Ist es zu spät, Rocket Lab-Aktien nach den Q1-Zahlen zu kaufen?

Ist es zu spät, Rocket Lab-Aktien nach den Q1-Zahlen zu kaufen?
Wajeeh Khan
11. Mai 2026, 16:05 PM

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RKLB kaufen

Kaufen Sie Rocket Lab (RKLB). Das Q1-Übertreffen und die Verringerung der bereinigten EBITDA-Verluste zeigen, dass das Geschäft von einer „F&E‑Burn“-Phase zu echtem operativen Hebel übergeht. Der entscheidende Treiber ist die Verschiebung im Umsatzmix: Space Systems macht etwa 70% des Umsatzes aus und wird von einem $2.2B-Auftragsbestand gestützt, der mehrjährige Sichtbarkeit bietet. Der Markt beginnt außerdem, den Übergang zur Neutron und die Verteidigungsnachfrage (z. B. $515M SDA-Vertrag) einzupreisen, was auch nach einer starken Rallye ein höheres Bewertungsfundament stützt.

Kernrisiko: Neutron verzögert sich deutlich (Zeitplan oder Performance), wodurch der Weg zu margenstärkeren Startökonomien unterbrochen wird und der Auftragsbestand/Vertragsdynamik der Schwung fehlt.

Space Systems-Peers verkaufen

Verkaufen Sie Legacy-Exponierung im Bereich Luft- und Raumfahrt/Startdienste, die nicht über Rocket Labs Auftragsbestand und Space-Systems-Mix verfügt – speziell Boeing (BA) und Northrop Grumman (NOC) im Vergleich zu RKLB. Die Nachrichten betonen einen „Full‑Stack“-Wettbewerbsvorteil und verteidigungsgetriebene Nachfrage; Investoren werden zu Unternehmen mit klarerer, kurzfristiger Umsatztransparenz und Margenausweitung rotieren, was die Multiplikatoren für langsamer reifende Primaries komprimieren dürfte.

Kernrisiko: Verteidigungshaushalte oder Prime-Contract-Gewinne für BA/NOC beschleunigen sich so stark, dass sie die Rotation zu Rocket Lab ausgleichen und deren relative Wachstums‑/Margenaussicht wieder ausdehnen.

  • Rocket Lab-Aktien steigen nach beeindruckenden Q1-Zahlen.
  • Es gibt jedoch zahlreiche Gründe, weiteres Potenzial in RKLB-Aktien zu erwarten.
  • Rocket Lab liegt derzeit rund 80% über seinem Jahres-Tief.

Rocket Lab RKLB dürfte den Handel am 8. Mai rund 30% höher beenden, nachdem das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht hat, die die Konsensschätzungen der Analysten deutlich übertrafen.

Im Q1 stieg der Umsatz des Luft- und Raumfahrtunternehmens auf Jahressicht um etwa 63% auf ungefähr $200 million – und lag damit komfortabel über den von Analysten erwarteten $192 million.

Während der Nettoverlust von RKLB auf GAAP-Basis bei $0.09 je Aktie lag, vor allem aufgrund einer „aggressiven“ Skalierung der F&E, deutet die Verringerung der bereinigten EBITDA-Verluste auf einen klaren Weg zur Profitabilität hin.

Nach der Rallye nach den Quartalszahlen sind die Rocket Lab-Aktien im Vergleich zu ihrem Jahres-Tief um beeindruckende 80% gestiegen.

Warum Rocket Lab-Aktien weiter stark steigen könnten

Investoren begrüßen RKLB-Aktien vor allem wegen der Schwerpunktverlagerung des Unternehmens hin zu margenstarken Space Systems, die inzwischen nahezu 70% des Umsatzmixes ausmachen.

Auf dem Earnings-Call nannte CEO Peter Beck eine „sehr gesunde Nachfrage“ über alle Bereiche hinweg, insbesondere für die durchgängigen Satellitenlösungen des Unternehmens.

Diese Nachfrage stützt sich auf einen Rekordauftragsbestand von $2.2 billion, der eine mehrjährige Umsatzperspektive bietet und weitgehend gegen makroökonomische Zyklen abgeschirmt erscheint.

Die vertikale Integration von Motiv Space Systems reduziert das Risiko in Rocket Labs Lieferkette, schafft einen „Full‑Stack“-Wettbewerbsvorteil und rechtfertigt damit die Bewertungsprämie gegenüber etablierten Luft- und Raumfahrtunternehmen.

Das Bull-Case für RKLB-Aktien

Für langfristige Anleger könnte es noch nicht zu spät sein, eine Position in Rocket Lab aufzubauen – insbesondere angesichts des bevorstehenden Übergangs zur Neutron-Rakete.

Die Neutron stellt SpaceXs Hegemonie im lukrativen Sektor der Mega-Konstellationen in Frage und verschiebt RKLBs Wirtschaftlichkeit pro Einheit von $8 million pro Electron-Start hin zu wertstärkeren Einsätzen, wodurch sich das adressierbare Gesamtmarktpotenzial (TAM) deutlich ausweitet.

Aktuelle Bewertungen berücksichtigen möglicherweise nicht vollständig die „Knappheitsprämie“ eines bewährten, wiederverwendbaren Startanbieters.

Gestützt durch einen $515M SDA-Vertrag hat sich Rocket Lab als seltenes Investment mit hoher Überzeugungskraft für die globale Verteidigungswende hin zu resilienter Raumfahrtarchitektur und den breiteren, langfristigen Wandel in die „Space 2.0“-Industrieökonomie etabliert.

Technische Indikatoren sprechen für ein Investment in Rocket Lab

RKLB-Aktien wirken zusätzlich attraktiv, weil der Q1-Bericht bestätigt, dass das Unternehmen nicht mehr ein hochriskantes Venture, sondern ein reifender Industrie­führer ist.

Das an der Nasdaq gelistete Unternehmen vollzieht erfolgreich den Übergang vom Hardware-Hersteller zum leistungsstarken Dienstleister – ein Wandel, der historisch zu einer deutlichen Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren führt.

Aus technischer Sicht notiert die Aktie nun deutlich über ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten (MAs) – mit einem RSI bei 67, der darauf hindeutet, dass sie sich noch nicht im Bereich „überkauft“ befindet.  

Alles in allem, mit dem Erstflug der Neutron-Rakete, der für Ende 2026 ansteht, könnte die aktuelle Rallye die Basis für ein neues Bewertungsniveau bilden.

Wie Wall Street empfiehlt, RKLB zu handeln

Vor der Q1-Veröffentlichung hatten Analysten ein Konsensrating von „moderate buy“ für Rocket Lab.

Und obwohl das von der Street höchste Kursziel von $105 nicht mehr signifikantes Upside darstellt, ist es gerechtfertigt, nach RKLBs herausragendem Quartalsergebnis am 8. Mai mit nach oben gerichteten Schätzungsrevisionen zu rechnen.