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Schweizer Franken unter Druck, da SNB Einsatzbereitschaft zur Intervention signalisiert

Schweizer Franken unter Druck, da SNB Einsatzbereitschaft zur Intervention signalisiert
Rivanshi Rakhrai
28. Mai 2026, 08:23 AM

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Long auf USD/CHF

Long auf USD/CHF. Die SNB signalisiert Bereitschaft, gegen eine Frankenstärke zu intervenieren, was das Aufwärtspotenzial des CHF begrenzt. Durch die Eskalation im Nahen Osten, die die Nachfrage nach dem sicheren US-Dollar stärkt, hat das Paar kurzfristig einen deutlichen Rückenwind in Richtung bzw. durch die jüngsten Hochs (~0,7895).

Kernrisiko: Risiko: Die SNB handelt in der Praxis restriktiver (keine Intervention), und der CHF steigt trotzdem aufgrund stärkerer Schweizer Daten oder einer Risk-off-Bewegung, die den CHF gegenüber dem USD begünstigt.

Long auf DXY (USD-Korb)

Long auf den US-Dollar über DXY-Engagement (z. B. Long UUP oder Long USD gegenüber einem Korb). Der Artikel zeigt breite USD-Unterstützung durch erneute Spannungen zwischen USA und Iran und Vergeltungsrisiken sowie Anlegerrotation in den USD als „sicherere" Alternative zum CHF, während die SNB die Frankenstärke begrenzt.

Kernrisiko: Risiko: Die geopolitische Lage deeskaliert schnell (Waffenstillstand hält) und die Märkte drehen zurück in risikoreichere Nicht-USD-Anlagen, wodurch die USD-Nachfrage stark einbricht.

  • USD/CHF steigt, da Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US-Dollar stützen.
  • Schweizer Franken steht unter Druck aufgrund niedriger Inflation und Interventionssorgen der SNB.
  • Händler warten auf US-PCE-Inflationsdaten und die Ergebnisse der Schweizer ZEW-Umfrage.

Das Paar USD/CHF legte am Donnerstag in den frühen europäischen Handelsstunden zu, gestützt von erneuten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die die Nachfrage nach dem US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken erhöhten.

Das Währungspaar stieg auf etwa 0,7895, nachdem Anleger auf neue militärische Entwicklungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran reagierten.

Marktteilnehmer konzentrierten sich außerdem auf bevorstehende Wirtschaftsveröffentlichungen, darunter die Schweizer ZEW-Umfrage und den US-Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für April, die später am Tag erwartet werden.

Spannungen im Nahen Osten stützen den US-Dollar

Der US-Dollar stärkte sich, nachdem Berichte aufkamen, wonach die Vereinigten Staaten neue Schläge gegen einen iranischen Militärstützpunkt durchgeführt hätten, der angeblich eine Bedrohung für US-Streitkräfte und den Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz darstellte.

US-Beamte beschrieben die Operation als gezielt, rein defensiv und darauf ausgerichtet, den Waffenstillstand in der Region aufrechtzuerhalten.

Zur geopolitischen Unsicherheit trug bei, dass US-Präsident Donald Trump am Mittwoch sagte, er bleibe entschlossen, eine günstige Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts mit Iran zu sichern.

Trump warnte außerdem, dass Irans Versuche, die Verhandlungen zu verzögern, nicht erfolgreich sein würden, weil „mir die Zwischenwahlen egal sind“.

Die jüngsten Entwicklungen erhöhten die Nachfrage nach dem US-Dollar, da Anleger angesichts wachsender regionaler Instabilität in sichere Anlagen flüchteten.

Irans Vergeltungsmaßnahmen verstärken die Vorsicht am Markt

Der US-Dollar setzte die Gewinne in der asiatischen Handelssitzung am Donnerstag fort, nachdem Iran Tasnim-Berichten zufolge Vergeltungsmaßnahmen gegen jüngste US-Angriffe in der Nähe des Flughafens Bandar Abbas ergriffen hatte.

Die Islamische Revolutionsgarde Irans (IRGC) bestätigte, US-Militärbasen ins Visier genommen zu haben, und warnte, dass weitere Angriffe der Vereinigten Staaten eine entschlossenere Reaktion des iranischen Militärs zur Folge hätten.

Die Eskalation folgte auf frühere Militäroperationen des United States Central Command am Mittwoch.

Diese Operationen wurden als defensive Schläge beschrieben und hätten Berichten zufolge iranische Boote angegriffen, die am Ausbringen von Minen beteiligt waren.

Zum Zeitpunkt der Niederschrift notierte der US-Dollar-Index (DXY), der den US-Dollar gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, rund 0,25 % höher in der Nähe der Marke 99,50.

Ausblick für den Schweizer Franken bleibt begrenzt

Obwohl der Schweizer Franken traditionell in Zeiten geopolitischer Unsicherheit profitiert, deuteten Analysten an, dass die Aufwärtsbewegung der Währung kurzfristig begrenzt bleiben könnte.

Jane Foley, Senior-FX-Strategin bei Rabobank, sagte, dass die Schweiz zwar weiterhin robustes Wirtschaftswachstum und starke Einkaufsmanagerindex-(PMI)-Werte aufweise, die Inflation jedoch sehr niedrig bleibe.

Die Schweizer Zentralbank hat zudem eine größere Bereitschaft signalisiert, gegen eine übermäßige Frankenstärke zu intervenieren, insbesondere solange die geopolitischen Risiken im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt erhöht bleiben.

Diese Haltung könnte starke Kursgewinne der Schweizer Währung verhindern und dem USD/CHF-Paar kurzfristig zusätzliche Unterstützung bieten.

Anleger warten nun auf die Veröffentlichung des US-PCE-Inflationsberichts und der Schweizer ZEW-Umfrage, um weitere Hinweise zur Richtung des Paares zu erhalten.