Renditen privater Kredite sinken, Kreditstress nimmt zu, sagt MSCI

Renditen privater Kredite sinken, Kreditstress nimmt zu, sagt MSCI
Rivanshi Rakhrai
12. Mai 2026, 15:12 PM

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Kauf: Servicer für notleidende Kredite/Workouts

Kauf: spezialisierte Plattformen für Kredit-Workouts und Servicing, die mit Restrukturierungsaktivitäten verbunden sind (z. B. S&P Global SPGI für Kredit-Analytics/Daten + Workflow-Exponierung und/oder Black Knight BK für Servicing-/Bewertungs-Workflows). Mit zunehmender Notlage und steigendem Restrukturierungsaufkommen nimmt die Nachfrage nach Preisstellung, Monitoring und Servicing zu – davon profitieren Firmen, die Transparenz und Workout-Prozesse monetarisieren, während schwächere Private-Credit-Fonds Abschreibungen vornehmen.

Kernrisiko: Regulatorische oder marktbedingte Veränderungen, die das Volumen an Restrukturierungen verringern oder Gebühren/Nutzung für diese Plattformen drücken.

Short-Positionen auf Private Credit (BDCs)

Leerverkauf: Business Development Companies (BDCs) mit hoher Private-Credit-Exponierung (z. B. Main Street Capital MAIN, Ares Capital ARCC, Owl Rock Capital ORCC). MSCI zeigt, dass Kreditwerte um >10% abgewertet wurden und die 50 Cent „tiefe Notlage“-Niveaus zunehmen; Anleger ziehen sich bereits zurück wegen verzögerter oder unklarer Bewertungen. Das NAV-Risiko von BDCs und das Risiko einer unzureichenden Dividendenabdeckung steigen, da die zugrunde liegenden Kredite sich verschlechtern und Berichtsverzögerungen anhalten.

Kernrisiko: Eine schnelle Welle von Kreditrückzahlungen/Refinanzierungen, die das NAV stabilisiert und die Dividendenabdeckung schneller als erwartet wiederherstellt.

  • Mehr als 10% der Private-Credit-Kredite sind erheblichen Ausfallrisiken ausgesetzt.
  • Kleinere Private-Credit-Fonds verzeichneten die stärkste Belastung bei Kreditnehmern.
  • Anleger bleiben besorgt über verzögerte Berichterstattung und eingeschränkte Markttransparenz.

Private-Credit-Fonds haben mehr als ein Zehntel ihrer Kredite um mindestens 50 % abgewertet, wie neue Daten von MSCI zeigen, und verdeutlichen damit den zunehmenden Druck auf Kreditnehmer im Private-Credit-Markt in Höhe von $3.5 trillion.

In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht schrieb MSCI, dass Kredite, die unter 50 % bewertet werden, typischerweise mit schwerer Notlage oder einem Restrukturierungsrisiko verbunden seien.

Das Unternehmen stellte fest, dass eine anhaltend relativ hohe Zinsphase den Druck auf Unternehmensschuldner erhöht und die Rückzahlungsfähigkeit geschwächt habe.

Die Erkenntnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere große Private-Credit-Manager in den vergangenen Wochen bereits den Wert ihrer Kreditfonds reduziert haben.

Große Unternehmen wie Carlyle, Blackstone und BlackRock haben Teile ihrer Portfolios abgewertet, während Aufsichtsbehörden weiterhin vor systemischen Risiken warnen, die mit der Exponierung von Banken gegenüber Private-Credit-Managern verbunden sind.

Kreditnotlage erreicht höchsten Stand seit der Pandemie

MSCI-Daten zeigten, dass Abschreibungen auf Kredite von Private-Credit-Fonds auf den höchsten Stand seit der Zeit nach der COVID-19-Pandemie gestiegen seien.

Der Bericht stellte fest, dass kleinere Private-Credit-Fonds dem stärksten Druck durch notleidende Kreditnehmer ausgesetzt seien.

Laut MSCI waren nun 13% der von kleineren Private-Credit-Fonds gehaltenen Kredite unter 50 Cent pro Dollar bewertet.

Die Daten wurden im dritten Quartal 2025 erhoben, das MSCI als den zuletzt verfügbaren Berichtszeitraum von Private-Credit-Fonds bezeichnete.

Das Unternehmen wies außerdem darauf hin, dass die Leistungsberichterstattung in diesem Sektor oft mit erheblichen Verzögerungen einhergeht.

MSCI sagte, die Verzögerung in der Berichterstattung habe zu Anlegerbedenken bei börsennotierten Kreditinvestitionsvehikeln beigetragen, die als Business Development Companies (BDCs) bekannt sind.

Anleger haben sich zunehmend aus diesen Vehikeln zurückgezogen, aus Sorge um Bewertungs­transparenz und verzögerte Aktualisierungen zur Performance der zugrunde liegenden Kredite.

Renditen schwächen sich unter Marktdruck

Die Renditen von Private-Credit-Fonds sanken laut MSCI-Berechnungen ebenfalls deutlich in der zweiten Hälfte 2025.

Der Bericht zeigte, dass die Renditen im vierten Quartal 2025 auf 1.8% fielen, gegenüber 3.7% sechs Monate zuvor.

MSCI erklärte, seine Methodik trenne Investmentperformance von Investorenzuflüssen und Fondsausschüttungen, um ein klareres Bild der zugrunde liegenden Renditen zu liefern.

Der Leistungsrückgang spiegelt den breiteren Druck auf die Private-Credit-Märkte wider, da Kreditnehmer mit höheren Finanzierungskosten und einer Abschwächung der Geschäftstätigkeit zu kämpfen haben.

Anleger äußern Bedenken zur Transparenz

Begleitend zum Bericht führte MSCI eine Umfrage durch, die die wachsende Unruhe der Anleger über den Zugang zu verlässlichen Daten aus dem Privatmarkt hervorhob.

Laut der Umfrage gaben ein Drittel der Anleger an, keinen Zugang zu Privatmarktdaten zu haben, denen sie voll vertrauten.

Die Ergebnisse unterstreichen die größeren Bedenken hinsichtlich Transparenz und Bewertungspraktiken in den Private-Credit-Märkten, insbesondere da die Belastungsniveaus steigen und Berichtsverzögerungen weiterhin das Anlegervertrauen beeinträchtigen.