Invezz

Indien rutscht auf Rang sieben – Südkorea zieht dank KI‑Chip‑Rallye vorbei

Indien rutscht auf Rang sieben – Südkorea zieht dank KI‑Chip‑Rallye vorbei
Rivanshi Rakhrai
02. Juni 2026, 10:09 AM

Unterstützt von

Invezz
Kaufen: Südkoreanische Halbleiter (KOSPI: Samsung/SK Hynix)

Buy Samsung Electronics (005930.KS) and SK Hynix (000660.KS). Die Rallye bei KI‑Chips treibt explizit den Anstieg Südkoreas (KOSPI +107% this year), und Halbleiter sind die Hauptprofiteure. Dies ist eine direkte, keine indirekte Art, das Thema zu besitzen, für das der Markt derzeit zahlt.

Kernrisiko: Die Nachfrage nach KI‑Chips enttäuscht oder Memory/Preise drehen ins Minus, was die Gewinndynamik und die Rallye zerstört.

Verkaufen: Indischer Gesamtmarkt (NSE: NIFTY 50)

Sell NIFTY 50 exposure via INDA (or NIFTY 50 futures). Der Artikel weist auf anhaltende Auslandsabflüsse ($26.4B in 2026), sinkendes MSCI‑Gewicht (12.3% vs 21%) sowie schwache Gewinnperspektiven/IT‑Einbruch (Nifty IT -19%) hin. Da Indien nicht direkt an der KI/Halbleiter‑Rallye teilnimmt, dürfte der Rangverlust weiterhin Druck auf Zuflüsse und Multiples ausüben.

Kernrisiko: Ausländische Verkäufe stoppen und Gewinnrevisionen drehen sich schnell genug, um Indien trotz der Lücke im KI‑Narrativ neu zu bewerten.

  • Südkorea überholt Indien in der Marktkapitalisierung dank KI‑getriebener Zuwächse.
  • Ausländische Investoren ziehen 2026 Rekordsummen aus indischen Aktien ab.
  • Analysten zufolge fehlt Indien direkte Exponierung gegenüber dem KI‑Halbleiterboom.

Der Aktienmarkt Indiens fiel am Dienstag weltweit auf den siebten Platz nach Marktkapitalisierung, da starker Verkauf durch ausländische Investoren, schwächeres Gewinnwachstum und eine begrenzte Exponierung gegenüber künstlich-intelligenz-verbundenen Aktien Südkorea den Vorstoß ermöglichten.

Daten der Börsen zeigten, dass der kombinierte Marktwert der an Südkoreas KOSPI-, KOSDAQ- und KONEX-Börsen notierten Unternehmen auf $5.01 trillion gestiegen ist.

Damit übertraf er die Marktkapitalisierung von $4.85 trillion der an Indiens National Stock Exchange notierten Unternehmen.

Das markiert einen weiteren Rückschlag für Indiens Aktienmarkt, der lange Zeit als bevorzugtes Ziel unter Schwellenmarktinvestoren galt.

Nachdem Indien letzten Monat gegenüber Taiwan zurückgefallen war, ist es nun innerhalb von zwei Wochen um zwei Plätze in den globalen Ranglisten gesunken.

Indiens Vorsprung gegenüber regionalen Konkurrenten schmilzt

Laut den Bernstein-Analysten Venugopal Garre und Nikhil Arela ist Indiens früherer Vorteil gegenüber regionalen Wettbewerbern rasch verschwunden.

„Vor etwa 18 Monaten war die Marktkapitalisierung Indiens ungefähr 3,5‑mal so groß wie die Südkoreas und mehr als doppelt so groß wie die Taiwans. Nur fünf Monate in das Jahr 2026 hinein ist dieser Vorsprung verschwunden“, schrieben Garre und Arela in einer Notiz.

Der Rückgang spiegelt ein schwieriges Jahr für indische Aktien wider.

Der Nifty 50 und der BSE Sensex sind 2026 um 10.1% bzw. 12.5% gefallen.

Der Nifty IT‑Index, der zweitgrößte Sektor in den Benchmark-Indizes, ist um 19% eingebrochen.

Die Schwäche wird auf eine verhaltene Gewinnperspektive und anhaltende Verkäufe durch ausländische Investoren zurückgeführt.

Rekordabflüsse belasten indische Märkte

Ausländische Investoren haben bisher 2026 insgesamt $26.4 billion aus indischen Aktien abgezogen.

Diese Zahl hat bereits den bisherigen jährlichen Rekordabfluss von $18.91 billion aus dem Jahr 2025 übertroffen.

Auch Indiens Gewicht im MSCI Global Standard Index ist deutlich gesunken.

Sein Anteil fiel auf 12.3% von einem Höchststand von 21%, der im September 2024 verzeichnet wurde.

KI‑Boom treibt Südkorea und Taiwan an

Der Kontrast ist besonders in technologieorientierten Märkten sichtbar geworden.

Südkoreanische Halbleiterunternehmen Samsung Electronics und SK Hynix haben in diesem Jahr starke Gewinne verzeichnet, was zu einem deutlichen Anstieg der südkoreanischen Aktien beigetragen hat.

Der KOSPI‑Index ist um 107% gestiegen, während Taiwans gewichteter Leitindex um 59% zugelegt hat.

Die Zuwächse wurden weitgehend von wachsender Anlegernachfrage nach Aktien getragen, die mit künstlicher Intelligenz und der Halbleiterproduktion verbunden sind.

Indien hingegen konnte kaum direkt vom KI‑getriebenen Investmentthema profitieren.

Die Marktrenditen deuten darauf hin, dass die Narrative laute: „KI ist das bestimmende Thema und Halbleiter stehen im Zentrum; innerhalb der Schwellenmärkte gehört diese Geschichte Taiwan und Korea, nicht Indien“, sagte Laijawala, zitiert in einem Reuters-Bericht.

Indien könnte indirekt vom KI‑Ausbau profitieren

Trotz der aktuellen Marktauffassung betonte Laijawala, dass Indiens Rolle im KI‑Ökosystem nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Er sagte, Indien biete im KI‑Zeitalter Chancen im Bereich Infrastruktur und Zulieferung — etwa durch Investitionen in Stromerzeugung, Kühlsysteme, physische Infrastruktur und Rechenzentren, die die breitere KI‑Entwicklung unterstützen.