Dow Jones rutscht, während S&P 500 durch KI‑Chip‑Rallye Rekord erreicht

Dow Jones rutscht, während S&P 500 durch KI‑Chip‑Rallye Rekord erreicht
Ananthu C U
13. Mai 2026, 22:27 PM

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Invezz
NVDA & SOXX

Nvidia (NVDA) kaufen und zusätzliches Engagement über den iShares Semiconductor ETF (SOXX) aufbauen. Der Artikel zeigt, dass KI‑Chips die Rekordstände antreiben, wobei NVDA über 2% zulegte und Halbleiter insgesamt stark nachgefragt waren (~2% im VanEck Semiconductor ETF). Huangs Teilnahme an Trumps Chinareise wirkt als direkter Katalysator für verbesserte Absatzchancen von Nvidias KI‑Chips in China, was relevant ist, da China ein entscheidender Nachfrageschwankungsfaktor für High‑End‑KI‑Acceleratoren ist. These: Die KI‑CapEx‑Dynamik bleibt dominant, selbst bei heißerer Inflation, sodass Halbleiter weiterhin als Führungssegment des Marktes gelten.

Kernrisiko: Die Gespräche über Marktzugang zu China scheitern oder neue Exportbeschränkungen werden verschärft, was Nvidias Umsatzperspektive in China stark beeinträchtigt.

Micron (MU)

Micron Technology (MU) kaufen. MU stieg um mehr als 4%, während sich die Rallye auf KI‑Infrastruktur konzentriert. Sekundäre Perspektive: Mit steigendem Bedarf an KI‑Chips wird Speicher (HBM/DRAM) zum Engpass und die Preissetzungsmacht verbessert sich; MU profitiert tendenziell, wenn sich KI‑Aufbauten vom reinen „Compute“ hin zur „System‑Lieferkette“ verschieben und nicht nur auf GPUs fokussiert sind. These: MU übertrifft, weil KI‑Nachfrage Speicher‑Upgrades und Bestandszyklen vorzieht.

Kernrisiko: Die KI‑Ausgaben verlangsamen sich oder die Speicherpreise schwächen sich schneller als MUs Angebots‑/Nachfrageerwartungen.

  • S&P 500 und Nasdaq erreichen Rekorde, da KI‑Chip‑Aktien stark zulegen.
  • Heißere US‑Inflationsdaten schwächen die Hoffnungen auf Fed‑Zinssenkungen.
  • Nvidia gewinnt, da Trump‑Xi‑Gipfel den Optimismus für KI‑Handel stärkt.

Der S&P 500 und der Nasdaq Composite schlossen am Mittwoch auf neuen Rekordhöhen, da Anleger weiterhin in Technologieaktien aus dem Bereich künstlicher Intelligenz strömten und damit einen erneut heißer als erwarteten Inflationsbericht sowie die wachsende Erwartung, dass die Federal Reserve die Zinsen länger auf einem höheren Niveau halten könnte, ignorierten.

Der breit gefasste S&P 500 stieg um 0,58% auf 7.444,25, während der Nasdaq Composite um 1,2% auf 26.402,34 zulegte.

Beide Indizes erreichten während der Sitzung neue Intraday‑ und Schlusskurse.

Im Gegensatz dazu fiel der Dow Jones Industrial Average um 67,36 Punkte bzw. 0,14% auf 49.693,20.

Technologie‑ und Halbleiterwerte führten die Rallye an, obwohl Inflationssorgen den Großteil des breiteren Marktes belasteten.

Nvidia stieg um mehr als 2%, während Micron Technology um mehr als 4% zulegte.

Der VanEck Semiconductor ETF legte um etwa 2% zu.

Unterdessen fielen laut FactSet‑Daten etwa zwei Drittel der S&P 500‑Komponenten während der Sitzung.

Aktien, die stärker an den Konjunkturzyklus gebunden sind, darunter Home Depot und JPMorgan Chase, schnitten unterdurchschnittlich ab, da Anleger auf die höhere Inflation und steigende Energiekosten reagierten, die mit dem anhaltenden Konflikt im Iran in Verbindung stehen.

KI‑getriebene Chip‑Rallye treibt Märkte nach oben

Die Anlegerbegeisterung rund um künstliche Intelligenz dominierte weiterhin den Handel, insbesondere bei Halbleiterwerten, die mit dem Aufbau der KI‑Infrastruktur verbunden sind.

Der Sektor wurde außerdem unterstützt, nachdem Nvidia‑CEO Jensen Huang sich Präsident Donald Trumps Reise nach China anschloss, bei der Treffen mit Präsident Xi Jinping stattfanden.

Anleger werteten Huangs Teilnahme als mögliches Zeichen für verbesserte Aussichten für Nvidias KI‑Chipverkäufe in China.

Reuters berichtete, dass sechs der „Magnificent Seven“ Megacap‑Technologiewerte während der Sitzung Gewinne erzielten.

Inflationsdaten dämpfen Hoffnungen auf Zinssenkungen

Die Marktrallye fand trotz neuer Inflationsdaten statt, die die Besorgnis über anhaltenden Preisdruck in der US‑Wirtschaft bestätigten.

Das Arbeitsministerium meldete, dass der Produzentenpreisindex im April um 1,4% gestiegen sei, der größte monatliche Anstieg seit März 2022 und deutlich über den Erwartungen der Ökonomen von 0,5%.

Auf Jahresbasis stieg die Großhandelsinflation um 6%, der stärkste Anstieg seit Dezember 2022.

Ein Großteil des Anstiegs wurde auf steigende Energiepreise und Störungen der Rohöllieferungen zurückgeführt, die im Zusammenhang mit Spannungen rund um die Straße von Hormus während des Iran‑Konflikts stehen.

Auch die zugrunde liegenden Inflationsindikatoren blieben hoch, was darauf hindeutet, dass höhere Kosten sich auf breitere Teile der Wirtschaft ausbreiten.

Die Daten folgten einem zuvor in der Woche veröffentlichten, stärker als erwarteten Verbraucherpreisbericht, was die Erwartungen an zeitnahe Zinssenkungen der Federal Reserve weiter reduzierte.

Die Präsidentin der Boston Fed, Susan Collins, sagte am Mittwoch, dass eine Leitzinserhöhung weiterhin möglich sei, falls sich der Inflationsdruck nicht abschwäche.

Trump‑China‑Gipfel rückt in den Fokus der Märkte

Die Märkte verfolgten zudem aufmerksam die Entwicklungen von Trumps Besuch in Peking, wo der US‑Präsident ein zweitägiges Gipfeltreffen mit Xi Jinping abhält.

Trump reiste mit einer Delegation, zu der Jensen Huang und Tesla‑CEO Elon Musk gehörten, während die Administration Fortschritte in den Bereichen Handel, Technologiezugang und Geschäftsanbahnungen anstrebt.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Aufrechterhaltung des fragilen Handelsfriedens zwischen den beiden Ländern und die Aufforderung an China, den Zugang für US‑Unternehmen zu erweitern.

Abseits dessen hob Morgan Stanley sein Jahresendziel für den S&P 500 von 7.800 auf 8.000 an und nannte starke Unternehmensgewinne sowie die anhaltende Dynamik bei US‑Aktien als Gründe.