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Reliance Jio will diese Woche Indiens größte IPO-Anmeldung einreichen: Bericht

Reliance Jio will diese Woche Indiens größte IPO-Anmeldung einreichen: Bericht
Devesh Kumar
17. Juni 2026, 05:55 AM

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Reliance Industries (Reliance)

Kaufen: Reliance Industries. Die DRHP‑Einreichung von Jio ist der Katalysator, der ein langfristiges „Vielleicht" in konkrete IPO‑Mechanik verwandelt und typischerweise den Mutterkonzern stärkt durch (1) erhöhte Aufmerksamkeit für die Sum‑of‑the‑Parts‑Bewertung und (2) verbessertes Sentiment für Reliances Consumer-/Retail-/Telekom‑Plattform. Selbst wenn Jio ein OFS ist (kein neues Kapital für Jio), führt die Öffnung des Ausstiegsfensters für globale Investoren und der Schub für die IPO‑Pipeline zu einer Neubewertung der Gruppe.

Kernrisiko: Risiko: Die IPO‑Preisfestsetzung für Jio fällt am unteren Ende aus (oder die Bewertung wird stark reduziert), weil ARPU‑/Wettbewerbsängste im Zusammenhang mit Airtel dominieren und zu einer Abwertung des Mutterkonzerns führen.

Bharti Airtel (Airtel)

Kaufen: Bharti Airtel. Wenn Jio via OFS zu einer Bewertung an die Börse geht, die Anleger infrage stellen, wird sich der Markt auf die Wettbewerbsrealität konzentrieren: Airtels höherer ARPU (~₹257–₹259 vs Jio ~₹214) und bessere Monetarisierung. Ein Jio‑IPO, der die ARPU‑Lücke nicht schließt, kann trotzdem Airtels Ertragsstärke bestätigen und Kapitalflüsse zugunsten des „Preisgewinners“ beschleunigen.

Kernrisiko: Risiko: Die Jio‑IPO‑Erzählung stützt sich auf eine glaubhafte Beschleunigung bei ARPU/5G‑Monetarisierung, wodurch Airtels Prämie schrumpft und sein Wachstums‑Multiple unter Druck gerät.

  • Reliance Jio könnte innerhalb weniger Tage Entwurfsunterlagen für den Börsengang einreichen, berichtet die FT.
  • Ambanis Zusage zur Notierung 2026 rückt näher an die formellen Unterlagen.
  • Bewertungsdebatte verschärft sich, da Jio bei den Kundenerlösen hinter Airtel zurückbleibt.

Reliance Jio könnte innerhalb weniger Tage Entwurfsunterlagen für seinen lang erwarteten Börsengang einreichen, berichtet die Financial Times, und damit womöglich den Weg für Indiens größtes Börsendebüt ebnen.

Die gemeldete Einreichung wird voraussichtlich kurz vor der Rede von Reliance Industries-Vorsitzendem Mukesh Ambani vor den Aktionären auf der Jahreshauptversammlung am Freitag erfolgen.

Für Anleger ist das Timing wichtig: Die Notierung von Jio wird seit Jahren diskutiert, mehrfach verschoben und von globalen Fonds, Privatanlegern und konkurrierenden Telekommunikationsanbietern genau beobachtet.

Ein Entwurf des Red-Herring-Prospekts (DRHP) würde den Börsengang vom Versprechen in die formellen Unterlagen überführen.

Indiens größter IPO-Test

Ambani kündigte erstmals 2019 Pläne an, Jio und Reliance Retail an die Börse zu bringen, als die Gruppe sich noch von einem Öl- und Chemieriesen zu einem Konsum-, Telekom- und Technologiekonzern umstrukturiert hatte.

Jio hatte Indiens Mobilfunkmarkt bereits mit günstigen Daten und kostenlosen Sprachanrufen verändert. Ein Börsengang galt als nächster natürlicher Schritt.

Doch der Zeitplan verschob sich weiterhin: Zunächst wurde ein Schritt 2024 erwartet, dann 2025.

Schließlich verschob Reliance die Notierung auf 2026, teils weil die Größe von Jio die Preisfindung erschwerte, teils weil der indische Primärmarkt vorsichtiger wurde.

Auf der Jahreshauptversammlung von Reliance im August 2025 gab Ambani den Investoren die bisher klarste Zusage.

„Jio trifft alle Vorkehrungen, um die Unterlagen für den Börsengang einzureichen. Wir beabsichtigen, Jio in der ersten Hälfte 2026 zu listen, vorbehaltlich aller erforderlichen Genehmigungen“, sagte Ambani.

„Ich bin sicher, dass es für alle Anleger eine sehr attraktive Gelegenheit sein wird.“

Diese Frist rückt nun näher. Das Umfeld ist jedoch nicht einfach.

Die IPO-Volumina in Indien sind in diesem Jahr stark zurückgegangen, während volatile globale Märkte Unternehmen wie PhonePe gezwungen haben, Notierungspläne zu verschieben.

Das macht Jios Schritt nicht nur für Reliance wichtig, sondern auch für das Sentiment in der gesamten IPO-Pipeline.

Wie der Börsengang konkret aussehen könnte

Es wird erwartet, dass der Jio-IPO als Offer for Sale (OFS) strukturiert wird. Das bedeutet, dass das Unternehmen selbst kein neues Kapital aufnehmen wird.

Stattdessen werden bestehende Aktionäre einen Teil ihrer Beteiligungen an öffentliche Anleger verkaufen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, da Reliance die Kontrolle über Jio nicht aufgibt.

Das Geschäft ist vor allem darauf ausgelegt, globalen Investoren, die 2020 in Jio Platforms eingestiegen sind — darunter Meta, Google, KKR und Staatsfonds wie die Abu Dhabi Investment Authority — einen teilweisen Ausstieg zu ermöglichen.

Reuters berichtete zuvor, dass die Gespräche darauf abzielten, dass diese Investoren etwa 8 % ihrer jeweiligen Beteiligungen verkaufen.

Das würde sich in etwa in einem Angebot von rund 2,5 % des Gesamtkapitals von Jio im IPO niederschlagen, wobei der endgültige Anteilsverkauf voraussichtlich im Bereich von 2,5 %–3 % liegen wird.

„Der gesamte Anteilsverkauf wird 2,5 % bis 3 % betragen“, sagte eine mit den IPO-Plänen vertraute Person gegenüber Reuters.

„Reliance möchte für Privatanleger Spielraum lassen, und es liegt noch keine Entscheidung über die Unternehmensbewertung vor.“

Die Transaktion könnte je nach endgültiger Preisfestsetzung etwa 4 Mrd. USD wert sein. Bei der Bewertung wird die Debatte schärfer.

Goldman Sachs hat Jios Bull-Case-Bewertung Berichten zufolge bei etwa 154 Mrd. USD angesetzt. Jefferies taxiert sie näher bei 146 Mrd. USD, während Macquarie und Emkay konservativer sind, bei rund 121 Mrd. bis 123 Mrd. USD.

Der Bull Case ist einfach: Jio verfügt über Größe, ein großes Datennetz, 5G-Schwung und ein wachsendes Ökosystem digitaler Dienste.

Der Bear Case ist ebenso klar: Hauptkonkurrent Bharti Airtel erzielt weiterhin höhere Einnahmen pro Mobilkunden.

Airtels durchschnittlicher Umsatz pro Nutzer (ARPU) lag bei etwa ₹257–₹259, während Jio im Märzquartal einen ARPU von ₹214 meldete.

Diese Lücke wird eine Rolle spielen, wenn Anleger entscheiden, welchen Aufschlag Jio verdient.