Partners Group warnt: langsameres Asset‑Wachstum bei steigenden Rücknahmen
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Verkaufen. Das Unternehmen begrenzt ausdrücklich Rücknahmen und signalisiert, dass das Fundraising‑Wachstum im 2. Hj. 2026 und voraussichtlich bis 2027 aufgrund des Drucks durch Rücknahmen bei Evergreen‑Fonds langsamer ausfallen wird. Das trifft das Netto‑AUM‑Wachstum und das Gebührenwachstum direkt, selbst wenn die Bruttonachfrage intakt bleibt. Der Markt wird globale Asset Manager weiterhin wegen Schlagzeilen zum Liquiditätsrisiko abwerten, bis sich die Rücknahmen stabilisieren.
Kernrisiko: Die Rücknahmen hören auf zu steigen und das Netto‑AUM‑Wachstum beschleunigt sich schneller als vom Management erwartet, sodass das Vertrauen in die Liquidität der Evergreen‑Fonds wiederhergestellt wird.
Verkaufen: Short einen Korb globaler Alternatives/Asset Manager mit signifikanter Evergreen‑Exponierung (z. B. Blackstones Private‑Credit‑/Evergreen‑nahe Vehikel, Apollo, KKR und andere Private‑Market‑Manager). Dem Artikel zufolge begann der Stress im Private Credit und weitete sich auf Private Equity aus – es handelt sich somit um ein Liquiditätsrisiko in den Alternativen insgesamt, nicht nur um Partners Group. Fordern Anleger Liquidität, werden die Multiples im gesamten Sektor komprimiert.
Kernrisiko: Eine breite Risikoaversion lässt nach und Investoren rotieren zurück in Alternativen, wobei sich der Rücknahmedruck im Sektor einpendelt.
- Partners Group sieht ein verlangsamtes Fundraising‑Wachstum gegen Ende 2026.
- Rücknahmen aus Evergreen‑Fonds könnten das verwaltete Vermögen belasten.
- Auszahlungsanfragen haben bei wichtigen Private‑Equity‑Fonds zugenommen.
Der in der Schweiz ansässige Partners Group teilte am Donnerstag mit, dass er erwartet, dass die Fundraising‑Aktivität in der zweiten Hälfte 2026 verlangsamt wird und sich der Trend voraussichtlich bis 2027 fortsetzt, da die Unsicherheit über Rücknahmen aus seinen offenen Evergreen‑Fonds die Wachstumsaussichten belastet.
Das Unternehmen gab bekannt, dass es Auszahlungen aus einem Private‑Equity‑Fonds in Höhe von $8.6 billion gedeckelt hat, ein Schritt, der die Anlegerbesorgnis über die Risiken alternativer Anlageprodukte neu entfacht hat.
Die Entwicklung trug auch zu einem breiteren Rückgang der Aktien globaler Asset Manager bei, während Marktteilnehmer die Auswirkungen des zunehmenden Rücknahmedrucks bewerteten.
Fundraising‑Ausblick für 2026 bleibt intakt
Trotz der Sorgen über Rücknahmen bekräftigte Partners Group seine Prognose für die Brutto‑Neukundennachfrage im Jahr 2026.
Das Unternehmen erklärte, weiterhin ein Brutto‑Fundraising zwischen $26 billion und $32 billion für das Jahr zu erwarten.
Dem Unternehmen zufolge wird der Ausblick durch eine, wie es heißt, „große und sichtbare Pipeline von Fundraising‑Möglichkeiten über Mandate, Evergreens und traditionelle geschlossene Programme hinweg“ gestützt.
Der Asset Manager gab an, dass das Fundraising voraussichtlich die Abflüsse in der ersten Hälfte 2026 übertreffen werde.
Er wies jedoch darauf hin, dass sich das Wachstumstempo im späteren Jahresverlauf abschwächen könnte, da die Rücknahmeaktivität innerhalb seiner Evergreen‑Plattform weiterhin das Nettovermögenswachstum beeinträchtigt.
Evergreen‑Plattform könnte das Wachstum des verwalteten Vermögens belasten
Partners Group erklärte, die Auswirkungen der Rücknahmen könnten in der zweiten Hälfte 2026 deutlicher werden und sich ins Folgejahr erstrecken.
Die Mitteilung unterstreicht den wachsenden Einfluss der Rücknahmeaktivität in Evergreen‑Investmentvehikeln auf das Gesamtvolumen des verwalteten Vermögens, selbst wenn das Unternehmen weiterhin neues Kapital anzieht.
Branchenweite Volatilität greift auf Private Markets über
Partners Group, das rund $185 billion verwaltet, schrieb den Druck auf seine Evergreen‑Fonds einer breiteren Volatilität in der alternativen Investmentbranche zu.
Das Unternehmen erklärte, die branchenweite Turbulenz habe zunächst in Private‑Credit‑Strategien begonnen, bevor sie sich auf die Private‑Equity‑Märkte ausweitete.
Da Anleger nach Liquidität suchen, haben Evergreen‑Fonds im Sektor verstärkt erhöhte Rücknahmeaktivitäten verzeichnet.
Partners Group zufolge sind zwei seiner Evergreen‑Fonds besonders stark von Rücknahmeanfragen betroffen.
Der in Luxemburg ansässige Partners Group Global Value SICAV verzeichnete Rücknahmeanfragen in Höhe von 9,8 % der im Fonds gehaltenen Vermögenswerte.
Das Unternehmen berichtete außerdem, dass Rückkauf‑/Auszahlungsanfragen für einen in Delaware ansässigen Fonds 6 % erreicht hätten.
Der Anstieg der Auszahlungsanfragen hat das Unternehmen veranlasst, Maßnahmen zur Steuerung der Liquidität und zur Aufrechterhaltung der Stabilität innerhalb der betroffenen Vehikel zu ergreifen.
Investoren fokussieren sich auf Liquiditätsrisiken
Die Offenlegung unterstreicht die zunehmende Aufmerksamkeit der Anleger für das Liquiditätsmanagement innerhalb von Evergreen‑Private‑Market‑Fonds.
Diese Anlagevehikel sind immer beliebter geworden, weil sie fortlaufenden Zugang zu Private‑Market‑Strategien bieten und Anlegern gleichzeitig periodische Liquidität ermöglichen.
Die zunehmenden Rücknahmeanfragen im Sektor verdeutlichen jedoch die Herausforderungen, vor denen Asset Manager stehen, wenn sie Anlegerabflüsse mit Anlagen in Einklang bringen müssen, die typischerweise weniger liquide sind.
Die Aussagen von Partners Group deuten darauf hin, dass die Nachfrage nach ihren Anlageprodukten zwar weiterhin stark ist, die Rücknahmeaktivität innerhalb von Evergreen‑Fonds das Gesamtwachstum des verwalteten Vermögens in den kommenden Quartalen und bis ins Jahr 2027 jedoch dämpfen könnte.
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