Nvidia erreicht neues Allzeithoch: Kaufen oder Gewinne sichern?

Nvidia erreicht neues Allzeithoch: Kaufen oder Gewinne sichern?
Devesh Kumar
08. Mai 2026, 16:25 PM

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Invezz
NVDA

NVDA kaufen. Die Partnerschaft mit IREN ist ein direktes Nachfragesignal für Nvidias KI‑„Fabriken“ (bis zu 5 GW) und untermauert, dass Hyperscaler und Infrastrukturbetreiber weiterhin expandieren, statt zu pausieren. Die Analystenziele bleiben bullisch (Durchschnitt ~$275), und die Erzählung eines Fokuswechsels hin zu Aktionärsrückflüssen (BofA) kann mehr wertorientierte Käufer anziehen und das Multiple stützen, selbst wenn das Wachstum reift.

Kernrisiko: Der Ausbau der KI‑Infrastruktur verlangsamt sich oder verzögert sich, wodurch Nvidias kurzfristiges Auftrags‑/Nachfragemomentum sinkt.

AMD

AMD kaufen – als relativer Gewinner. Der Artikel betont AMDs starke Aussichten und dass die Halbleiterbranche insgesamt steigt; sollte sich die KI‑Infrastrukturexpansion fortsetzen, kann AMD weiter Marktanteile im Bereich der Beschleuniger gewinnen und vom gleichen Capex‑Zyklus profitieren, während Nvidias Bewertungsrisiko Anleger zur Diversifikation treiben könnte.

Kernrisiko: AMD gelingt es nicht, KI‑Capex in nachhaltige Marktanteilsgewinne umzusetzen (mangelnde Adoption, Leistung oder ein schwaches Software‑Ökosystem).

  • Nvidia kletterte nach der Bekanntgabe einer bedeutenden Partnerschaft für KI‑Infrastruktur mit IREN.
  • Die Wall Street bleibt bullisch, da Analysten weiteres Aufwärtspotenzial für NVDA sehen.
  • AMDs starke Aussichten stärkten das Vertrauen in anhaltendes Wachstum der KI‑Investitionen.

Die Nvidia-Aktie NASDAQ:NVDA stieg am Freitag erneut und setzte damit eine Rallye fort, die die Aktie bereits auf ein neues Allzeithoch gebracht hat.

NVDA berührte intraday am Freitag neue Rekordwerte zwischen etwa $216.8 und $217.7, bevor sie wieder auf rund $215.80 zurückfiel.

Die jüngste Rallye hat die vertraute Debatte neu entfacht, die jedem starken Kursanstieg folgt: Ist das weiterhin ein Kauf, oder ist es Zeit, Gewinne zu sichern?

Die Antwort von der Wall Street bleibt weitgehend bullisch, doch die Größe der Aktie, ihre Bewertung und das Tempo der Kursgewinne machen es nicht schwer, Bären zu finden.

Nvidia-Aktie: Was treibt die heutige Bewegung an

Der unmittelbare Katalysator ist Nvidias neue Partnerschaft mit IREN, dem Rechenzentrumsbetreiber, der ein großes KI-Infrastrukturprogramm ausbaut.

Nvidia plant, über eine fünfjährige Kaufoption bis zu 2,1 Milliarden USD (ca. 1,8 Milliarden €) in IREN zu investieren, um bis zu 30 Millionen Aktien zu je $70 zu erwerben, während die beiden Unternehmen bis zu 5 Gigawatt an KI-Infrastruktur bereitstellen wollen.

Jensen Huang formulierte den Deal im klassischen Nvidia-Stil und sagte: „KI‑Fabriken werden zur grundlegenden Infrastruktur für die Weltwirtschaft.“

Die größere Botschaft ist, dass sich der Ausbau der KI‑Infrastruktur weiterhin ausweitet, statt sich zu verengen.

AMDs starke Aussichten in dieser Woche und die jüngsten Kursgewinne bei Chipherstellern haben die Auffassung gestützt, dass Hyperscaler und Infrastrukturanbieter weiterhin aggressiv in Rechenkapazitäten investieren.

Das bullische Szenario bleibt weiterhin tonangebend

Die Street bleibt überwiegend konstruktiv: MarketBeat-Daten zeigen, dass 54 Analysten Nvidia abdecken, darunter 48 Kauf-, vier starke Kauf- und nur zwei Halte-Einstufungen.

Das durchschnittliche 12‑Monats‑Kursziel liegt bei $275.25, was etwa 27.7% Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs impliziert, während das Höchstziel bei $400 liegt.

Einige der bullischeren Stimmen liefern ein strukturelles Argument und nicht nur ein zyklisches.

Vivek Arya von Bank of America sagte, Nvidia könne nun „zu Aktionärsrückflüssen übergehen“, da der Großteil der Ökosysteminvestitionen möglicherweise dem Ende entgegengeht.

Diese Verschiebung könnte die Anlegerbasis der Aktie verbreitern und dazu beitragen, die Bewertungsdifferenz zu verringern.

Pierre Ferragu von New Street Research war noch offensiver und sagte, Nvidia habe seit Oktober 500 Milliarden USD (ca. 436,2 Milliarden €) an Aufträgen hinzugewonnen und liege jetzt bei einer Jahres‑Run‑Rate von mehr als 1 Billionen USD (ca. 872,3 Milliarden €) an Aufträgen.

Warum einige Anleger bei Stärke Gewinne mitnehmen

Das Vorsichtsargument lautet nicht, dass Nvidias Geschäft schwach sei; vielmehr hat die Aktie bereits einen Großteil der erwarteten Stärke eingepreist.

Investoren schauten trotz Nvidias starker Zahlen im Februar genauer hin, weil sie befürchteten, das Unternehmen lenke Kapital in den Ausbau des KI‑Ökosystems, anstatt mehr Geld an die Aktionäre zurückzugeben.

Genau deshalb hat die These von Bank of America zu Aktionärsrückflüssen so großen Anklang gefunden: Sie liefert den Bullen ein neues Argument jenseits reinen Gewinnwachstums.

Es gibt auch die technische Tatsache, dass der Chip‑Sektor bereits deutlich gelaufen ist, ohne dass Nvidia vollständig mithalten konnte.

AMD hat Nvidia im bisherigen Jahresverlauf übertroffen, während der Philadelphia Semiconductor Index in diesem Jahr ebenfalls stark zugelegt hat.

Für Investoren mit bereits hohen Gewinnen erscheinen Teilverkäufe als sinnvolle Risikomanagementmaßnahme.

Für langfristige Investoren bleibt das überzeugendere Argument, die Aktie zu halten und bei Schwäche zuzukaufen, statt jedem neuen Hoch hinterherzujagen.