US-Dollar setzt Rallye fort, geopolitische Spannungen belasten Märkte
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Kauf von Invesco DB US Dollar Index Bullish Fund (UUP). Der Artikel zeigt einen klaren Risk‑Off‑Impuls: US‑Iran‑Gespräche abgesagt, steigende Spannungen im Nahen Osten und der Dollarindex auf dem höchsten Stand seit Mai 2025. Da die US‑Märkte geschlossen sind und kaum Daten vorliegen, bleiben die FX‑Märkte von Schlagzeilen getrieben – was die anhaltende USD‑Stärke gegenüber den Majors stützt.
Kernrisiko: Eine plötzliche Deeskalationsmeldung, die die Risikoappetit wiederherstellt und einen breiten USD‑Ausverkauf auslöst.
Verkauf von GBP/USD (oder Kauf einer GBP‑Put‑Option / Short‑Position im FX über einen GBPUSD‑ETF wie FXB). Die Bank of England beließ die Zinsen bei 3,75% mit gespaltenem Votum, und das Pfund fällt bereits (nahe 1,3200). In Kombination mit USD‑Stärke durch geopolitische Risiken ergibt sich ein anhaltender Belastungsfaktor für GBP gegenüber dem Dollar.
Kernrisiko: Die BoE entwickelt eine restriktivere Haltung als erwartet (oder UK‑Daten überraschen deutlich positiv), wodurch das Pfund deutlich höher rechnet.
- US-Dollar steigt, da Anleger inmitten geopolitischer Unsicherheit Sicherheit suchen.
- Die Absage der US‑Iran‑Gespräche verstärkt die Risikoaversion an den globalen Märkten.
- Euro, Pfund und Yen schwächen sich gegenüber einem stärker werdenden Dollar ab.
Der US-Dollar gewann am Freitag weiter an Stärke und baute seine Wochengewinne gegenüber den wichtigsten Währungen aus, da Anleger angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheit im Nahen Osten vorsichtig blieben.
Da die US-Finanzmärkte wegen des Juneteenth-Feiertags geschlossen waren und nur wenige Wirtschaftsdaten auf dem Kalender standen, konzentrierten sich Marktteilnehmer auf die Entwicklungen rund um die US‑Iran-Beziehungen und Aussagen von Notenbankvertretern.
US‑Iran-Gespräche abgesagt
Die Risikoneigung verschlechterte sich, nachdem das Schweizer Außenministerium ankündigte, dass die geplanten Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran nicht wie geplant stattfinden würden.
Von der US-Administration wurde keine offizielle Erklärung abgegeben.
Die Absage erfolgte jedoch, nachdem US-Vizepräsident JD Vance Berichten zufolge eine geplante Reise nach dem israelischen Angriff im Süden Libanons gestrichen hatte.
Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, es gebe keine Bestätigung, dass iranische Verhandler für die Gespräche anreisen würden.
Die Unsicherheit rund um den diplomatischen Prozess trug zu einer risikoscheuen Marktumgebung bei und unterstützte die Nachfrage nach dem US-Dollar.
Dollarindex erreicht höchsten Stand
Nach zwei aufeinanderfolgenden Gewinntagen setzte der US-Dollar-Index am Freitag seinen Aufwärtstrend fort.
Der Index kletterte im frühen Handel über 101,10 und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2025.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notierte der Index bei rund 100,90 und hielt damit moderate Tagesgewinne.
Da US-Aktien- und Anleihemärkte geschlossen waren, reagierten die Devisenmärkte besonders sensibel auf geopolitische Schlagzeilen und die allgemeine Risikostimmung.
Pfund bleibt unter Druck
Das Britische Pfund setzte seine Schwäche gegenüber dem Dollar fort, nachdem die Bank of England ihren Leitzins auf 3,75% belassen hatte, was den Markterwartungen entsprach.
Die Entscheidung war nicht einstimmig.
Zwei Mitglieder des Monetary Policy Committee stimmten für eine Anhebung um 25 Basispunkte.
Trotz der gespaltenen Abstimmung blieb GBP/USD unter Druck und verlor am Donnerstag etwa 0,7%.
Das Paar konnte sich am Freitag kaum erholen und notierte in der Nähe von 1,3200.
Auch politische Entwicklungen belasteten das Pfund.
Euro fällt trotz restriktiver ECB‑Bemerkungen
Der Euro blieb ebenfalls gegenüber dem Dollar schwach; EUR/USD notierte nahe 1,1450, dem niedrigsten Stand seit Mitte März.
Der EZB-Politiker José Luis Escrivá äußerte sich in Bemerkungen, die als relativ restriktiv interpretiert wurden.
Er hob das Risiko hervor, dass höhere Energiekosten auf Dienstleistungen und den Transportsektor übergreifen könnten, was in der Eurozone zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen könnte.
Escrivá verwies zudem auf Unsicherheiten bezüglich der Erholung der Ölproduktion und künftiger Ölpreise — Faktoren, die den Inflationsausblick erschweren könnten.
Japanischer Yen schwächt sich trotz Zinsanhebungssignalen
Der japanische Yen blieb gegenüber dem Dollar unterdurchschnittlich.
USD/JPY stieg am Donnerstag über 161,80 und erreichte damit den höchsten Stand seit Juli 2024.
Obwohl das Paar am Freitag leicht nachgab, blieb es deutlich über der Marke von 161,00, während Händler die Möglichkeit einer offiziellen Intervention beobachteten.
Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan, Shinichi Himino, sagte, die Zentralbank werde voraussichtlich die Zinsen weiterhin anheben, abhängig von der Entwicklung von Wirtschaft, Preisen und den finanziellen Rahmenbedingungen.
Himino wies außerdem darauf hin, dass Wechselkursbewegungen die Inflationserwartungen und die Kerninflation beeinflussen könnten, und betonte, dass die Entscheidungsträger die Marktentwicklung genau beobachten würden.
Insgesamt unterstützten die gestiegene geopolitische Unsicherheit und die Risikoscheu weiterhin den US-Dollar, während Hauptwährungen wie Euro, Pfund und Yen zum Wochenende hin unter Druck blieben.
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