Dow fällt, Nvidia-Rally hebt Nasdaq vor entscheidenden Quartalszahlen
KI-Sentiment: 68/100 Bullisch
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Nvidia (NVDA) vor den Zahlen kaufen und mit einer Long-Position im Semiconductor-ETF (SOXX) kombinieren. Der Artikel zeigt, dass Anleger vor NVDAs Ergebnis wieder in KI‑Chip-Exponierung rotieren, wobei Halbleiter deutlich zulegen (Marvell, Intel, Micron) und die Renditen nachgeben — das stützt ein Szenario, in dem positive Nachrichten weiterhin gekauft werden, falls NVDA eine starke Nachfrage nach KI‑Infrastruktur und entsprechende Prognosen bestätigt. Entscheidend für weiteres Aufwärtspotenzial ist die sektorenweite Bewertungsunterstützung, nicht nur NVDAs eigene Zahlen.
Kernrisiko: NVDA signalisiert eine geringere KI-Ausgabenintensität (oder die Margen geraten unter Druck) und der gesamte KI-/Halbleiter-Kaufdruck kehrt sich rasch um.
Marvell Technology (MRVL) kaufen. Die Aktie sprang bei der Erholung um rund 7,4% und MRVL profitiert direkt von fortgesetzten Ausbauten für KI‑Netzwerke und Speicher, deren Bestätigung von NVDAs Zahlen erwartet wird. Bestätigen die Nvidia‑Zahlen die Nachfrage, dürfte MRVLs relatives Momentum anhalten, da Anleger über den Branchenführer hinaus nach 'Pick‑and‑Shovel'-Werten suchen.
Kernrisiko: Wenn NVDAs Bericht bezüglich der Intensität der KI-Investitionen enttäuscht, könnte das MRVLs Momentum abflauen und eine Multiple-Kompression die gesamte Gruppe treffen.
- Nvidia, Intel und Marvell legen vor dem wichtigen KI-Ergebnisbericht zu.
- Dow fällt, Nasdaq gewinnt, da Halbleiteraktien stark zurückkommen.
- Ölpreise und Anleiherenditen geben nach, während die Märkte Spannungen mit Iran beobachten.
US-Aktien stiegen am Mittwoch, da Anleger wieder in Halbleiteraktien einstiegen vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des Chipherstellers Nvidia, während sinkende Renditen bei US-Staatsanleihen und niedrigere Ölpreise die breitere Markstimmung stabilisierten.
Der S&P 500 legte um etwa 0,26% zu, während der Nasdaq Composite rund 0,61% gewann, nachdem beide Indizes Anfang der Woche drei aufeinanderfolgende Verlusttage verzeichnet hatten.
Der Dow Jones Industrial Average hingegen fiel um 75 Punkte bzw. 0,15%.
Ein Großteil der Marktaufmerksamkeit blieb auf Nvidia gerichtet, das seine Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal nach Börsenschluss veröffentlichen soll.
Die Aktien des KI‑Chipherstellers stiegen im Handel um rund 0,71%.
Anleger dürften die Zahlen von Nvidia genau prüfen, um Hinweise darauf zu finden, dass die Ausgaben im Bereich künstlicher Intelligenz weiterhin stark genug sind, um erhöhte Bewertungen im Halbleiter- und im weiteren Technologiesektor zu stützen.
Halbleiteraktien erholen sich vor Nvidia-Bericht
Der breitere Halbleitersektor legte am Mittwoch ebenfalls zu, da Anleger nach mehreren volatilen Tagen, ausgelöst durch steigende Anleiherenditen, wieder in KI-nahe Infrastrukturwerte rotierten.
Die Aktien von Marvell Technology stiegen rund 7,4%, während Intel fast 7,5% zulegte und Micron Technology mehr als 2,5% zulegte.
Der iShares Semiconductor ETF stieg ebenfalls um mehr als 2%.
Analysten erklärten, der Nvidia-Gewinnbericht könnte weit über das Unternehmen hinausreichende Auswirkungen haben, zumal Anleger darüber diskutieren, ob die Ausgaben für KI-Infrastruktur das rasante Wachstum des Sektors weiter stützen können.
Renditen und Inflationssorgen bleiben im Fokus
Trotz der Erholung der Futures am Mittwoch blieben Anleger vorsichtig, da die Renditen von Staatsanleihen nach jüngsten Inflationsdaten und steigenden Ölpreisen im Zusammenhang mit Spannungen im Nahen Osten in der Nähe mehrjähriger Höchststände verharrten.
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe, die am Dienstag 4,687% erreichte — ihr höchster Stand seit Januar 2025 — gab am Mittwochmorgen leicht nach und lag bei rund 4,64%.
Unterdessen kletterte die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe Anfang der Woche kurzfristig über 5,19% und erreichte damit den höchsten Stand seit fast 19 Jahren.
Die Märkte bewerten zunehmend die Möglichkeit, dass die Federal Reserve die Zinsen später in diesem Jahr erneut anheben muss, falls der Inflationsdruck anhält.
Laut CME FedWatch-Daten sehen Händler nun eine mehr als 40%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte im Dezember.
Anleger erwarten außerdem die Sitzungsprotokolle der jüngsten geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve, die später am Mittwoch veröffentlicht werden, um weitere Hinweise auf die Sicht der Währungshüter zu Inflation und künftigen Zinsschritten zu erhalten.
Ölpreise geben nach, Märkte beobachten Spannungen mit Iran
Die Ölpreise gaben am Mittwoch nach, nachdem sie zuvor im Zuge des Konflikts rund um Iran und wegen Befürchtungen über Unterbrechungen der Energieversorgung im Nahen Osten deutlich gestiegen waren.
Die Futures auf West Texas Intermediate fielen um rund 2% und notierten bei etwa 101 US-Dollar je Barrel, während Brent-Rohöl um etwa 3% auf rund 108 US-Dollar je Barrel nachgab.
Der Rückgang folgte auf Äußerungen von Präsident Donald Trump, wonach der Konflikt mit Iran "sehr schnell" enden könnte, wobei Anleger hinsichtlich der allgemeinen geopolitischen Lage dennoch vorsichtig blieben.
Außerhalb des Halbleitersektors reagierten mehrere Einzelhändler auf Gewinnmeldungen.
Die Aktien der TJX Companies stiegen um rund 5,3%, nachdem der Off-Price-Händler seine Prognosen für das jährliche vergleichbare Umsatzwachstum und den Gewinn angehoben hatte.
Unterdessen gaben die Aktien von Lowe's um 3,56% nach, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose bestätigt hatte.
Die Aktien von Cava schossen um 13% nach oben, nachdem das Unternehmen die Gewinnerwartungen des Marktes übertroffen hatte.
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