Britische Aktien steigen, da schwächere Daten Erwartungen an BoE-Zinserhöhung dämpfen

Britische Aktien steigen, da schwächere Daten Erwartungen an BoE-Zinserhöhung dämpfen
Rivanshi Rakhrai
22. Mai 2026, 13:58 PM

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Invezz
FTSE 100 (UKX) – Long

Kaufen Sie iShares Core FTSE 100 UCITS ETF (Ticker: ISF1). Schwächere britische Inflation und enttäuschende Einzelhandelsumsätze verschieben die BoE‑Erhöhungserwartungen von Juni auf Juli, was typischerweise UK‑Large‑Cap‑Risikowerte stützt. Der Artikel zeigt zudem eine verbesserte Marktbreite (Chemie + Autos führend), was eher auf einen breit angelegten Risikoabbau als auf eine Einzelsektor‑Rallye hindeutet.

Kernrisiko: Eine plötzliche Wiederbeschleunigung der britischen Inflation oder der Löhne, die die BoE dazu zwingt, früher als im Juli zu erhöhen.

Momentum bei Chemie und Autos

Kaufen Sie Chemring Group (nicht im Artikel) ist falsch – besser sind Sektor‑ETFs: iShares MSCI World? Nein. Stattdessen iShares MSCI UK ETF (Ticker: IUKD)? Tilt‑Effekte wären zu unspezifisch. Besser: eine Auto/Industrie‑Exponierung in UK via iShares MSCI UK Small Cap? Nein. Setzen Sie auf einzelne Marktführer: Kaufen Sie Johnson Matthey (JMAT) und/oder Croda (CRDA) für Chemie; kaufen Sie Aston Martin (AML) oder Auto Trader (AUTO) für Autos. Begründung: Chemie (+2,87 %) und Autos (+2,45 %) führen im Zuge einer Neubewertung durch zinslockernde Erwartungen, daher sollte das Momentum für einige Sitzungen anhalten, während die Dringlichkeit für Zinserhöhungen nachlässt.

Kernrisiko: Öl-/Energiestörungen oder eine neue Eskalation im Nahen Osten, die die Inputkosten in die Höhe treibt und Inflationsängste wiederbelebt, wodurch die dovaish‑Narrative zerschlagen würden.

  • FTSE 100 dürfte diese Woche eine vierwöchige Verlustserie beenden.
  • Schwächere Inflationsdaten verringern die Erwartungen an eine sofortige BoE‑Zinserhöhung.
  • Ein Einbruch der Einzelhandelsumsätze macht den Druck auf die britischen Konsumausgaben deutlich.

Der britische Maßstab FTSE 100 war am Freitag auf Kurs, eine vierwöchige Verlustserie zu beenden, nachdem eine Reihe von Wirtschaftsdaten die Erwartungen an eine sofortige Zinserhöhung durch die Bank of England abgeschwächt hatten.

Der Blue‑Chip‑Index stieg bis 11:18 Uhr GMT um 0,21 %, während der Midcap‑Index FTSE 250 um 0,57 % zulegte.

Investoren wirkten erleichtert, nachdem schwächere Inflationszahlen und enttäuschende Einzelhandelsumsätze den Druck auf die Zentralbank verringert hatten, die Geldpolitik weiter zu straffen.

Schwächere Daten dämpfen Sorgen über Zinserhöhungen

Offizielle Zahlen, die am Freitag veröffentlicht wurden, zeigten, dass die britischen Einzelhandelsumsätze im April den stärksten Rückgang seit fast einem Jahr verzeichneten.

Der Rückgang verstärkte die Anzeichen für eine Abschwächung der Konsumausgaben vor dem Hintergrund der Sorge um den Krieg im Nahen Osten und steigender Energiekosten.

Anfang der Woche hatten separate Daten gezeigt, dass die Inflation im April schwächer als erwartet ausfiel.

Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote leicht an, was die Ansicht stützt, dass die BoE kurzfristig möglicherweise nicht aggressiv handeln muss.

Analysten von BofA Securities erklärten, dass die jüngsten Wirtschaftsdaten die Dringlichkeit für eine unmittelbare Zinserhöhung durch die Zentralbank verringern könnten.

„Zinsdämpfende Daten sollten die Dringlichkeit für die BoE verringern, zu handeln. Bisher zieht das MPC Zuversicht aus einer Straffung der finanziellen Bedingungen, die ihnen Zeit verschaffen kann, zu beurteilen, ob eine Anhebung nötig ist oder nicht,“ sagten Analysten von BofA Securities laut einem Reuters‑Bericht.

Nach den jüngsten Veröffentlichungen hat die Investmentbank ihre Erwartungen für die nächste BoE‑Zinserhöhung nach unten revidiert.

Sie erwartet nun, dass die Kreditkosten im Juli statt im Juni steigen.

Politische Unsicherheit bleibt ein Risiko

Trotz der verbesserten Marktstimmung drückte politische Unsicherheit in Großbritannien weiterhin auf das Anlegervertrauen.

Analysten von BofA Securities warnten, dass anhaltende politische Entwicklungen zusätzliche politische Unsicherheit und engere finanzielle Bedingungen kurzfristig auslösen könnten.

Premierminister Keir Starmer steht unter Druck von Abgeordneten seiner eigenen Partei, zurückzutreten.

Er hat jedoch Rücktrittsforderungen trotz wachsender Sorgen über die Lebenshaltungskostenkrise zurückgewiesen.

Investoren bleiben vorsichtig, da Wähler weiterhin Unzufriedenheit über steigende Haushaltsausgaben und wirtschaftliche Belastungen zum Ausdruck bringen.

Chemie‑ und Autoaktien führen die Gewinne an

Sektorseitig verzeichneten Chemieaktien am Freitag starke Zuwächse und stiegen um 2,87 %.

Autoaktien legten ebenfalls deutlich zu und stiegen um 2,45 %.

Die breitere Erholung hob den FTSE 100 im Wochenverlauf bisher um 2,65 % und brachte den Index damit auf Kurs für seinen ersten Wochengewinn seit fünf Wochen.

Die Erholung an den Aktienmärkten spiegelte die wachsende Hoffnung wider, dass nachlassender Inflationsdruck und eine verlangsamte Wirtschaftsaktivität den Politikern mehr Spielraum bei den Zinssätzen verschaffen könnten, selbst wenn politische und geopolitische Unsicherheiten weiterhin bestehen.