Pfund verliert gegenüber Yen wegen Unsicherheit über britische Führung

Pfund verliert gegenüber Yen wegen Unsicherheit über britische Führung
Rivanshi Rakhrai
13. Mai 2026, 09:32 AM

Unterstützt von

Invezz
JPY-Long gegen GBP (JPY-Crosses)

Buy JPY via long USD/JPY or EUR/JPY against GBP risk. Der zugrunde liegende Treiber bleibt derselbe: Erwartungen einer Straffung durch die BOJ (Zinserhöhungen werden diskutiert; die OECD sieht die Leitzinsen bis 2027 in Richtung 2% steigen) während das Vereinigte Königreich politisch instabil bleibt. Bleibt das GBP gedeckelt, sollte der JPY über die Crosses hinweg outperformen, da Händler globale Zinsdifferenzen neu bewerten.

Kernrisiko: Die BOJ signalisiert eine Verzögerung oder fährt ihre Pläne für Zinserhöhungen zurück, sodass der JPY breit schwächer wird.

Short-Position auf GBP/JPY

Sell GBP/JPY. Die politische Krise im Vereinigten Königreich (Labour-Abgeordnete fordern Starmers Rücktritt) erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Führungswettstreits und höherer fiskalischer Ausgaben zur Rückgewinnung von Wählern, was das GBP schwächt. Gleichzeitig wird der JPY durch erneute Diskussionen der BOJ über weitere Zinserhöhungen (nächstes Treffen möglich) und einen rekordhohen Leistungsbilanzüberschuss gestützt, auch wenn der Yen noch nicht stark reagiert hat. Erwarten Sie anhaltenden Druck auf GBP/JPY rund um die Marke 213.60.

Kernrisiko: Starmer bleibt im Amt und das politische Risiko in Großbritannien ebbt schnell ab, was eine scharfe GBP-Erholung auslösen könnte.

  • Politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich drückt die Stimmung gegenüber dem britischen Pfund.
  • Japans Leistungsbilanzüberschuss erreicht Rekord und stützt die Yen-Erwartungen.
  • BOJ-Entscheider signalisieren mögliche Zinserhöhungen angesichts von Inflationsrisiken.

Das Währungspaar GBP/JPY gab seine früheren Gewinne während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch teilweise ab und notierte um das Niveau von 213.60, da zunehmende politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich das britische Pfund belastete.

Das britische Pfund geriet unter Druck, nachdem sich in Großbritannien eine wachsende politische Krise abzeichnete.

Berichten zufolge forderten mehr als 80 Labour-Abgeordnete den Rücktritt von Premierminister Keir Starmer nach enttäuschenden Ergebnissen bei den Kommunalwahlen.

Marktteilnehmer befürchten zunehmend, dass ein möglicher Kampf um die Parteiführung zu höheren fiskalischen Ausgaben führen könnte, um Wähler zurückzugewinnen.

Trotz Starmers Versicherung, dass kein Führungswettstreit im Gange sei, blieben Händler hinsichtlich des politischen Ausblicks vorsichtig.

Die Unsicherheit reduzierte die Unterstützung für das Pfund und begrenzte die Gewinne im GBP/JPY-Paar.

Japanischer Yen bleibt trotz starker Leistungsbilanzdaten schwächer

Der japanische Yen blieb gedämpft, selbst nach der Veröffentlichung stärker als erwartet ausgefallener Leistungsbilanzdaten aus Japan.

Die Daten zeigten, dass Japans Leistungsbilanzüberschuss im März auf JPY 4,681.5 billion anstieg, verglichen mit JPY 3,625.3 billion im gleichen Monat des Vorjahres.

Die jüngste Zahl übertraf zudem die Markterwartungen von JPY 3,879 billion und markierte den höchsten Überschuss in der Aufzeichnung.

Trotz der starken Konjunkturdaten gelang es dem Yen nicht, gegenüber wichtigen Währungen sofort an Fahrt zu gewinnen.

Analysten wiesen jedoch darauf hin, dass die japanische Währung Unterstützung aus Erwartungen an eine künftige Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Japan finden könnte.

BOJ-Entscheider diskutieren weitere Zinserhöhungen

Laut der "April Summary of Opinions" der Bank of Japan erwägen Entscheidungsträger die Möglichkeit zusätzlicher Leitzinsanhebungen bereits bei der nächsten Ratssitzung.

Als ein Hauptgrund für die Diskussion wurden Inflationssorgen, insbesondere im Zusammenhang mit steigenden Ölpreisen, hervorgehoben.

Der Bericht deutete darauf hin, dass die Entscheidungsträger die Inflationsrisiken und die breiteren konjunkturellen Bedingungen weiterhin aufmerksam verfolgen, während sie künftige Anpassungen der Geldpolitik abwägen.

Unterdessen empfahl die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dass Japan stärker auf Erhöhungen der Verbrauchssteuer zur Stärkung der Staatseinnahmen setzen sollte.

Die OECD prognostizierte außerdem, dass die Bank of Japan die kurzfristigen Leitzinsen bis Ende 2027 auf 2% anheben könnte.

Gleichzeitig betonte sie, dass die Entscheidungsträger ausreichend Flexibilität beibehalten sollten, um Tempo und Laufzeiten der Anleihekäufe anzupassen, falls es zu Störungen in den Finanz- oder Anleihemärkten kommt.

Darüber hinaus forderte die OECD stärkere fiskalische Disziplin von der japanischen Regierung.

Sie riet den Behörden, den Einsatz von Nachtragshaushalten auf Perioden mit erheblichen wirtschaftlichen Schocks zu beschränken.

Die Kombination aus politischer Unsicherheit im Vereinigten Königreich und den Erwartungen an die japanische Geldpolitik ließ GBP/JPY während der Sitzung größtenteils in einer Seitwärtszone handeln.

Es wird erwartet, dass Händler weiterhin politische Entwicklungen in Großbritannien und weitere Signale japanischer Entscheidungsträger zur künftigen Zinsentwicklung genau beobachten.