Invezz

Globale Aktien steigen auf Rekordwerte, da US‑Iran‑Spannungen nachlassen

Globale Aktien steigen auf Rekordwerte, da US‑Iran‑Spannungen nachlassen
Rivanshi Rakhrai
16. Apr. 2026, 15:09 PM

Unterstützt von

Invezz
US‑Banken kaufen (BAC, MS)

Das Gewinnmomentum ist der Treiber: Bank of America und Morgan Stanley übertrafen die Erwartungen, und >80 % der Berichterstatter lagen über den Prognosen. Da das geopolitische Risiko nachlässt, sollten Kredit‑ und Kapitalmarktaktivitäten unterstützt bleiben, sodass die Banken bis zum nächsten Gewinnzyklus aufbauen können. Kaufen Sie BAC und MS, um vom ergebnisgetriebenen Beta im „risk-on + fundamentals“-Regime zu profitieren.

Kernrisiko: Ein erneuter geopolitischer Schock oder eine plötzliche Verschlechterung der Kreditqualität, die das „beat-and-raise“-Narrativ in Furcht vor Kreditverlusten verwandelt.

TSM kaufen (TSM) / globales Tech‑Beta

Der Technologiesektor rückt nach einem weiteren Ergebnisüberraschung bei TSM in den Fokus; globale Indizes auf Höchstständen und die Stärke Asiens (Rekorde bei Nikkei/KOSPI) signalisieren breiten Risikoappetit. Kaufen Sie TSM als den saubersten Weg, vom globalen Wachstumssentiment und fortgesetzten Gewinnüberraschungen im Halbleiterbereich zu profitieren.

Kernrisiko: Ein Gewinn‑Reset im Technologiesektor infolge nachlassender Nachfrage (KI/Handsets/PC), der den makroökonomischen Rückenwind überrollt.

  • Globale Aktien steigen auf Rekordwerte, da geopolitische Spannungen nachlassen.
  • Starke Ergebnisse US‑amerikanischer Banken und Optimismus im Technologiesektor heben die Anlegerstimmung.
  • Öl stabil unter 100 $, während der US‑Dollar schwächer wird und China die BIP‑Prognosen übertrifft.

Die globalen Aktienmärkte sind nach einer turbulenten sechswöchigen Phase, die von geopolitischen Spannungen geprägt war, wieder auf Rekordwerte geklettert.

Die Anlegerstimmung hat sich verbessert, da Anzeichen für nachlassende Konfliktrisiken und eine erneute Konzentration auf wirtschaftliche Fundamentaldaten sichtbar sind.

Neue Zuversicht ist im Hinblick auf mögliche US‑Iran‑Friedensgespräche entstanden, nachdem die Regierung Trump Hoffnungen auf eine Einigung signalisiert hat.

Ein pakistanischer Vermittler soll in Teheran eingetroffen sein, was die Erwartungen an diplomatische Fortschritte schürt.

Da die Spannungen offenbar nachlassen, richten Anleger ihren Fokus zunehmend wieder auf Unternehmenskennzahlen und makroökonomische Trends.

Starke Gewinne stützen das Marktmomentum

Die jüngste Rallye wurde durch starke Unternehmensgewinne gestützt, insbesondere von großen US‑Banken.

Ergebnisse von Unternehmen wie Bank of America und Morgan Stanley haben die Erwartungen übertroffen und trugen am Mittwoch dazu bei, die wichtigen US‑Indizes auf neue Höchststände zu heben.

Mehr als 80 % der Unternehmen, die bisher in diesem Quartal Zahlen veröffentlicht haben, lagen über den Analystenerwartungen.

Das hat das Vertrauen in die Robustheit der Unternehmensleistung trotz jüngster geopolitischer Störungen gestärkt.

Der Blick richtet sich nun auf den Technologiesektor: Taiwan Semiconductor Manufacturing Company meldete erneut bessere Ergebnisse als erwartet, was die Zuversicht hinsichtlich der globalen Wachstumsaussichten weiter stärkt.

Asiatische Märkte und globale Indizes erreichen neue Höchststände

Die globalen Aktien haben breit angezogen, wobei der MSCI‑All‑Country‑Index am Donnerstag ein neues Hoch erreichte.

Auch die asiatischen Märkte verzeichneten starke Zuwächse: Japans Nikkei stieg um 2,5 % auf ein Rekordhoch und Südkoreas KOSPI legte um mehr als 2 % zu.

Die Zuwächse spiegeln das Vertrauen der Anleger wider, dass die Weltwirtschaft, insbesondere der Technologiesektor, die Schocks aus dem Iran‑Konflikt absorbiert hat.

Ölpreise stabil, da sich der geopolitische Ausblick verbessert

Die Ölpreise blieben relativ stabil und hielten sich unter der wichtigen Marke von 100 $ pro Barrel, da sich die geopolitische Stimmung verbesserte.

Brent und WTI legten jedoch am Donnerstag beide um mehr als 1 % zu und notierten jeweils bei etwa 96 $ bzw. 92 $ pro Barrel.

Medienberichte deuten darauf hin, dass Iran Schiffen gestatten könnte, die omanische Seite der Straße von Hormus zu passieren; entsprechende Vorschläge an die Vereinigten Staaten haben ebenfalls dazu beigetragen, Versorgungsängste zu lindern.

Dollar schwächt sich, da die Nachfrage nach sicheren Häfen nachlässt

Der US‑Dollar setzte seinen Rückgang fort, schwebte nahe einem Sechswochentief und dehnte seine Verluste am Mittwoch auf die achte Sitzung in Folge aus.

Die Währung hat einen Großteil ihrer während des Iran‑Konflikts angehäuften Gewinne aus sicheren Häfen wieder abgegeben.

Dieser Umschwung spiegelt die geringere Nachfrage nach defensiven Anlagen wider, da sich die Marktstimmung verbessert.

Chinas Wachstum übertrifft Prognosen trotz durchwachsener Signale

Die chinesische Wirtschaft zeigte im ersten Quartal Widerstandskraft: Das BIP wuchs um 5,0 % und übertraf damit die Erwartung der Ökonomen von 4,8 %.

Die Daten verorten das Wachstum am oberen Ende der jährlichen Zielspanne des Landes von 4,5 % bis 5,0 %.

Gleichzeitig zeichnen die zugrundeliegenden Indikatoren ein uneinheitliches Bild, mit verlangsamtem Einzelhandelsumsatz und Industrieproduktionswachstum im März.

Die Anfangsdynamik des Jahres wurde von starken Exporten getragen, doch könnten steigende Energiekosten im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen Risiken für das künftige Wachstum darstellen.

Politische Unsicherheit bleibt im Fokus

In den Vereinigten Staaten ziehen politische Entwicklungen weiterhin Aufmerksamkeit auf sich.

Präsident Donald Trump hat seine Kritik an Fed‑Chef Jerome Powell erneuert und gedroht, ihn aus dem Fed‑Board entfernen zu lassen, sollte er nach Ablauf seiner Amtszeit nächsten Monat nicht zurücktreten.

Unterdessen sollen die Kongressanhörungen für den Fed‑Vorsitzkandidaten Kevin Warsh nächste Woche beginnen, was die Marktstimmung weiter beeinflussen könnte.