellungen über mehr als 500 Flugzeuge erwartet werden.

Darüber hinaus ist das Unternehmen zu einem wichtigen Akteur im Data-Center-Bereich geworden und liefert dort Lösungen für Unternehmen und Versorgungsbetriebe. Der Auftragsbestand im Energiesektor stieg auf £7,3 Milliarden. Das Unternehmen strebt außerdem an, eine bedeutende Rolle im Bereich der Small Modular Reactors (SMR) einzunehmen, in dem es bereits Bestellungen erhält.

Technische Analyse des Rolls‑Royce-Aktienkurses

rolls-royce share price

RR-Aktienchart | Quelle: TradingView 

Die Tages-Chart zeigt, dass der Kurs der Rolls‑Royce-Aktie in den letzten Tagen gestiegen ist. Diese Erholung erfolgte nach der Ausbildung eines Doppelbodens bei $1,093 und einer Nackenlinie bei 1,322p.

Die Aktie versucht, über den 50‑Tage-exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) auszubrechen. Außerdem hat sich der Relative-Stärke-Index (RSI) gedreht und versucht, die 50‑Marke zu überschreiten. 

Daher deutet die Kombination aus Doppelboden und steigendem RSI auf eine Erholung der Aktie hin, zunächst auf 1,322p und anschließend auf das Allzeithoch von 1,413p. Ein Rückfall unter die wichtige Unterstützung bei 1,093p würde den bullischen Ausblick ungültig machen.