Kevin Warshs Pläne zur Schrumpfung der Fed stoßen auf Druck aus dem Schuldenmarkt

Kevin Warshs Pläne zur Schrumpfung der Fed stoßen auf Druck aus dem Schuldenmarkt
Rivanshi Rakhrai
15. Mai 2026, 13:09 PM

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Begünstigte einer Fed-Schrumpfung: Absicherung gegen Bank-Finanzierungsstress

Kaufen Sie US-Bank-Money-Market-/Kurzläufer-Exposure (z. B. iShares 0-3 Month Treasury Bond ETF, SHV) und meiden Sie gleichzeitig langlaufende Bankaktiva. Sollte die Fed die Bilanzunterstützung reduzieren, können Liquiditäts- und Finanzierungsbedingungen an den Rändern enger werden; kurzfristige Treasuries profitieren von Nachfrage zum „Parken“ und schützen vor Renditespitzen am langen Ende.

Kernrisiko: Die Reduzierung der Fed-Bilanz verläuft geordnet und die Liquidität bleibt locker, sodass Cash/Kurzläufer hinterherhinken, da die Renditen fallen.

Kurzposition in UST-Duration

Verkaufen Sie langlaufende US-Staatsanleihen (z. B. U.S. 10Y/30Y Treasury futures oder TLT). Warshs Plan, die Fed zu verkleinern, kombiniert mit höheren Defiziten kann die Nachfrage nach Treasuries reduzieren und das Gebot am langen Ende schwächen, wodurch die langfristigen Zinsen steigen. Der Artikel weist auf Druck vom Schuldenmarkt und potenziellen Aufwärtsdruck auf die langfristigen Renditen hin, falls die Fed sich zurückzieht.

Kernrisiko: Die Nachfrage nach Treasuries bleibt stark (ausländische Käufer, Banken und Risk-off-Ströme) und die Renditen am langen Ende steigen trotz Bilanzschrumpfung der Fed nicht.

  • Analysten warnen, dass Bilanzkürzungen der Fed die langfristigen Kreditkosten erhöhen könnten.
  • Warsh befürwortet geringere Markteingriffe und eine reduzierte Präsenz der Zentralbank.
  • Steigende US-Verschuldung könnte die Bemühungen zur Verringerung der Fed-Assetbestände erschweren.

Dem designierten Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh, könnten laut Analysten und Ökonomen beträchtliche Schwierigkeiten bevorstehen, die Rolle der US-Notenbank in den Finanzmärkten zu verkleinern, da die steigende Bundesverschuldung und nachlassende Nachfragevorteile für US-Staatsanleihen die Aussichten verkomplizieren.

Warsh, der am Mittwoch vom US-Senat bestätigt wurde, um Jerome Powell als Vorsitzenden der Federal Reserve zu ersetzen, hat sich lange für einen kleineren Auftritt der Zentralbank und geringere Markteingriffe ausgesprochen.

Er argumentierte, dass ein zurückhaltenderer Ansatz der Fed ermöglichen würde, sich effektiver auf die Inflationsbekämpfung zu konzentrieren und zugleich Marktverzerrungen zu verringern.

Analysten warnten jedoch, dass die Umsetzung eines solchen Ansatzes Schwachstellen im Treasury-Markt offenlegen und Druck auf die langfristigen Zinsen nach oben ausüben könnte.

Debatte um die Bilanzstrategie der Fed

Warsh hat die wiederholte Ausweitung der Bilanz der Federal Reserve in Krisen und Zeiten von Marktstress kritisiert.

Er hat argumentiert, dass der Zentralbank klare Leitlinien fehlten, welche Vermögenswerte gekauft werden sollten, in welchem Umfang und wie die Bestände schließlich reduziert werden sollten.

Die Bilanz der Fed liegt derzeit bei rund $6.7 trillion, und damit unter einem Höchststand von nahe $9 trillion im Jahr 2022. Allerdings steigen die Bestände wieder langsam an, um ausreichende Bankreserven zu gewährleisten.

Quantitative Lockerung, der Prozess, durch den die Fed Vermögenswerte kauft, um Liquidität in das Finanzsystem zu pumpen, bleibt unter Ökonomen und Politikern umstritten.

Unter konventioneller Geldpolitik passt die Fed typischerweise die kurzfristigen Zinsen an, um die Kreditkosten und die wirtschaftliche Aktivität zu beeinflussen.

Wenn die Zinsen jedoch während schwerer wirtschaftlicher Schocks gegen null tendieren, kann die Zentralbank ihre Bilanz ausweiten und Vermögenswerte kaufen, um die längerfristigen Zinsen zu senken und das Wachstum anzukurbeln.

Fed-Entscheidungsträger stimmen im Allgemeinen zu, dass solche Maßnahmen Wirkung zeigen, sind sich jedoch uneinig darüber, wie die Bilanz künftig verwaltet werden sollte.

Geteilte Ansichten unter Entscheidungsträgern

Bill Nelson, ein ehemaliger Fed-Mitarbeiter und inzwischen Chefökonom beim Bank Policy Institute, schätzte kürzlich, dass eine weitere Reduzierung der Fed-Bilanz um $2 trillion je nach Handhabung des Prozesses und Reaktion des Finanzministeriums (Treasury) sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die Leitzinsen haben könnte, wie in einem Reuters-Bericht zitiert.

Eine aktuelle Umfrage der Brookings Institution ergab außerdem, dass die meisten Befragten nicht glaubten, die derzeitige Bilanzgröße der Fed stelle eine Bedrohung für das Wirtschaftswachstum oder die Finanzstabilität dar.

Steigende Defizite erhöhen den Druck

Breitere fiskalische Rahmenbedingungen könnten Warshs Pläne zusätzlich erschweren.

Das Congressional Budget Office schätzt, dass das Bundesdefizit im Haushaltsjahr 2026 5,8 % des Bruttoinlandsprodukts erreichen wird, deutlich über dem 50-Jahres-Durchschnitt von 3,8 %.

Forschungen der Federal Reserve Bank of St. Louis deuten zudem darauf hin, dass US-Staatsanleihen einen Teil ihres traditionellen Zinsvorteils verlieren könnten.