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Europäische KI-Aktien steigen trotz Druck durch Iran-Krieg

Europäische KI-Aktien steigen trotz Druck durch Iran-Krieg
Rivanshi Rakhrai
22. Mai 2026, 08:30 AM

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ASML / Infineon

Kaufen: ASML und Infineon Technologies. Der Artikel zeigt, dass europäische AI-Halbleiter (ASML, Infineon, STMicro) seit Anfang April um ~20% gestiegen sind und trotz makroökonomischer Belastungen den breiteren Markt übertreffen. Niedrigere Bewertungen europäischer Techwerte (28x vs ~35x Nasdaq) bieten Aufwärtspotenzial, sofern die KI-Investitionen intakt bleiben; Nvidias starke Zahlen untermauern die Nachfragebasis für fortgeschrittene Chips und Ausrüstungen.

Kernrisiko: KI-Ausgaben werden weltweit gekürzt oder verschoben, was Halbleiteraufträge und Margen schnell trifft.

Schneider Electric / Prysmian

Kaufen: Schneider Electric und Prysmian. Der KI-Infrastrukturkorb ist seit Anfang April um ~22% gestiegen und steht im Zusammenhang mit Rechenzentren und dem Ausbau der Energieinfrastruktur — genau das, was KI-Wachstum erfordert. Sekundäre Perspektive: Mit steigendem Bedarf an KI-Rechenzentren werden Stromzuverlässigkeit und Netzausbauten zum Engpass, sodass Gewinner in den Bereichen Stromversorgung und Verkabelung weiterhin profitieren sollten, selbst wenn Konsumenten- oder Wirtschaftsdaten schwach bleiben.

Kernrisiko: Stromprojekte für Rechenzentren verzögern sich durch Genehmigungsverfahren, Netzengpässe oder Kundenstornierungen.

  • Europäische KI-Aktien übertreffen breitere Märkte trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg.
  • Technologie- und Halbleiteraktien treiben die Zuwächse an den europäischen Aktienmärkten.
  • Investoren bleiben optimistisch bezüglich KI-Infrastruktur und langfristiger Innovationsausgaben.

    Eine Rallye europäischer Technologiewerte setzte sich weitgehend unbeachtet fort, während die breiteren Aktienmärkte der Region unter der Last des Iran-Kriegs und nachlassender Wirtschaftstätigkeit leiden.

    Der Konflikt hat die sogenannten "Make Europe Great Again"-Trades gestört; europäische Aktien dürften ihren US-Pendants hinterherhinken, solange die geopolitischen Spannungen anhalten.

    Daten zeigten, dass die Wirtschaftsaktivität in der Eurozone im Mai mit der schnellsten Rate seit mehr als zweieinhalb Jahren zurückging.

    Trotz des schwierigen makroökonomischen Umfelds haben sich KI-verbundene Unternehmen für Investoren als Lichtblick herauskristallisiert.

    KI-Aktien treiben Gewinne am europäischen Markt

    Untersuchungen von TS Lombard zeigten, dass zwei Aktienkörbe KI-bezogener Aktien mehr als zwei Drittel der positiven Entwicklung europäischer Aktien in den vergangenen anderthalb Monaten ausmachten.

    „Die Performance unserer EU-KI-Körbe seit April liegt auf dem Niveau der Nasdaq, nur geringfügig hinter Taiwan“, sagte Davide Oneglia, wie in einem Reuters-Bericht zitiert.

    Einer von TS Lombards KI-Körben, der auf Unternehmen der Halbleiter-Lieferkette fokussiert ist, ist seit Anfang April um ~20% gestiegen.

    Der Korb umfasst Unternehmen wie ASML, Infineon Technologies und STMicroelectronics.

    Ein weiterer Korb, der um ~22% gestiegen ist, steht im Zusammenhang mit dem Aufbau von KI-Infrastruktur.

    Er enthält Unternehmen, die in Rechenzentren und Energieinfrastruktur tätig sind, wie Schneider Electric und Prysmian.

    Europäische Technologiewerte entwickeln sich im Einklang mit der Nasdaq

    Europäische Technologiewerte haben seit April die Performance der Nasdaq im Wesentlichen erreicht, wenngleich die Zuwächse hinter denen einiger asiatischer Märkte zurückblieben.

    Laut Daten von LSEG legte der südkoreanische Aktienmarkt im gleichen Zeitraum um 55% zu.

    Der Bericht von TS Lombard zeigte, dass der Nasdaq 100 um rund 21% zulegte, während taiwanesische Aktien um etwa 28% stiegen.

    Der erneute Fokus auf künstliche Intelligenz wurde seit Anfang April durch starke Ergebnisse großer US-Technologieunternehmen gestützt.

    Investoren reagierten ebenfalls positiv auf Europas Bemühungen, die Technologiinfrastruktur zu stärken.

    Ausgaben für KI-Infrastruktur gelten als langfristiges Thema

    Seema Shah, deren Firma rund $578 billion verwaltet, sagte, Europas Schwerpunkt auf Innovation sei in den letzten zwei Jahren sichtbarer geworden, insbesondere in Verteidigung, Energiesicherheit und KI-Infrastruktur.

    Selbst nach den jüngsten Zugewinnen werden europäische Technologiewerte weiterhin zu niedrigeren Bewertungen als ihre US-Pendants gehandelt.

    Der europäische Technologie-Unterindex wird mit fast dem 28‑fachen der erwarteten Gewinne gehandelt, verglichen mit fast dem 35‑fachen für die Nasdaq.

    Oneglia sagte, seine Analyse konzentriere sich auf den Zeitraum nach April, weil damals die Begeisterung rund um KI weltweit wieder aufflammte.

    Investoren überprüften zudem die Befürchtungen, ob die Ausgaben für künstliche Intelligenz übermäßig geworden seien.

    NVIDIA-Zahlen stärken die Zuversicht

    Die neue Zuversicht für den KI-Sektor wurde weiter gestützt, nachdem Nvidia am Mittwoch für das erste Quartal einen Umsatz berichtete, der die Erwartungen an der Wall Street übertraf.

    Während der STOXX Europe 600 Index Europas seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar um etwas mehr als 2% gefallen ist, stiegen die Technologiewerte der Region im gleichen Zeitraum um 10%.

    Europäische Tech-Aktien erreichten diese Woche zudem ihr höchstes Niveau seit 2000, was die anhaltende Anlegernachfrage nach KI-bezogenen Unternehmen trotz der größeren wirtschaftlichen Unsicherheit unterstreicht.