Warum die IBM‑Aktie nach den Accenture‑Zahlen fällt
KI-Sentiment: 18/100 Bärisch
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Verkaufen: IBM. Accentures schwache Beratungsprognose bestätigt Nachfragedruck im IT‑Servicebereich, und IBMs eigenes Beratungswachstum hinkt bereits hinterher (4%). Da das Softwarewachstum von IBM nicht ausreicht, um die Stagnation auszugleichen, und die Aktie unter die 50/100‑Tage‑EMA gefallen ist, während der PPI bärische Signale sendet, kann die Abwärtsbewegung bis auf etwa $212 andauern, da der Markt das gesamte Beratungs-/KI‑Disruptions‑Thema neu bewertet.
Kernrisiko: IBM erzielt einen klaren Re‑Beschleunigungsplan (große, KI‑getriebene Deal‑Gewinne), der Analysten dazu zwingt, das Beratungswachstum nach oben zu revidieren und die technische Abwärtsbewegung umzukehren.
Verkaufen: TEAM. Der Artikel hebt Befürchtungen einer SaaS‑„Apokalypse“ hervor und nennt Atlassian zu den schlechtesten Performern; das ist derselbe Druck auf die Kundenausgaben, dem IBM in angrenzenden Unternehmenssoftwarebudgets ausgesetzt ist. Wenn KI‑Automatisierung Beratungs‑ und Implementierungsarbeiten reduziert, verschieben Softwarekäufer zudem Lizenzen und Upgrades, sodass die Bewertungsmultiples unter Druck bleiben.
Kernrisiko: Die Nachfrage nach Enterprise‑Software beschleunigt sich schnell wieder (starke Guidance und Bookings) und KI‑Funktionen treiben netto neues Kundenwachstum, wodurch die Multiple‑Kompression gestoppt wird.
- Die IBM‑Aktie fällt angesichts wachsender Sorgen über eine KI‑gestützte Disruption.
- Der Einbruch wurde durch die vergleichsweise schwachen Zahlen von Accenture ausgelöst.
- Die beiden Unternehmen sind Wettbewerber im Bereich IT‑Beratung.
Der Aktienkurs von International Business Machines NYSE:IBM gab heute, am 18. Juni, deutlich nach und setzte damit einen Abwärtstrend fort, der am 2. Juni dieses Jahres begonnen hat. Er fiel auf $245.8, ein Rückgang von 26% gegenüber seinem Höchststand in diesem Monat.
IBM‑Aktie stürzt nach schwachen Zahlen von Accenture ab
IBM‑Aktien standen heute im Minus, nachdem Accenture, eines der führenden globalen IT‑Beratungsunternehmen, schwache Finanzzahlen und eine gedämpfte Prognose veröffentlichte, woraufhin die Aktie um 17% einbrach. Man erwartet nun, dass das Umsatzwachstum zwischen 3% und 4% liegen wird, weniger als die frühere Prognose von 3% bis 5%.
Gleichzeitig prognostizierte Accenture, dass der Jahresumsatz zwischen $17.75 Milliarden und $18.4 Milliarden liegen wird. Analysten hatten $18.47 Milliarden erwartet.
Obwohl IBM und Accenture unterschiedliche Strategien verfolgen, überschneiden sich einige Geschäftsbereiche. Am wichtigsten ist die IT‑Beratung, in der sie Unternehmen bei der Modernisierung ihrer Technologie und der Kostensenkung unterstützen.
Daher liefern Accentures schwache Zahlen weitere Hinweise darauf, dass die Beratungsbranche in den frühen Phasen einer Disruption durch KI‑Tools steht. Die Annahme ist, dass einige Unternehmen durch KI‑Automatisierung Kosten sparen, indem sie Teile der Arbeit ersetzen, die diese Beratungsfirmen aktuell leisten.
Die IBM‑Aktie fiel außerdem wegen ihres Engagements im angeschlagenen Softwaregeschäft, das sich angesichts der anhaltenden Befürchtungen einer „SaaS‑Apokalypse“ abgeschwächt hat. Diese Sorgen haben Unternehmen wie Atlassian, Adobe und Workday zu den schwächsten Werten im S&P 500 gemacht.
IBMs Wachstum stagniert weitgehend
IBM, einst das größte Technologieunternehmen der Welt, ist in den vergangenen Jahren hinter seinen wichtigsten Mitbewerbern zurückgeblieben. Während Unternehmen wie Microsoft und Amazon zweistellige Wachstumsraten verzeichnen, bewegt sich IBM im einstelligen Bereich.
So fiel die IBM‑Aktie im Mai an einem einzigen Tag um mehr als 10%, als das Unternehmen seine Zahlen veröffentlichte. Sein Umsatz stieg um 9% auf $15.9 Milliarden, während die Gewinnmarge vor Steuern sich marginal auf 8.7% verbesserte.
Das Beratungsgeschäft von IBM, in dem es mit Accenture konkurriert, wuchs nur um 4%, während der Softwarebereich um 11% zulegte. Das Softwarewachstum wurde von den Daten‑ und Hybrid‑Cloud‑Segmenten getragen.
Analysten erwarten, dass sich das Wachstum von IBM in den kommenden Jahren weiter abschwächt. Die durchschnittliche Schätzung sieht für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 5.83% auf $71.47 Milliarden vor. Im Folgejahr soll der Umsatz dann um 4.4% auf $74.64 Milliarden steigen.
Trotz dieses Wachstums gibt es Anzeichen dafür, dass IBM nicht besonders billig ist, insbesondere im Vergleich zu schneller wachsenden Firmen. Das erwartete Kurs‑Gewinn‑Verhältnis (Forward P/E) liegt bei 25, höher als Nvidias 21 und Microns 17.
Technische Analyse des IBM‑Aktienkurses
Chart von International Business Machines | Quelle: TradingView
Die IBM‑Aktie ist in den vergangenen Wochen stark gefallen und bewegte sich von $322 auf heute $244. Sie sank auf den niedrigsten Stand seit dem 21. Mai dieses Jahres und bildete ein Abwärtsgap.
Die Aktie fiel zudem unter die 50‑Tage‑ und 100‑Tage‑EMA (Exponentielle Gleitende Durchschnitte). Auch haben die beiden Linien des Percentage Price Index (PPI) ein bärisches Crossover gebildet und zeigen nach unten.
Folglich deuten die technischen Indikatoren darauf hin, dass die Aktie weiter fallen könnte, möglicherweise bis zum Tief des letzten Monats bei $212. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit einer Erholung, wenn Anleger die Schwäche zum Kaufen nutzen und versuchen, die heutige Kurslücke zu schließen.
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