Nasdaq‑100‑Index: RSI erreicht Niveau, das zuletzt einen 16%-Crash auslöste
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QQQ verkaufen (oder QQQ‑Puts kaufen), da der RSI des Nasdaq‑100 bei ~82,6 das höchste Überkauft‑Niveau seit Juni 2024 erreicht und zuvor einem Rückgang von rund 16% vorausging. Der Index notiert zudem bei/nahe Allzeithochs und muss das Ausbruchslevel bei $26.137 erneut testen, um das Ausbruch‑und‑Retest‑Muster zu vollenden – klassisches Setup für eine schnelle Gewinnmitnahme‑Korrektur.
Kernrisiko: Der RSI bleibt erhöht und der Index läuft weiter ohne nennenswerte Korrektur nach oben (Momentum‑Käufer überwiegen die Gewinnmitnahmen).
SOXX verkaufen (oder SOXX‑Puts kaufen) als zweiter Treffer durch dieselbe Nachricht: Der Artikel weist darauf hin, dass die Halbleiter‑Rallye potenziell nicht nachhaltig ist. Wenn der Nasdaq überkauft ist, führen Halbleiter in der Regel die erste Welle der Gewinnmitnahmen an, da sie innerhalb des Index das höchste Beta‑Exposure im ‚Growth‘‑Segment haben.
Kernrisiko: Halbleiter übertreffen weiter aufgrund frischer Gewinne/AI‑Nachfrage und der breitere Nasdaq‑Rückgang bleibt aus (SOXX hält sich).
- Der Nasdaq‑100‑Index ist in diesem Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen.
- Der Relative‑Stärke‑Index ist in den extrem überkauften Bereich gesprungen.
- Es besteht das Risiko eines Rückzugs in den kommenden Tagen oder Wochen.
Der Nasdaq‑100‑Index setzte seine starke Hausse in diesem Monat fort und erreichte sein bisheriges Rekordhoch. Er notierte bei einem Allzeithoch von $29.235, ein Plus von über 15% in diesem Jahr. Diese Rallye wird auf die Probe gestellt, da der Index jetzt die höchste Überkauftheit seit Juni 2024 erreicht hat.
Nasdaq‑100‑Index ist stark überkauft
Das Tageschart zeigt, dass sich der Nasdaq‑100‑Index in einer starken Rally befindet, nachdem er am 31. März dieses Jahres bei $22.847 seinen Tiefpunkt ausgebildet hatte. Dieser anfängliche Rückschlag erfolgte, nachdem die USA ihren Krieg gegen Iran begonnen hatten, was die Preise für Rohöl, Erdgas und Dünger nach oben trieb.
Der Index begann dann zu steigen, als Anleger das neue Normal akzeptierten, nachdem die beiden Seiten ihre Feuerpause begonnen hatten. Dies geschah außerdem, als der Angst‑und‑Gier‑Index in die Extreme‑Angst‑Zone unter 10 fiel.
Der Nasdaq‑100‑Index ist inzwischen deutlich über den wichtigen Widerstand bei $26.137 gestiegen, dem Hochpunkt von Oktober des Vorjahres und Januar dieses Jahres. Er liegt deutlich über den 50‑ und 100‑Tage‑Exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMA).
Trotzdem können zwei potenzielle Risiken seine Entwicklung beeinträchtigen. So ist der Index stark überkauft, der Relative‑Stärke‑Index (RSI) liegt bei 82,60 und damit auf dem höchsten Stand seit Juni 2024. Ein stark überkaufter Wert ist üblicherweise ein Zeichen für ausgeprägte Aufwärtsdynamik.
In den meisten Fällen durchläuft ein stark überkaufter Wert jedoch häufig eine Korrektur, wenn Anleger Gewinne realisieren. Ein gutes Beispiel dafür ist das letzte Mal, als der Relative‑Stärke‑Index (RSI) dieses Niveau erreichte: Der Index stand bei $20.630 und fiel wenige Wochen später um 16% auf $17.445, als Anleger Gewinne mitnahmen. Die Erholung begann, als der Index in die Nähe des überverkauften Bereichs kam.
Daher ist es wahrscheinlich, dass der Nasdaq‑100‑Index in den kommenden Tagen oder Wochen zurückläuft. Zum einen muss er das wichtige Unterstützungsniveau bei $26.137 erneut testen, um das Ausbruch‑und‑Retest‑Muster zu vervollständigen, ein typisches Zeichen für die Fortsetzung eines Trends.
Chart des Nasdaq‑100‑Index | Quelle: TradingView
Potenzielle Risiken für US‑Aktien
Es gibt mehrere potenzielle Risiken, die in den kommenden Wochen einen Rückgang des Nasdaq‑100‑Index auslösen könnten. Erstens besteht das Risiko, dass die USA und Iran in den nächsten Tagen oder Wochen ihre militärischen Aktivitäten wiederaufnehmen. Die beiden Seiten haben am Freitag bereits am Persischen Golf Kräfte ausgetauscht, während Trump gesagt hat, er sei mit Irans Reaktion auf den US‑Vorschlag nicht zufrieden.
Am Samstag teilte Trump mehrere Clips von Mark Levin, einem Fox‑News‑Kommentator, der weitere Angriffe befürwortet. Er argumentiert, ein weiterer anhaltender Angriff werde die Iraner zwingen, den US‑Forderungen zuzustimmen.
In Wirklichkeit jedoch glaubt Iran, den Krieg gewonnen zu haben. Außerdem deuten US‑Geheimdienstberichte darauf hin, dass die Iraner noch etwa 75% ihrer mobilen Abschussrampen und anderer Ausrüstung besitzen. Man geht davon aus, dass sie noch mehrere Optionen haben, darunter Angriffe auf wichtige Energieinfrastruktur in der Region.
Ein weiteres Risiko ist, dass die Federal Reserve die Zinsen länger auf einem höheren Niveau halten könnte. Der US‑Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag zeigte, dass die Beschäftigung im April deutlich zulegte, mit einem Stellenzuwachs von über 115.000. Ein Bericht, der am Dienstag erwartet wird, dürfte zeigen, dass die Inflationsrate im April auf 3,6% gestiegen ist. Infolgedessen könnte die Fed entscheiden, die Zinsen später in diesem Jahr anzuheben.
Zusätzlich besteht die Sorge, dass die anhaltende Rallye bei Halbleitern nicht nachhaltig ist. Michael Burry verglich sie mit der Dot‑com‑Blase, als Spitzenwerte wie Cisco stark stiegen. Daher ist es wahrscheinlich, dass Anleger beginnen, Gewinne mitzunehmen, was zu einem Rücksetzer führen könnte.
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